Endlich: der Flipper Zero in echt

Nach der langen Wartezeit kann der Flipper Zero nun auch in Europa in die Hand genommen und ausprobiert werden. Je nach Bestellung wird er mit Zubehör wie einer Silikonhülle geliefert. Der Flipper Zero selbst kommt in einer kleinen Pappbox. Wer sie öffnet, sieht eine kurze Anleitung, einen Aufkleber, ein USB-C-Kabel und darunter den Flipper Zero. Das Gerät misst 100 × 40 × 25 mm, wiegt 102 Gramm und liegt damit angenehm in der Hand. (Auch wenn der Autor es nach den Produktfotos etwas kleiner erwartet hätte.)

  • Der Flipper Zero im Außeneinsatz (Bild: Florian Bottke)
  • Der Flipper ist der Verpackung entstiegen. (Bild: Florian Bottke)
  • Der Frequenzscanner in Verbindung mit einem Autoschlüssel (Bild: Florian Bottke)
  • Die UID wurde ausgelesen. (Bild: Florian Bottke)
  • Auch Amiibos können emuliert werden. (Bild: Florian Bottke)
  • Die Kontaktpunkte für die Schnittstelle (Bild: Florian Bottke)
  • Die GPIO-Leiste des Flipper Zero (Bild: Florian Bottke)
  • Das Plug-in Musicplayer auf dem Flipper Zero (Bild: Florian Bottke)
  • Das Firmware-Update wird durchgeführt. (Bild: Florian Bottke)
  • Der Delfin bedankt sich für die Unterstützung. (Bild: Florian Bottke)
  • qFlipper bietet ein Update an. (Bild: Florian Bottke)
  • Über die mobilen Apps können unter anderem die ausgelesenen Schlüssel verwaltet werden. (Bild: Florian Bottke)
  • Die Webapplikation My Flipper (Bild: Florian Bottke)
Der Flipper Zero im Außeneinsatz (Bild: Florian Bottke)
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Gefertigt wird das Gehäuse aus Polycarbonat, ABS-Kunststoff und Polymethylmethacrylat, besser bekannt unter dem Namen Acrylglas. Spezifiziert ist das Gerät für eine Betriebstemperatur von 0 bis 40 Grad.

Bildschirm

Der Flipper Zero verfügt über ein 1,4 Zoll (3,56 Zentimeter) großes Display mit einer Auflösung von 128 × 64 Pixeln. Der Bildschirm ist ein klassisches LCD mit einem Stromverbrauch von 400 nA, wenn das Backlight deaktiviert ist. Intern ist dieses Display per SPI angebunden. Der Bildschirm ist beim Flipper immer aktiviert, nur die Hintergrundbeleuchtung wird zugeschaltet.

Die Wahl des Displays war für den Flipper Zero eine zentrale Entscheidung, es wurde praktisch das gesamte Gerät um den Bildschirm herum gebaut. Es wurde auch ein E-Ink-Display erwogen, allerdings wurden hier die Aktualisierungsraten als zu gering bewertet.

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Gesteuert wird das Gerät über eine Art Steuerkreuz, inklusive Mitteltaste, und einen Zurück-Button. Neben dem Bildschirm ist eine Status-LED verbaut.

  • Der Flipper Zero im Außeneinsatz (Bild: Florian Bottke)
  • Der Flipper ist der Verpackung entstiegen. (Bild: Florian Bottke)
  • Der Frequenzscanner in Verbindung mit einem Autoschlüssel (Bild: Florian Bottke)
  • Die UID wurde ausgelesen. (Bild: Florian Bottke)
  • Auch Amiibos können emuliert werden. (Bild: Florian Bottke)
  • Die Kontaktpunkte für die Schnittstelle (Bild: Florian Bottke)
  • Die GPIO-Leiste des Flipper Zero (Bild: Florian Bottke)
  • Das Plug-in Musicplayer auf dem Flipper Zero (Bild: Florian Bottke)
  • Das Firmware-Update wird durchgeführt. (Bild: Florian Bottke)
  • Der Delfin bedankt sich für die Unterstützung. (Bild: Florian Bottke)
  • qFlipper bietet ein Update an. (Bild: Florian Bottke)
  • Über die mobilen Apps können unter anderem die ausgelesenen Schlüssel verwaltet werden. (Bild: Florian Bottke)
  • Die Webapplikation My Flipper (Bild: Florian Bottke)
Der Flipper ist der Verpackung entstiegen. (Bild: Florian Bottke)

An der Oberseite des Gehäuses befindet sich eine GPIO-Leiste zur Ansteuerung externer Hardware. Sie wird mit 3,3 Volt betrieben, ist aber 5-Volt-tolerant. Die Schräge auf der linken Seite enthält den Infrarot-Transceiver.

