• IT-Karriere:
  • Services:

Halbleiterfertigung: EU will ein Fünftel der 5-nm-Produktion stellen

Ambitionierte Ziele: Die Europäische Union plant, künftig 20 Prozent der Halbleiterfertigung mit unter 5 nm weltweit abzudecken.

Artikel veröffentlicht am ,
Europa will bei der Halbleiterfertigung aufholen.
Europa will bei der Halbleiterfertigung aufholen. (Bild: EPI)

Nachdem sich mehr als ein Dutzend EU-Staaten für eine lokale Halbleiterindustrie ausgesprochen haben, legt die Europäische Union nach: Den digitalen Zielen bis 2030 zufolge soll mindestens ein Fünftel der weltweiten Produktion in Europa erfolgen.

Stellenmarkt
  1. Hays AG, Hamburg
  2. Melitta Professional Coffee Solutions GmbH & Co. KG, Minden

Weil bis dahin die Fertigung fortgeschrittener als heute ist, sollen sich eben diese 20 Prozent laut der Europäischen Union auf Nodes mit 5 nm oder kleiner beschränken (PDF). Derzeit sollen der Einschätzung der EU zufolge rund 10 Prozent des weltweiten Umsatzes mit der Halbleiterfertigung in Europa erwirtschaftet werden.

Andere Experten bezweifeln diese Zahlen, wie Computerbase ausführt. Im Oktober 2020 soll Europa gemäß IC Insights auf nur 6 Prozent gekommen sein - weit hinter den USA mit 52 Prozent und China (inklusive Taiwan) mit 22 Prozent. Verglichen mit 2010 soll der Anteil von Europa an der weltweiten Halbleiterfertigung gar um vier Prozentpunkte gesunken sein.

145 Milliarden Euro sollen es richten

Geplant ist, dass 20 Prozent des Budgets für die Aufbau- und Resilienzfazilität in die digitale Transformation fließen sollen, was etwa 145 Milliarden Euro in den kommenden zwei bis drei Jahren entspricht. Denn moderne Fabs zu bauen und mit Equipment auszurüsten, kostet mehrere Milliarden US-Dollar, je nach Dimension des Werks sind 10 Milliarden schnell überschritten.

Alle großen und kleineren Fertiger finanzieren diese daher nicht komplett selbst, sondern lassen sich von den jeweiligen Standorten kräftig subventionieren - typisch ist ein Viertel bis ein Drittel der Gesamtsumme. In Deutschland hat zuletzt Bosch die RB300 fertiggestellt, seit März 2021 laufen in Dresden die ersten Leistungshalbleiter für Elektro- sowie Hybridfahrzeuge und Automotive-ASICs vom Band. Die Fab kostete eine Milliarde Euro, wovon 300 Millionen Euro der Bund beisteuert.

Zu den technisch fortgeschrittensten Fabs in Europa gehören die von Globalfoundries, dort werden Prozessoren mit 12LP+ gefertigt. Das Unternehmen will zudem die 22FDX-Kapazität der Fab 1 am Standort Dresden verdoppeln, damit werden etwa GPS-Chips und Radar-Devices für Autos hergestellt. In Frankreich befinden sich Werke von ST Microelectronics, in Grenoble entstehen 28-nm-FDSOI-Designs auf 300-mm-Wafern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 17,99€
  2. 4,19€
  3. 23,99€

Norcoen 12. Mär 2021 / Themenstart

Was ist denn der Nachfolger?

Steffo 11. Mär 2021 / Themenstart

Ich weiß noch, wie man die hat sterben lassen. Eine Tochter von Infineon in Dresden, die...

wurstdings 11. Mär 2021 / Themenstart

Jeder braucht halt sein Spezialgebiet, wo er richtig gut ist.

SuperHorst 11. Mär 2021 / Themenstart

Wenn mein Smartphone das nur auch so gut könnte. :D

Kommentieren


Folgen Sie uns
       


Audi E Tron GT Probe gefahren

Der E-Tron GT ist die Oberklasse-Limousine von Audi. Golem.de ist das Elektroauto Probe gefahren.

Audi E Tron GT Probe gefahren Video aufrufen
Programm für IT-Jobeinstieg: Hoffen auf den Klebeeffekt
Programm für IT-Jobeinstieg
Hoffen auf den Klebeeffekt

Aktuell ist der Jobeinstieg für junge Ingenieure und Informatiker schwer. Um ihnen zu helfen, hat das Land Baden-Württemberg eine interessante Idee: Es macht sich selbst zur Zeitarbeitsfirma.
Ein Bericht von Peter Ilg

  1. Arbeitszeit Das Sechs-Stunden-Experiment bei Sipgate
  2. Neuorientierung im IT-Job Endlich mal machen!
  3. IT-Unternehmen Die richtige Software für ein Projekt finden

Weclapp-CTO Ertan Özdil: Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!
Weclapp-CTO Ertan Özdil
"Wir dürfen nicht in Schönheit und Perfektion untergehen!"

Der CTO von Weclapp träumt von smarter Software, die menschliches Eingreifen in der nächsten ERP-Generation reduziert. Deutschen Perfektionismus hält Ertan Özdil aber für gefährlich.
Ein Interview von Maja Hoock


    Fiat 500 als E-Auto im Test: Kleinstwagen mit großem Potenzial
    Fiat 500 als E-Auto im Test
    Kleinstwagen mit großem Potenzial

    Fiat hat einen neuen 500er entwickelt. Der Kleine fährt elektrisch - und zwar richtig gut.
    Ein Test von Peter Ilg

    1. Vierradlenkung Elektrischer GMC Hummer SUV fährt im Krabbengang seitwärts
    2. MG Cyberster MG B Roadster mit Lasergürtel und Union Jack
    3. Elektroauto E-Auto-Prämie übersteigt in 2021 schon Vorjahressumme

      •  /