Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Härtere Regeln erwartet: Apple Maps und Apple Ads überschreiten Grenzwerte des DMA

Apple hat sich bei der EU gemeldet: Apple Maps und Ads haben die Schwellenwerte des Digital Markets Act erreicht. Nun drohen härtere Regeln.
/ David Wagner
2 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
Apple Maps hat die Schwellenwerte für den Digital Markets Act überschritten. Dies hat Apple der EU mitgeteilt. (Bild: Apple)
Apple Maps hat die Schwellenwerte für den Digital Markets Act überschritten. Dies hat Apple der EU mitgeteilt. Bild: Apple

Mit dem Gesetz über digitale Märkte (Digital Markets Act, DMA) reguliert die EU große Digitalplattformen. Ziel ist ein fairer Wettbewerb auf den digitalen Märkten. Apple hat nun an die EU gemeldet(öffnet im neuen Fenster) , dass die Nutzungszahlen ihrer Dienste Apple Maps und Apple Ads über den im Gesetz verankerten Grenzwerten liegen. Die EU-Kommission prüft nun innerhalb von 45 Tagen, ob Apple auch hier als Gatekeeper gilt und damit härteren Regulierungen unterliegt.

Nicht Apples erstes Rodeo mit dem DMA

Als Gatekeeper gelten Firmen mit Diensten, die drei Geschäftsjahre lang mindestens 45 Millionen aktive monatliche Endnutzer erreichen. Diese Dienste besitzen eine solche Marktmacht, dass die EU hier schärfere Richtlinien für einen fairen Wettbewerb vorsieht. Bei Apple unterliegen iOS, iPadOS, Safari und der App Store als sogenannte Core Plattform Services den Auflagen des DMA.

Laut Apple zählen die hauseigenen Dienste Maps und Ads nicht zu den regulierungswürdigen Diensten. Der Konzern verweist dabei auf die Konkurrenz: Apple Ads sei im Vergleich zu den Werbediensten von Google oder Meta in der EU nicht relevant. Auch Apple Maps spiele in der EU im Vergleich zu Google Maps keine Rolle.

Entscheidung in 45 Werktagen

Ob die EU Apples Argumentation folgt, entscheidet sich nach spätestens 45 Werktagen. Diese Zeit gibt sich die Kommission, um zu prüfen, ob Apples Dienste einen signifikanten Einfluss auf die digitalen Märkte innerhalb der EU haben. Entscheidet sich die EU dafür, hat Apple sechs Monate Zeit, um die entsprechenden Regeln umzusetzen.

Bei Apples Nachrichtendienst iMessage etwa stimmte die EU dem Unternehmen zu. Dieser Dienst erreicht mit seinen Nutzerzahlen zwar die Schwellwerte des DMA, ist aber laut der EU kein Gatekeeper-Dienst . Apple hatte damals argumentiert, dass iMessage in der EU nicht genügend Nutzer erreiche.


Relevante Themen