Halbleiterfertigung: Chef von Intel Foundry tritt zurück

Intel-Foundry-Chef Randhir Thakur(öffnet im neuen Fenster) wird Anfang 2023 seinen Posten aufgeben. Intel-CEO Pat Gelsinger sowie Pressesprecher William Moss bestätigten den Führungswechsel gegenüber The Register(öffnet im neuen Fenster) . Unklar ist bisher, wer die Nachfolge antreten wird. Intel hat das Foundry-Geschäft erst kürzlich unter dem Foundry-Modell-2.0 wieder zu einem der Hauptziele des Unternehmens gemacht.
Mit einem Investitionsvolumen von mehr als 20 Milliarden US-Dollar(öffnet im neuen Fenster) für neue Fabriken und Fertigungsanlagen möchte Intel nicht nur die Produktion der eigenen Chips mit modernsten Fertigungstechniken sichern, sondern auch als Auftragsfertiger in direkte Konkurrenz zu Unternehmen wie Globalfoundries, Samsung und TSMC treten.
Seit der Ankündigung tut sich offenbar einiges bei Intel: Für das Jahr 2025 sind bereits Aufträge der US-Regierung eingegangen. Insbesondere vor dem Hintergrund der aktuellen weltweiten politischen Situation ist man dort besonders darauf bedacht, möglichst die komplette Produktionskette inklusive der Fertigung im eigenen Land zu haben.
Tower-Semiconductor-Personal könnte übernehmen
Intel hat am 15. Februar 2022 für 5,4 Milliarden US-Dollar das israelische Unternehmen Tower Semiconductor übernommen , das ebenfalls als Auftragsfertiger tätig ist. Dabei werden vor allem auch CMOS-Bildsensoren und analoge Schaltungen gefertigt. Mutmaßlich plant man bei Intel, bei der Leitung der Foundry-Services auf die Expertise von Tower Semiconductor zurückzugreifen.
Obwohl der Rücktritt bereits angekündigt ist, wird Randhir Thakur noch bis 2023 im Unternehmen bleiben und seinen Nachfolger einarbeiten. Intel-CEO Pat Gelsinger bezeichnete Thakur als "eine Schlüsselfigur in der Intel-Unternehmensführung der letzten zweieinhalb Jahre" und lobte darüber hinaus seine Beiträge in Führungspositionen seit 2017, insbesondere aber seine Arbeit im Bereich Intel Foundry Services (IFS).



