Halbleiter & SMIC: Chip-Nachfrage für Smartphones und PC fällt "wie ein Stein"

Chinesische Kunden von SMIC haben volle Lager und ordern weniger Chips. Andere Halbleiter sollen den Einbruch auffangen.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher
Zufahrt zum Werk von SMIC in Shenzhen.
Zufahrt zum Werk von SMIC in Shenzhen. (Bild: Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Die Nachfrage nach Chips für Smartphones, PCs und Unterhaltungselektronik sei "wie ein Stein gefallen" - das teilte Zhao Haijun, CEO des chinesischen Halbleiterfertigers SMIC, bei der Vorstellung der Geschäftsergebnisse für das erste Quartal 2022 mit (Aufzeichnung des Webcasts). Auf eine Nachfrage im Anschluss an die Präsentation der Quartalszahlen sagte er, der Anteil dieser Produkte am Umsatz sei von über 40 auf zuletzt 29 Prozent gefallen.

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Für den Rückgang nennt Zhao mehrere Gründe. So hätten Kunden in diesem Bereich teils Komponenten für mehr als fünf Monate auf Lager. Die chinesischen Konsumenten seien aufgrund der aktuellen Corona-Situation zurückhaltender bei Neuanschaffungen als Konsumenten in Europa und den USA. Kunden würden deshalb zuerst ihre Lager räumen und weniger Chips ordern. Ein Blick in die Präsentationsfolien (PDF) zeigt, dass sich dies schon in den vorangegangenen Quartalen andeutete.

Da SMIC fast 70 Prozent seines Umsatzes in China macht - und seine Kunden hauptsächlich diesen Markt bedienen - bekommt das Unternehmen die Zurückhaltung der Konsumenten deutlich zu spüren. Zhao betonte allerdings, dass in anderen Bereichen noch immer Knappheit herrsche und man daher Kapazitäten anders nutzen werde. Als Beispiele nannte er Wi-Fi-6-Chips, Schaltkreise für Power Management, Treiber für AMOLED-Displays sowie Mikrocontroller für industrielle Anwendungen und IoT (Internet of Things).

Solide Zahlen trotz Lockdown und Ukrainekrieg

SMIC setzte im ersten Quartal 2022 sein Wachstum fort, obwohl die Produktion laut Zhao für "fünf bis sechs Tage" still stand und das Unternehmen die Auswirkungen des Ukrainekriegs spürt. Der Umsatz stieg auf 1,842 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 66,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahresquartal. Der Rohertrag lag um 80 Prozent über dem Vorjahresquartal und betrug 40,7 Prozent. Mit 1,84 Millionen ausgelieferten Wafern operierte SMIC am Rande seiner Kapazität. Diese konnte das Unternehmen gegenüber dem vorangegangenen Quartal um 28.000 auf monatlich 649.000 Wafer steigern.

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Für die zweite Hälfte des Jahres 2022 gab SMIC eine zurückhaltende Prognose ab, die Geschäftsführung rechnet mit einem Umsatzwachstum zwischen einem und drei Prozent. Ein Rohertrag von 37 bis 39 Prozent wird erwartet. Gründe für den verhaltenen Ausblick sind die sinkende Nachfrage in China und die Unsicherheiten aufgrund der Coronasituation im Land sowie des Ukrainekriegs. Die geringere Nachfrage scheint allerdings nicht ganz unwillkommen zu sein, Zhao zufolge erlaubt sie in Kombination mit steigender Kapazität, den Produktionsrückstand durch Coronalockdowns aufzuholen.

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x2k 20. Mai 2022

Da ist die Frage aber eher woe die Verteilung von allen knappen gütern in anderen...

Fwk 20. Mai 2022

Nein sind sie nicht, zumindest nicht wenn man den beitrag gelesen hat Die zwei satze...

Biteater123 19. Mai 2022

Doch so schnell...

trester 19. Mai 2022

Das ist das Largo-Embargo. Nein, nicht weil es Sinn ergibt, sondern weil es sich so schön...



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