Halbleiter & Batterien: Samsung investiert viel und geht neue Kooperationen ein

In den kommenden fünf Jahren will der Konzern 332 Milliarden Euro investieren. Mit Stellantis und Red Hat entstehen neue Kooperationen.

Artikel veröffentlicht am , Johannes Hiltscher/dpa
Kein Kleingeld: Samsung wird in den kommenden fünf Jahren 450 Billionen Won investieren.
Kein Kleingeld: Samsung wird in den kommenden fünf Jahren 450 Billionen Won investieren. (Bild: Pixabay)

Samsung hat seinen Investitionsplan für die kommenden fünf Jahre vorgestellt. Bis Ende 2026 will der südkoreanische Konzern 450 Billionen Won - nach aktuellem Wechselkurs 332 Milliarden Euro - investieren. Zum größten Teil soll das Geld in die Halbleitersparte sowie den hierzulande recht unbekannten Bereich Biopharmazeutika fließen.

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Größtenteils sollen die Investitionen im Mutterland Südkorea erfolgen - 80 Prozent des Geldes will Samsung hier ausgeben. Im Halbleiterbereich will Samsung damit seine Führungsposition bei der DRAM-Fertigung halten und ausbauen. Dafür sollen neue Materialien erforscht werden, auch in die Arbeit an neuen Fertigungsprozessen mit Strukturbreiten von 3 nm und weniger fließt Geld. Daneben soll in Kommunikationstechnologien wie 5G und den Nachfolgestandard 6G sowie künstliche Intelligenz investiert werden.

Die Biotechnologiesparte Samsung Bioepis arbeitet an sogenannten biosimilaren Pharmazeutika. Dabei handelt es sich um wirkgleiche Nachbildungen anderer Biopharmazeutika, also Generika. Der Konzern hofft, damit ähnliche Erfolge zu erzielen wie mit seiner Halbleiterfertigung.

Durch die geplanten Investitionen sollen in den kommenden fünf Jahren 80.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Verglichen mit dem letzten Fünfjahresplan will Samsung über 30 Prozent mehr Geld ausgeben, zuletzt wurden in diesem Zeitraum 330 Billionen Won (243 Milliarden Euro) investiert. Mehr als die Hälfte der jetzt genannten Summe - 240 Milliarden Won (177 Milliarden Euro) hatte der Konzern allerdings bereits 2021 als geplante Investition bekanntgegeben.

Neue Kooperationen für Speichertechnologien und Akkufertigung

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Zudem ging Samsung Kooperationen mit Red Hat und Stellantis ein. Mit dem Linux-Distributor will das Unternehmen erkunden, wie sich Software und Speicher ideal ergänzen. Dazu soll die Samsung Memory Research Cloud (SMRC) geschaffen werden, in der sich Software auf Servern mit unterschiedlicher Speicherausstattung testen lässt. Das soll die Auswahl des passenden Speichers ermöglichen, könnte Samsung aber auch helfen, sogenannte Smart Storage Devices zu entwickeln. Hierbei würden Verarbeitungsschritte in die Speicherhardware ausgelagert, was beispielsweise bei Netzwerkhardware bereits praktiziert wird.

Samsung Galaxy A53 5G 128 GB

Auch eine neue Akkufabrik ist geplant, zusammen mit Stellantis will Samsung SDI 2,5 Milliarden US-Dollar (2,3 Milliarden Euro) investieren. Damit entsteht in Kokomo im US-Bundesstaat Indiana eine Fabrik, die Akkuzellen mit einer jährlichen Gesamtkapazität von 23 GWh produzieren wird. Ende 2022 soll der Bau beginnen, der Anlauf der Produktion ist für das erste Quartal 2025 geplant. Ebenfalls vorgesehen ist, das Investitionsvolumen auf 3,1 Milliarden US-Dollar (2,9 Milliarden Euro) aufzustocken, um die Jahresproduktion auf 33 GWh zu erhöhen. Wann das passieren soll, wurde allerdings nicht bekannt.

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