Paketverwaltung für BeOS

Anders als etwa bei vielen Linux-Distributionen bestehen die für Haiku verfügbaren Softwarepakete aus einem komprimierten Dateisystem, das Haiku bei der Installation und dann zukünftig bei jedem Bootvorgang automatisch in das existierende Dateisystem einhängt. Da die Paketverwaltung dabei keine Dateien entpacken muss, erfolgt die Installation eines Paketes umgehend. Analoges gilt für die Deinstallation, bei der Haiku einfach nur das Paket aushängen und löschen muss. Das Ein- und Aushängen übernimmt im Hintergrund die dafür abgestellte Kernel-Komponente "packagefs".

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Die installierte Software verwalten Nutzer mit der Anwendung Haiku-Depot, dessen Bedienung sich an der Softwareverwaltung vieler Linux-Systeme orientiert. Auf der Kommandozeile übernimmt "pkgman" das Paketmanagement. Dieses Werkzeug kann Pakete nicht nur anhand ihres Namens installieren, sondern auch das zu einem Begriff am besten passende Paket einspielen. Um die Aktualisierung kümmert sich das separate Programm Software-Updater.

  • In den Bootoptionen kann man nicht nur verschiedene Power-Management-Funktionen abschalten, sondern Haiku auch im Extremfall in einen Rettungsmodus versetzen. (Haiku, Screenshot: Golem.de)
  • Die Benutzeroberfläche von Haiku ist ein optischer Klon ihres BeOS-Pendants. Der hier im Vordergrund zu sehende Browser WebPositive beherrscht auch moderne Internetstandards. (Haiku, Screenshot: Golem.de)
  •  Ändert man in den Einstellungen die Farbe für ein Element, passen sich live alle anderen Anwendungen an - sofern diese das Verfahren unterstützten. (Haiku, Screenshot: Golem.de)
  • In den Netzwerkeinstellungen lassen sich auch einige Hintergrunddienste starten, stoppen und einrichten. Hier läuft der SSH-Daemon. (Haiku, Screenshot: Golem.de)
  • Im Paketmanager lassen sich die einzelnen Anwendungen auch mit Sternen bewerten. (Haiku, Screenshot: Golem.de)
  • Klickt man in der Sprachauswahl auf „Desktop starten“, läuft Haiku als sogenanntes Live-System. In diesem lädt es sich in den Hauptspeicher und tastet ohne Aufforderung die Festplatte nicht an. (Haiku, Screenshot: Golem.de)
Im Paketmanager lassen sich die einzelnen Anwendungen auch mit Sternen bewerten. (Haiku, Screenshot: Golem.de)

Im Vergleich zur letzten Alpha-Version haben die Entwickler auch das Repository Haiku-Ports überarbeitet, das auf Haiku portierte Software anbietet. Bestand es früher nur aus Build-Skripten, offeriert es jetzt eine vollwertige Paketquelle von nativen und portierten Haiku-Anwendungen. Haiku-Depot bindet das Haiku-Ports-Repository automatisch an. Alle installierten Pakete werden in dem Verzeichnis "/system" gesammelt, wobei der Zugriff nur lesend möglich ist. Letzteres gilt auch für die Ordner unter "~/config/", die alle vom Benutzer installierten Anwendungen aufnehmen. Durch die Zugriffsbeschränkung verhindert Haiku Angriffe oder unabsichtliche Änderungen des Systems.

Support für moderne Hardware

Während BeOS relativ wählerisch bei der verbauten Hardware war, arbeitet Haiku bereits mit vielen aktuellen Komponenten zusammen. Probleme verursacht hier jedoch vor allem die korrekte Grafikausgabe, da Haiku in vielen Fällen den allgemeinen VESA-Treiber verwendet. Der Treiber für die Intel HDA-Audioschnittstelle hat zwar immer noch ein paar Probleme mit einigen Geräten, bietet aber nach seiner Überarbeitung eine bessere Audio-Unterstützung. Viel Arbeit floss in der letzten Zeit auch in die Verbesserung für den Fernsehempfang via DVB.

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Der neue Treiber für USB3-Geräte (XHCI) funktioniert zwar prinzipiell, er gilt aber noch als "etwas instabil". Recht neu ist auch ein experimenteller Bluetooth-Stack, der aber nur in den Nightly-Version des System verfügbar ist. Derzeit beschränkt sich die Unterstützung zudem auf das Aufspüren und das Pairing von Bluetooth-Geräten - mehr geht noch nicht. Die Beta 1 von Haiku bietet mit Serial-Connect eine der bisher noch vermissten Anwendungen aus BeOS. Das Werkzeug visualisiert im Wesentlichen den Datenverkehr an den seriellen Schnittstellen. Die Entwicklung von Serial-Connect deckte nebenbei einige Fehler in den USB- und PCI/ISA-Treibern von Haiku auf.

Netzwerktreiber aus FreeBSD

Haiku kennt in der Beta 1 deutlich mehr Chipsätze als noch die Vorgängerversionen, da die Netzwerktreiber aus FreeBSD 11.1 stammen. Zur unterstützen Hardware gehört nun insbesondere die Atheros 9300-9500-Familie, Intels Dual-Band-Familie und einige Realtek-Chips. Die verbesserte Interrupt-Behandlung führt zudem zu geringeren Latenzen und einem höheren Durchsatz. Die meisten Netzwerktreiber sollen damit unter Haiku genauso flott arbeiten, wie unter FreeBSD. Auch die Verbindung über WLAN funktioniert, allerdings unterstützt Haiku immer noch keine WLAN-Adapter, die über USB andocken.

Das Fenster mit den Netzwerkeinstellungen haben die Haiku-Entwickler in der Haiku-Beta gegen ein komplett neu implementiertes Fenster ausgetauscht. Es verwaltet jetzt auch Netzwerkdienste wie OpenSSH oder Ftpd, die Anwender dort direkt ein- und ausschalten sowie teilweise auch konfigurieren können. Über ein Plugin-System lassen sich schnell weitere Dienste integrieren, so dass in Zukunft noch mehr Netzwerkdienste im Fenster auftauchen dürften.

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 Haiku Beta 1 angesehen: BeOS in modernem GewandNeues Aussehen für Haiku 
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demon driver 22. Nov 2018

Ist ähnlich wie bei OS/2. Wobei da der Unterschied zwischen nativen und portierten...

demon driver 22. Nov 2018

BeOS wurde wegen seines UI damals nicht zu Unrecht gelobt. Microsoft wird derweil...

regiedie1. 21. Nov 2018

Komme zwar ein bisschen spät in den Thread, aber egal: Haiku wurde (und wird!) seit...

OmranShilunte 17. Nov 2018

wenn du ein neues produkt platzieren willst, gibts nichts besseres als das homeshopping...

schachbr3tt 14. Nov 2018

Naja, könnte auch daran liegen, dass Gassée ein bisschen gierig war, als Apple BeOS als...



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