Abo
  • Services:
Anzeige
Der Handel mit Spionagesoftware ist alles andere als ethisch.
Der Handel mit Spionagesoftware ist alles andere als ethisch. (Bild: Hacking Team)

Spionagesoftware verbreitet sich wie ein Virus

Seine Software verkaufte das Hacking Team nicht nur über Mittelsmänner, sondern auch über private Firmen, darunter eine in Deutschland. Intech Solutions aus Neufahrn bei München will die Spionagesoftware des Hacking Teams unter anderem Behörden geliefert haben und besteht darauf, sämtliche Exportverbote eingehalten zu haben. Aber auch dieses Unternehmen liefert offenbar an Kunden mit zweifelhaften Absichten, wie ein Bericht des Rechercheverbunds aus NDR, WDR und Süddeutscher Zeitung belegt.

Anzeige

Intech Solutions gab die Spionagesoftware demnach an die kurdische Regionalregierung im Nordirak. Das war 2011, lange bevor der islamische Staat auftrat und die Kurden für ihren Kampf gegen ihn mit Waffen beliefert wurden. Stattdessen wurde die Software benutzt, um innerkurdische Ziele auszuspähen.

Die Guten sind die Bösen

Das Hacking Team muss davon gewusst haben, denn der beauftragte Techniker leitete laut Bericht mehrere Dokumente in das Hacking-Team-Hauptquartier in Mailand. Gegenüber Journalisten rechtfertigte sich der Techniker, der Kunde sei ja eine demokratisch gewählte Regierung. Er arbeite für die Guten, nicht für die Bösen. Er habe auch bei dem französischen Spionagesoftware-Hersteller Vupen angefragt. Der hätte aber abgelehnt.

Dass die Privatwirtschaft sich oft außerhalb staatlicher Kontrollen Übergriffe leistet, zeigt auch das Beispiel der Privatarmee des US-Sicherheitsunternehmens Blackwater Worldwide. Sie wurde von der US-Regierung beauftragt, die US-Armee im Irak zu unterstützen. Die Söldner begingen jedoch schwere Misshandlungen und auch Morde im Irak. Vier wurden wegen Mordes zu lebenslanger Haft verurteilt.

Schlimmer als ein Virus

Das Hacking Team verbreitet eine womöglich tödliche Software unter zweifelhaften Regimen, die auch Dissidenten ausspähen. Das führt womöglich zu deren Verhaftungen oder sogar zu ihrer Ermordung. Hier versagen staatliche Stellen als Kontrollinstanzen gänzlich, vor allem auch deshalb, weil sie, wie die Carabinieri in Italien, die Software selbst nutzen. Dabei entsteht ein Untergrund, der noch gefährlicher sein könnte als sämtliche zweifelhafte Foren und bisherigen Übertritte der Geheimdienste zusammen.

IMHO ist der Kommentar von Golem.de. IMHO = In My Humble Opinion (Meiner bescheidenen Meinung nach)

 Hacking Team: Eine Spionagesoftware außer Kontrolle

eye home zur Startseite
MoodyMammoth 21. Jul 2015

Das glaubst Du jetzt nicht wirklich, oder???? Wenn doch, setz die Drogen ab, die...

jt (Golem.de) 20. Jul 2015

You're absolutely right. I misread the passage. Although sex trafficking does include...

Prinzeumel 18. Jul 2015

Kein Plan. Aber könnte ganz gut zu "der pate" passen. ^^

Prinzeumel 18. Jul 2015

Du warst offensichtlich nie auf einer s21 Demo.

Niaxa 18. Jul 2015

Und Gummi gab es vor dem Kaugummi, was willst jetzt damit sagen? Klar gabs den Brennstoff...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Hirschvogel Holding GmbH, Denklingen
  2. HOMAG GmbH, Schopfloch
  3. T-Systems International GmbH, Ulm
  4. energy & meteo systems GmbH, Oldenburg


Anzeige
Top-Angebote
  1. 89,90€ (Vergleichspreis ab 129,84€)

Folgen Sie uns
       


  1. Razer Core im Test

    Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System

  2. iPhone-Hersteller

    Apple testet 5G-Technologie

  3. Cern

    Der LHC ist zurück aus der Winterpause

  4. Jamboard

    Googles Smartboard kommt in den USA auf den Markt

  5. Überwachung

    Wikipedia darf nun doch die NSA verklagen

  6. Prototypen

    BOE zeigt AMQLED-Displays mit 5 und 14 Zoll

  7. Passwortmanager

    1Password bietet sichere Passwörter beim Grenzübertritt

  8. QD-LCD mit LED-BLU

    Forscher kritisieren Samsungs QLED-Marketing

  9. Amazon, Maxdome, Netflix und Co.

    EU will europäische Filmquote etablieren

  10. XPS 13 (9365) im Test

    Dells Convertible zeigt alte Stärken und neue Schwächen



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
The Surge im Test: Frust und Feiern in der Zukunft
The Surge im Test
Frust und Feiern in der Zukunft
  1. Wirtschaftssimulation Pizza Connection 3 wird gebacken
  2. Mobile-Games-Auslese Untote Rundfahrt und mobiles Seemannsgarn
  3. Spielebranche Beschäftigtenzahl in der deutschen Spielebranche sinkt

Redmond Campus Building 87: Microsofts Area 51 für Hardware
Redmond Campus Building 87
Microsofts Area 51 für Hardware
  1. Windows on ARM Microsoft erklärt den kommenden x86-Emulator im Detail
  2. Azure Microsoft betreut MySQL und PostgreSQL in der Cloud
  3. Microsoft Azure bekommt eine beeindruckend beängstigende Video-API

3D-Druck bei der Bahn: Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
3D-Druck bei der Bahn
Mal eben einen Kleiderhaken für 80 Euro drucken
  1. Bahnchef Richard Lutz Künftig "kein Ticket mehr für die Bahn" notwendig
  2. Flatrate Öffentliches Fahrradleihen kostet 50 Euro im Jahr
  3. Nextbike Berlins neues Fahrradverleihsystem startet

  1. Re: Demnächst geplant: 30%-Quote für asiatische...

    My1 | 11:56

  2. Re: Grundlos?

    M.P. | 11:55

  3. Wie siehts eig. mit australien aus?

    My1 | 11:54

  4. Re: 1Terabit braucht in 10 Jahren keiner mehr...

    __destruct() | 11:54

  5. Re: Taugen Passwortmanager was?

    david_rieger | 11:54


  1. 12:01

  2. 11:57

  3. 11:32

  4. 11:21

  5. 10:52

  6. 10:40

  7. 10:19

  8. 10:00


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel