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Hacking-Cyberdeck: Community soll helfen, den Flipper One zu verwirklichen

Der Flipper One soll wesentlich mehr können als der Zero. Die Entwickler sind mit den geplanten Features aber überfordert.
/ Johannes Hiltscher
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Das Design des Flipper One erinnert an den beliebten Flipper Zero. (Bild: Flipper Devices Inc.)
Das Design des Flipper One erinnert an den beliebten Flipper Zero. Bild: Flipper Devices Inc.
Inhalt
  1. Hacking-Cyberdeck: Community soll helfen, den Flipper One zu verwirklichen
  2. Leistungsfähigere Hardware, wesentlich mehr Möglichkeiten

Mit dem Flipper One hat sich das Entwicklerteam des so beliebten wie umstrittenen Flipper Zero viel vorgenommen: Das kompakte Gerät soll eine eigenständige Linux-Plattform sein, allerdings mit vollständig offenem Code. Der Flipper One soll ohne zusätzliche Treiber und Firmware allein mit dem Vanilla Kernel laufen. Bei ARM-SoC (Systems-on-Chip) ist das keine Selbstverständlichkeit, proprietäre Treiber und Firmware-Blobs sind die Regel.

Für die Entwickler um Pavel Zhovner war das Ziel vielleicht zu groß. Deshalb verbinden sie die Vorstellung des Flipper One(öffnet im neuen Fenster) mit einem Aufruf an die Community, bei der Entwicklung zu helfen. Die Entwickler öffnen ihre interne Entwicklungsplattform(öffnet im neuen Fenster). Unterstützer können sich anmelden, um die Entwicklung mit voranzutreiben. Dazu gibt es eine Stellenausschreibung: Gesucht wird ein Manager für Community und Entwicklerportal.

Bereits im Jahr 2024 hatte es kurzzeitig Hinweise auf den Flipper One gegeben. Seitdem veränderten die Entwickler die Hardware-Spezifikation grundlegend: Statt eines i.MX6 von NXP soll nun ein leistungsfähigerer RK3576 von Rockchip verbaut werden. Bereits vor dem Aufruf an die Community hatten sie mit Collabora die Arbeit an freien Treibern und Firmware begonnen.

Vieles funktioniert bereits, oft aber noch eingeschränkt

Eine Übersicht über die einzelnen Baustellen der Linux-Software zeigt, dass bereits einiges an Funktionalität portiert oder nachimplementiert wurde. Zwei von drei Gruppen proprietärer Software konnten bereits durch eigenen, offenen Code ersetzt werden.

Die Übersicht zeigt aber auch: Vieles funktioniert noch nicht vollständig, teilweise sogar weniger als mit dem angepassten Kernel 6.1 von Rockchip. Insbesondere die Energieverwaltung benötigt wohl noch Arbeit, auch die Treiber für NPU und Video-Codecs sind unfertig.

Den Binär-Blob für das Training der LPDDR5-Links konnten die Entwickler bislang noch nicht ersetzen, wohl weil erforderliche Unterlagen fehlen. Zumindest werden Unterstützer aufgefordert, "Rockchip zu überzeugen, diesen letzten Blob für uns zu öffnen".

Die neue Hardware erweitert die Möglichkeiten des Flipper One gegenüber dem Vorgänger deutlich.


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