Auf der Unterseite befindet sich der Slot für die Micro-SD-Karte. Er wird unter anderem für die Datenbanken benötigt, welche die Firmware des Flipper Zero nutzt. Auf der rechten Seite befindet sich die USB-C-Buchse, mit der das Gerät geladen und mit einem Rechner verbunden werden kann. Zwischen dem Micro-SD-Slot und der USB-C-Buchse befindet sich noch eine Öse, an der ein Band befestigt werden kann.

Das Herz der Maschine

Herz des Flipper Zero ist der STM32WB55, ein Mikrocontroller von STMicroelectronics. Darin befinden sich ein ARM Cortex M4, der mit 64 MHz getaktet ist und als Applikationsprozessor dient, sowie ein ARM Cortex-M0+, der mit 32 MHz getaktet ist, als Netzwerkprozessor. Daneben verfügt der Mikrocontroller über 1 Megabyte Flashspeicher und 256 KByte SRAM.

In der Theorie sollte der Flipper Zero mit einer Batterieladung ungefähr 30 Tage durchhalten. So war zumindest die Aussage während der Kickstarter-Kampagne, mittlerweile werden sieben Tage Laufzeit angegeben. Es handelt sich um eine Li-Po-Batterie mit einer Kapazität von 2.000 mAh. Geladen wird sie über den USB-C-Anschluss des Flipper Zero.

Im Gerät selbst ist eine Vielzahl an meist drahtlosen Schnittstellen implementiert. Sie werden als Subsysteme bezeichnet.

Sub-GHz-System

Der Flipper-Zero hat eine Antenne für Frequenzen unterhalb eines Gigahertz, die in Verbindung mit dem CC1101-Chip genutzt wird. In der Terminologie des Gerätes ist dies das Sub-GHz-System. Innerhalb dieses Frequenzbereiches bewegen sich Geräte wie Garagentore, Autoschlüssel und andere mehr oder weniger smarte IoT-Geräte wie schaltbare Steckdosen. Ein Teil der Frequenzen unterhalb eines Gigahertz gehört zu den ISM-Bändern.

Auch wenn das System als Sub-GHz-System bezeichnet wird, bedeutet das nicht, dass mit dem Flipper Zero alle Frequenzen unterhalb eines Gigahertz genutzt werden können.

Der CC1101 von Texas Instruments wird als sparsamer Transceiver angeboten. Er unterstützt die Frequenzbänder 300 bis 348 MHz, 387 bis 464 MHz und 779 bis 928 MHz. Damit stehen auch nur diese Frequenzen im Sub-GHz-System zur Verfügung.

Im Flipper Zero befindet sich ein Frequenzscanner, mit dem innerhalb dieser Bänder ermittelt werden kann, auf welcher Frequenz das System sendet. Dazu wird der entsprechende Sender aktiviert, während der Frequenzscanner läuft.

  • Der Flipper Zero im Außeneinsatz (Bild: Florian Bottke)
  • Der Flipper ist der Verpackung entstiegen. (Bild: Florian Bottke)
  • Der Frequenzscanner in Verbindung mit einem Autoschlüssel (Bild: Florian Bottke)
  • Die UID wurde ausgelesen. (Bild: Florian Bottke)
  • Auch Amiibos können emuliert werden. (Bild: Florian Bottke)
  • Die Kontaktpunkte für die Schnittstelle (Bild: Florian Bottke)
  • Die GPIO-Leiste des Flipper Zero (Bild: Florian Bottke)
  • Das Plug-in Musicplayer auf dem Flipper Zero (Bild: Florian Bottke)
  • Das Firmware-Update wird durchgeführt. (Bild: Florian Bottke)
  • Der Delfin bedankt sich für die Unterstützung. (Bild: Florian Bottke)
  • qFlipper bietet ein Update an. (Bild: Florian Bottke)
  • Über die mobilen Apps können unter anderem die ausgelesenen Schlüssel verwaltet werden. (Bild: Florian Bottke)
  • Die Webapplikation My Flipper (Bild: Florian Bottke)
Der Frequenzscanner in Verbindung mit einem Autoschlüssel (Bild: Florian Bottke)

Signale können im Sub-GHz-System auch roh aufgezeichnet werden. Allerdings sollte beachtet werden, dass es sich beim Flipper Zero nicht um ein Software Defined Radio (SDR) handelt und somit das Signal bei der Rohaufzeichnung nicht immer komplett aufgezeichnet wird.

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 Hackingtool Flipper Zero: Der universelle CyberdelfinRFID, NFC, Bluetooth und Infrarot 
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interlingueX 04. Aug 2022 / Themenstart

Ja, ist 'ne schöne Vorstellung, sich einzuwählen und jemandes durch die...

Tommy_ 03. Aug 2022 / Themenstart

Ich danke dir für die konkreten Beispiele :-)

sigii 02. Aug 2022 / Themenstart

Für richtiges SDR brauchst du dieses Spielzeug aber auch nicht...

pengpong 02. Aug 2022 / Themenstart

ich würd ja sagen... noch nicht ;) dafür gibt's schon Snake als plugin, ähnlich episch :-p :D

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