Abo
  • Services:
Anzeige
Eine Drohne bei einer Ausstellung in Dubai
Eine Drohne bei einer Ausstellung in Dubai (Bild: Jonathan Gibbons/Getty Images)

Hacking: Drohnen müssen besser geschützt werden

Eine Drohne bei einer Ausstellung in Dubai
Eine Drohne bei einer Ausstellung in Dubai (Bild: Jonathan Gibbons/Getty Images)

Je mehr Drohnen durch die Lüfte fliegen, desto größer ist die Gefahr, dass die Fluggeräte durch Hacker manipuliert werden. Klingt logisch. Trotzdem sind sich manche Länder dieser Gefahr nicht bewusst. Einheitliche Drohnengesetze sollten her.
Von Ferdinand Thommes

Drohnen sind aus dem privaten, industriellen und humanitären Bereich kaum noch wegzudenken. Doch mit ihrer Verbreitung mehren sich Nachrichten im Zusammenhang mit den Flugobjekten - seien es Beinahezusammenstöße von Drohnen und Flugzeugen, Verletzungen von unbeteiligten Personen oder Beschwerden von Menschen, die sich durch mit Kameras bewehrte Drohnen in ihrer Privatsphäre gestört fühlen.

Anzeige

Für all diese Bereiche ist der Gesetzgeber in der Pflicht, Regeln zu schaffen, die Schlimmeres verhindern. Dabei gilt es, Anwendungsbereiche der unterschiedlichen Klassen unbemannter Flugkörper abzudecken, aber auch, Rechte zu wahren und die Entwicklung des Marktes nicht unnötig zu behindern. Das behandeln die einzelnen Länder unterschiedlich, eine einheitliche Gesetzgebung muss her. Auch, um die notwendigen Drohnen vor Hacking zu schützen.

Gesetzliche Regelungen fehlen

So steckt die Regulierung des zivilen Flugverkehrs mit Drohnen in den USA noch in den Anfängen. Zuständig ist eigentlich die Federal Aviation Administration (FAA). Sie kann zwar selbst keine Gesetze erlassen, muss dem Gesetzgeber im Bedarfsfall aber Vorschläge unterbreiten. Die FAA zog sich aber erst einmal aus der Affäre, indem sie Drohnen als Modellflugzeuge einordnete, für die sie nicht zuständig sei. Bis 2013 war der kommerzielle Einsatz von unbemannten Flugkörpern in den USA nicht möglich. Auch heute noch muss jeder kommerzielle Flug per FAA Section 333 Exemption & COA beantragt werden. Selbst die kommerzielle Ausbildung von Drohnenpiloten ist verboten, erlaubt ist lediglich die unentgeltliche Unterrichtung.

Die FAA mauert

Die Verhaltensregeln der FAA für Flüge ohne Genehmigung gelten lediglich für Hobbyflieger und lassen sich unter Einsatz gesunden Menschenverstands zusammenfassen. Dabei verkennt die FAA die Situation, denn nahezu alle gemeldeten Vorfälle mit Drohnen stammten aus dem Betrieb von privat genutzten Fluggeräten. Die FAA beachtete zudem den wachsenden kommerziellen Markt einfach nicht, so dass aus der Politik in den letzten zwei Jahren Stimmen laut wurden, die das Verhalten der FAA als Ausbremsen der Wirtschaft, Verhinderung von Arbeitsplätzen und Ausfall von Steuergeldern bezeichnen.

Derweil schürt die FAA seit Jahren in einer beispiellosen Pressekampagne eine diffuse Angst vor Drohnen, deren Sinn Eingeweihte in der Wahrung der Pfründe der FAA, nämlich die der zivilen Luftfahrt sehen. Die Academy of Model Aeronautics (AMA), eine gemeinnützige Organisation zur Förderung des Modellflugs, hat in einer breitangelegten Untersuchung (PDF) die Kampagne der FAA analysiert und viele der angeblichen Fakten widerlegt. Der Gesetzgeber hat die FAA im Februar 2015 angewiesen, ein Regelwerk auszuarbeiten, das binnen drei Jahren in ein Gesetz münden soll.

