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Mit dem Markenrecht gegen APT28
Mit dem Markenrecht gegen APT28 (Bild: Fancy Bear)

Hacking: Microsoft beschlagnahmt Fancy-Bear-Infrastruktur

Mit dem Markenrecht gegen APT28
Mit dem Markenrecht gegen APT28 (Bild: Fancy Bear)

Um gegen die Hackergruppe Fancy Bear vorzugehen, nutzt Microsoft das Markenrecht und beschlagnahmt Domains. Die kriminellen Aktivitäten der Gruppe würden "die Marke und den Ruf" des Unternehmens schädigen. Komplett stoppen lassen sich die Aktivitäten aber auch auf diesem Wege nicht.

Microsoft geht offensiv gegen die Hackergruppe APT28 vor, die auch unter dem Namen Fancy Bear bekannt ist. Microsoft verwendet für die Gruppe den Namen Strontium. Der Gruppe werden zahlreiche Angriffe auf verschiedene Infrastrukturen zugeschrieben, etwa der Hack des Deutschen Bundestages. Zahlreiche Sicherheitsfirmen gehen davon aus, dass es sich bei APT28 um eine Initiative des russischen Geheimdienstes FSB handelt, der russische Präsident Wladimir Putin bestreitet das.

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Das Unternehmen hat in den vergangenen Monaten offenbar erfolgreich Infrastruktur der Gruppe beschlagnahmen lassen, wie The Daily Beast berichtet. Auch wenn Microsoft in den meisten Fällen nicht an die eigentlichen Server kommen wird, kann eine Beschlagnahmung und Umleitung der Domains die Operationen empfindlich stören.

Spear-Phishing-Angriffe

Fancy Bear setzt vor allem auf sogenannte Spear-Phishing-Angriffe. Die potentiellen Opfer bekommen dabei zum Beispiel gefälschte Login-Prompts vorgesetzt und werden aufgefordert, ihre Zugangsdaten einzutragen. Dazu wurden in der Vergangenheit Domains wie livemicrosoft.net oder rsshotmail.com genutzt. Mit dem Vorgehen verletzt Fancy Bear aber nach Angaben von Microsoft die Markenrechte des Unternehmens, das Gericht sieht dies offenbar auch so. Mit ihren kriminellen Operationen würde Fancy Bear die "Marke und den Ruf" von Microsoft schädigen. Eine vollständige Auflistung der Domains bieten die Gerichtsdokumente.

Wenn infizierte Rechner jetzt die Command-und-Control-Domains von Fancy Bear aufrufen, werden sie nicht zu den Angreifern weitergeleitet, sondern zu Microsoft selbst. Dem Unternehmen ist es demnach nach eigenen Angaben gelungen weitere, bislang unbekannte Opfer, von Fancy Bear aufzuspüren.

Microsoft kann mit diesem Vorgehen die Operationen der Gruppe stören, wird diese aber nicht zum Erliegen bringen. Denn Fancy Bear verwendet oft auch Domains, die spezifisch den Opfern zuzuordnen sind und die keine Verbindung zu Markennamen von Microsoft haben.


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chefin 24. Jul 2017

Noch besser geht Rechtstaatlichkeit eigentlich nicht. Die haben nicht einfach etwas...

Bassa 24. Jul 2017

Eigentlich ist die Beschlagnahmung ein staatlicher Akt. Damit beschlagnahmt Microsoft...



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