Halbleiterfertigung & Chips-Act: Qualcomm will mehr US-Chips kaufen

Globalfoundries soll bis 2028 mehr als doppelt so viele Halbleiter liefern wie bislang. Das soll die Produktion in den USA stärken.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Dieser Roboter in der Fab 8 in Malta wird bald viel zu tun haben: Qualcomm kauft mehr Chips.
Dieser Roboter in der Fab 8 in Malta wird bald viel zu tun haben: Qualcomm kauft mehr Chips. (Bild: Globalfoundries)

Eine langfristige Partnerschaft haben Qualcomm und Globalfoundries bereits, und die soll noch ausgebaut werden: Beide Unternehmen erklärten, dass man deren Umfang bis 2028 mehr als verdoppeln werde. Hinzu kommen Chips aus der Fab 8 in Malta im US-Bundesstaat New York, bislang umfasste das Abkommen 5G-Funkchips aus dem Werk in Dresden. Auch für die in Frankreich geplante Fab hat Qualcomm bereits Kapazitäten gebucht.

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Beide Unternehmen schreiben die Ausweitung der Kooperation dem Ende Juli 2022 beschlossenen Chips and Science Act zu. Dementsprechend begeistert kommentierte Chuck Schumer, Mehrheitsführer des US-Senats, der das Gesetz vorgelegt hatte: "Diese Vereinbarung beweist, was wir bereits wussten - dass die Industrie hier wachsen wird, wenn wir mit Asien und Europa wettbewerbsfähig werden". Globalfoundries hatte nach der Verabschiedung des Gesetzes bereits weitere Investitionen in sein Werk in Malta angekündigt.

Aus Malta will Qualcomm in Zukunft ein breites Portfolio an Finfet-Chips beziehen: Neben 5G-Transceivern sollen Chips für WLAN sowie Automobil- und IoT-Anwendungen sein. Damit will das Unternehmen unabhängiger von Importen werden.

Eine Sache der nationalen Sicherheit

Die US-Regierung sieht die Versorgung mit Halbleitern aus heimischer Produktion als sicherheitsrelevant an. Das unterstreicht die Anwesenheit eines Staatssekretärs des Verteidigungsministeriums sowie eines Direktors des National Security Councils bei der Bekanntgabe des Abkommens. Ob die Vereinbarung tatsächlich auf den Chips and Science Act zurückzuführen ist erscheint fraglich - eineinhalb Wochen Verhandlungszeit sind recht wenig. Für die US-Regierung sind solche Meldungen allerdings wichtig, um zu zeigen, dass die Fördermilliarden wirken.

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