Frankreich ist vorbildlich

In Europa übernahm Frankreich die Vorreiterrolle und schuf 2012 Gesetzesgrundlagen für den privaten und kommerziellen Betrieb von Drohnen. In Frankreich müssen kommerzielle Nutzer ihre Fluggeräte bei der zivilen Luftfahrtbehörde wie beim TÜV vorstellen und brauchen eine Sondergenehmigung lediglich für Flüge über belebtem Terrain. Europa arbeitet an einer Harmonisierung der unterschiedlichen Gesetze in den Mitgliedsstaaten. Die EU-Verkehrsminister wollen dafür sorgen, dass neben der Betriebssicherheit auch der Schutz der Privatsphäre im Vordergrund steht. Was die Flugregeln und die Sicherheit anbelangt, so bilden die luftfahrtrechtlichen Bestimmungen der European Aviation Safety Agency (EASA) die Grundlage. Als erste Maßnahme sollen 2016 verbindliche einheitliche Regeln für den Sichtflug von Drohnen erlassen werden.

Deutschland hat strenge Regeln 

eye home zur Startseite
d0p3fish 24. Nov 2015

Die 50m schätze ich ma kommen aus Wikipedia.

Innovativeuser 24. Nov 2015

Multikopter und Drohnen in einem Artikel miteinander zu verhackstücken finde ich ein...

chefin 24. Nov 2015

Was ist eine Drohne? Ein 30cm Quadcopter oder ein 10m Fluggerät? Wo hört Drohne auf und...

robinx999 23. Nov 2015

Schon wobei ein System das Eingaben generell nur von Autorisierten Quellen Akzeptiert...

Missoni 23. Nov 2015

Nun wenn man sieht, wie die Idustrie Produkte anbietet, wo man alles ganz einfach übers...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Dataport, Altenholz bei Kiel, Hamburg
  2. Transgourmet Deutschland GmbH & Co. OHG, Mainz, Riedstadt
  3. W&W Asset Management GmbH, Ludwigsburg
  4. Nordischer Maschinenbau Rud. Baader GmbH & Co. KG, Lübeck


Anzeige
Blu-ray-Angebote
  1. (u. a. Hobbit Trilogie Blu-ray 43,89€ und Batman Dark Knight Trilogy Blu-ray 17,99€)
  2. 27,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  3. 24,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)

Folgen Sie uns
       


  1. Mirai-Nachfolger

    Experten warnen vor "Cyber-Hurrican" durch neues Botnetz

  2. Europol

    EU will "Entschlüsselungsplattform" ausbauen

  3. Krack-Angriff

    AVM liefert erste Updates für Repeater und Powerline

  4. Spieleklassiker

    Mafia digital bei GoG erhältlich

  5. Air-Berlin-Insolvenz

    Bundesbeamte müssen videotelefonieren statt zu fliegen

  6. Fraport

    Autonomer Bus im dichten Verkehr auf dem Flughafen

  7. Mixed Reality

    Microsoft verdoppelt Sichtfeld der Hololens

  8. Nvidia

    Shield TV ohne Controller kostet 200 Euro

  9. Die Woche im Video

    Wegen Krack wie auf Crack!

  10. Windows 10

    Fall Creators Update macht Ryzen schneller



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Essential Phone im Test: Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
Essential Phone im Test
Das essenzielle Android-Smartphone hat ein Problem
  1. Teardown Das Essential Phone ist praktisch nicht zu reparieren
  2. Smartphone Essential Phone kommt mit zwei Monaten Verspätung
  3. Andy Rubin Essential gewinnt 300 Millionen US-Dollar Investorengelder

Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test: Google fehlt der Mut
Pixel 2 und Pixel 2 XL im Test
Google fehlt der Mut
  1. Pixel Visual Core Googles eigener ISP macht HDR+ schneller
  2. Smartphones Googles Pixel 2 ist in Deutschland besonders teuer
  3. Pixel 2 und Pixel 2 XL im Hands on Googles neue Smartphone-Oberklasse überzeugt

Krack-Angriff: Kein Grund zur Panik
Krack-Angriff
Kein Grund zur Panik
  1. Neue WLAN-Treiber Intel muss WLAN und AMT-Management gegen Krack patchen
  2. Ubiquiti Amplifi und Unifi Erster Consumer-WLAN-Router wird gegen Krack gepatcht
  3. Krack WPA2 ist kaputt, aber nicht gebrochen

  1. Das Spiel ist beendet.

    ermic | 23:19

  2. Re: Empfehlung

    Dungeon Master | 23:14

  3. Ich kann daran nichts gutes finden

    Bachsau | 23:13

  4. Re: Wo liegt mein Fehler?

    Kite_ | 23:09

  5. Re: Mikrotik betroffen?

    chuck0r | 23:01


  1. 14:50

  2. 13:27

  3. 11:25

  4. 17:14

  5. 16:25

  6. 15:34

  7. 13:05

  8. 11:59


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel