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Halbleiter: China pumpt 47 Milliarden US-Dollar in eigene Chip-Industrie

Um mittelfristig mit den USA konkurrieren zu können, stärkt die chinesische Regierung ihre Halbleiter-Unternehmen. Ein Fonds von 47 Milliarden US-Dollar soll die Entwicklung und Fertigung von CPUs sowie GPUs vorantreiben, auch RAM- und NAND-Flash-Hersteller dürften davon profitieren.
/ Marc Sauter
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Ein KX-U5680 von Zhaoxin (Bild: Weiwenku)
Ein KX-U5680 von Zhaoxin Bild: Weiwenku

Die chinesische Regierung soll einen Fonds über 300 Milliarden Yuan, umgerechnet 47 Milliarden US-Dollar, zur Unterstützung der eigenen Halbleiterindustrie aufgelegt haben. Das Geld wird über die staatlich gestützte China Integrated Circuit Industry Investment Fund Corp. verteilt. Das berichtet das renommierte Wall Street Journal(öffnet im neuen Fenster) unter Berufung auf nicht näher genannte Quellen. Seit einigen Jahren schon versucht China den technischen Vorsprung der US-Amerikaner und der Südkoreaner einzuholen, die bei der Entwicklung und Fertigung von Microchips bisher führend sind.

Die größten Halbleiterhersteller der Welt - gemessen am Umsatz - sind Samsung und SK Hynix aus Südkorea, Intel und Micron aus den USA und die TSMC mit Sitz in Taiwan. Vor allem aber dominieren US-amerikanische Firmen wie AMD, IBM, Intel, Nvidia und Google die Rechenzentren dieser Welt, da dort deren Prozessoren verwendet werden. Bei RAM und NAND-Flash-Speicher sind es Samsung, Micron, SK Hynix und Western Digital, von denen die meisten Chips stammen. Gerade Samsung investiert immense Milliarden-Beträge in den Ausbau seiner Halbleiterwerke in Südkorea.

In den beiden schnellsten Supercomputern steckt chinesische Hardware

Bei CPUs und Grafikkarten hat China bisher einige Chips im eigenen Land entwickelt, beispielsweise die KX-Serien von Zhaoxin . Die basieren auf x86-Technologie von Via, da ein Lizenzabkommen besteht, sollen aber mittlerweile eigenständige Designs sein. Der schnellste öffentlich gelistete Supercomputer der Welt, der chinesische Sunway Taihu Light , nutzt die als Sunway SW26010 bezeichneten CPUs des National High Performance Integrated Circuit Design Center aus Shanghai. Der momentan zweitschnellste Supercomputer, auch aus China, wird derzeit zum Tianhe-2A aufgerüstet und verwendet dann Matrix-2000-GPDSPs aus eigener Herstellung.

Geht es um (LP)DDR4-Speicher und NAND-Flash, so wird auch diese Sparte von den 47 Milliarden US-Dollar profitieren: Unternehmen wie Xi'an UniIC Semiconductors oder die YMTC-Tochter (Yangtze Memory Technologies Corporation) der staatlich finanzierten Tsinghua Unigroup investieren zusammen mehr als 100 Milliarden US-Dollar in die Entwicklung und Fertigung.


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