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Halbleiterentwicklung: Meta wirbt leitenden Netzwerk-Chip-Entwickler von Intel ab

Meta scheint seine Bestrebungen, eigene Hardware zu entwickeln, zu intensivieren. Nächstes Ziel: das Netzwerk .
/ Johannes Hiltscher
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Meta verstärkt sein Team für Hardwareentwicklung, nächstes Ziel scheint das Netzwerk zu sein. (Bild: Pixabay)
Meta verstärkt sein Team für Hardwareentwicklung, nächstes Ziel scheint das Netzwerk zu sein. Bild: Pixabay

Wie The Register berichtet(öffnet im neuen Fenster) , hat Jon Dama seinem ehemaligen Arbeitgeber Intel nach zehn Jahren den Rücken gekehrt und arbeitet nun bei Meta. Bei Intel leitete er zuletzt die Halbleiterentwicklung für Netzwerkswitches(öffnet im neuen Fenster) . Zuvor verantwortete er die Entwicklung programmierbarer Netzwerkhardware, von Intel Infrastructure Processing Unit (IPU) genannt. Auch an der Entwicklung von Tofino-Netzwerkswitches war er beteiligt.

Bei Meta leitet er Designteams, die mittels neu entwickelter Hardware die Skalierung von Rechenzentren vorantreiben sollen. Bereits 2021 hatte Meta Alexis Björlin(öffnet im neuen Fenster) als Leiterin der Hardwareentwicklung angeworben. Sie hatte zuvor bei Broadcom und Intel(öffnet im neuen Fenster) Entwicklungsgruppen geleitet. Damit scheint Meta nach der Entwicklung eigener Beschleuniger für Künstliche Intelligenz und Video-Transcodierung eine weitere Komponente seiner Server optimieren zu wollen: das Netzwerk.

Bereits mit der Entwicklung eigener Beschleuniger zeigte sich, dass Meta bestrebt ist, seine Rechenzentren durch speziell angepasste Hardware zu optimieren. Beim Netzwerk eigene Wege zu gehen, eröffnet noch einmal größeres Optimierungspotential als IPUs. Die sind zwar für Netzwerkaufgaben ausgelegt, decken allerdings trotzdem ein breites Anwendungsspektrum ab. Ein auf konkrete Bedürfnisse angepasster Netzwerk-Chip kann mehr Funkionalität in Hardware implementieren und ist somit effizienter.

Metaverse erhöht Leistungsbedarf

Wird das Metaverse breit genutzte Realität, bedeutet dies, dass die Leistung der Rechenzentren deutlich steigen muss. Ein Blog-Post gibt Einblick in die Anforderungen(öffnet im neuen Fenster) , die Meta erwartet – zwar nur für Mobilfunknetze, doch zu sehen ist, dass die Anforderungen an Datenrate und Latenz steigen. Beides kommt am Ende auch im Rechenzentrum an und muss von dessen Hardware bedient werden. Die Schlüsselkomponenten dafür wird Meta in Zukunft vermehrt selbst entwickeln, Pläne zur Entwicklung eigener Prozessoren gibt es aktuell wohl nicht(öffnet im neuen Fenster) .


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