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Halbleiterfertigung: Erste GAA-Chips von Samsung, Südkorea fördert Chip-Branche

Mit dem neuen 3-nm-Prozess beansprucht Samsung die Technologieführerschaft. Damit das so bleibt, will Südkorea seine Halbleiterbranche stärken.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Die erste Box mit Gate-all-around-Chips, die in echten Produkten landen. (Bild: Samsung)

Knapp vier Wochen nachdem Samsung den Start der Serienfertigung im neuen 3-nm-Prozess bekannt gegeben hatte, haben die ersten Chips das Werk verlassen. Die erste Transportbox mit fertigen Wafern begannen ihren Transport zur weiteren Verarbeitung mit großem Spektakel, die V1-Fertigungslinie in Hwaseong bekam zu diesem Anlass hochrangigen Besuch.

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Neben den CEOs von Samsung Electronics und der Foundry Division des Konzerns war auch Chang-Yang Lee, Südkoreas Minister für Handel, Industrie und Energie, anwesend. Lee ermutigte Samsung sowie seine Zulieferer und Maschinenbauer zur Kooperation, um "im harten globalen Wettlauf bei der ultrafeinen Fertigung führend zu bleiben". Er betonte zudem, dass auch Südkorea die heimische Halbleiterbranche fördern will. Zwar sollen, anders als in den USA und Europa, nur wenige Milliarden direkt vom Staat fließen. Stattdessen gibt es Steuererleichterungen und Bürokratieabbau.

Geld spielt natürlich trotzdem eine große Rolle: Über einen öffentlich-privaten Fonds sollen in den nächsten fünf Jahren 340 Billionen Won, umgerechnet 259 Milliarden US-Dollar, investiert werden. Fab-lose Halbleiterhersteller sollen zudem von Zuwendungen der Regierung in Höhe von 1,5 Billionen Won (1,14 Milliarden US-Dollar) profitieren. Die will sich zudem um Wasser- und Energieversorgung kümmern - und die wöchentliche Höchstarbeitsdauer von aktuell 52 auf 64 Stunden erhöhen.

Auch in Südkorea fehlen Fachkräfte

Die Sorgen der südkoreanischen Halbleiterbranche klingen sehr vertraut: Neben hohen Steuerlasten klagen die Konzerne über fehlende Fachkräfte. Auch diesen Mangel will die Regierung angehen - mit einem umfangreichen Stipendienprogramm für Master-Studenten und Doktoranden. Auch bei der Anwerbung ausländischer Fachkräfte bekommen Unternehmen Unterstützung - für zehn Jahre erlässt der Staat die Hälfte der Einkommenssteuer.

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Eine Sache der nationalen Ehre: Neben Samsungs CEO Kyehyun Kyung (links) und dem CEO der Foundry Division, Si Young Choi (rechts) freut sich Handels-, Industrie- und Energieminister Chang-Yang Lee. (Bild: Samsung) [1/4]

Ein besonderes Ereignis verdient eine besondere Show: Die anwesenden Firmenvertreter und der Minister öffnen mit der Macht ihrer Hände... (Bild: Samsung) [2/4]

...ein Tor, zwei Mitarbeiter bringen die erste Box mit fertigen 3-nm-Wafern. (Bild: Samsung) [3/4]

Geschafft: Die Box ist im LKW, als nächstes werden die Wafer zersägt, die Chips sortiert und verpackt. (Bild: Samsung) [4/4]

Das Maßnahmenpaket soll die technologische Führerschaft südkoreanischer Halbleiterhersteller in Zukunft sichern - auch wenn sich erst noch zeigen muss, ob Samsungs GAA-FETs den klassischen Finfets beispielsweise in TSMCs 3-nm-Prozess überlegen sind. Der startet ebenfalls in diesem Jahr.