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Leistungsfähigere Hardware, wesentlich mehr Möglichkeiten

Die je vier ARM Cortex-A72- und Cortex-A53-Kerne des RK3576 sollen es ermöglichen, Software Defined Radio (SDR) direkt auf dem SoC laufen zu lassen. Mit 6-TOPS-NPU, Mali-G53-MC3-GPU und 8 GByte LPDDR5-RAM soll der Flipper One auch etwa für lokale KI genutzt werden können. Die Entwickler wollen ein eigenes Modell trainieren, das bei der Arbeit mit dem Flipper One unterstützen soll.

Eingebautes Mikrofon und Lautsprecher sollen auch Sprachkommunikation mit dem Gerät ermöglichen. Erweiterungen lassen sich zudem nicht nur per GPIO, sondern auch als M.2-Modul per PCIe anbinden. Geplant sind aktuell ein 5G- sowie ein NTN-Modem (Non-terrestrial Networks) für Satellitenkommunikation. Fest integriert sind hingegen Wi-Fi 6E (IEEE 802.11ax) sowie zwei Gigabit-Ethernet- und drei USB-3.1-Ports mit 5 GBit/s.

Wie der Arduino Uno Q (Test) soll auch der Flipper One neben dem ARM-SoC einen Mikrocontroller nutzen. Verbaut werden soll der RP2350 (Test), der die Funktionalitäten des Flipper Zero abbildet und das Display ansteuert. Im Gegensatz zu anderen SBCs soll die Funktionalität des RP2350 auch bei ausgeschaltetem SoC nutzbar sein. Das senkt den Energiebedarf für Funktionen, die nicht die Rechenleistung des ARM-SoC benötigen.

Immer ein sauberes System

Der RP2350 soll zudem den Boot-Prozess des RK3576 steuern, was den Entwicklern ebenfalls noch Probleme zu bereiten scheint. Spannendes haben die Entwickler beim Linux-System vor: Es soll über Profile sauber zwischen verschiedenen Anwendungsszenarien umschalten können. Das Betriebssystem startet mit verschiedenen Einstellungen sowie Sätzen an installierten Paketen. Das soll ein Zumüllen einer Installation vermeiden.

Die Grundlage soll Debian sein, die Entwickler arbeiten zudem an einer eigenen Benutzeroberfläche. Die soll an das kleine eingebaute Display (64 Graustufen, 256 x 144 Pixel) angepasst und über die wenigen Buttons und ein kleines Touchpad bedienbar sein.

Schweizer Taschencomputer

Die geplante Funktionalität des Flipper One erinnert an ein Schweizer Taschenmesser: Neben den Möglichkeiten, verschiedene Signale zu erzeugen und zu verarbeiten sowie Netzwerk-Traffic zu analysieren, soll er auch als portabler Computer und Media Player dienen. Dafür können Monitore per HDMI oder USB-C-Displayport-Alt-Mode angeschlossen werden.

Der aktuelle Prototyp des Flipper One misst in Breite, Höhe und Tiefe 155 x 67 x 40 mm. Aktuell sind ein 24-Wh-Akku sowie ein 64-GByte-UFS2.2-Speicher geplant, letzterer kann per SD-Karte erweitert werden. Das Gehäuse besteht aus Kunststoff und ist zum Schutz teils mit TPU-Elementen bestückt. Die Rückseite bildete ein Aluminiumkühlkörper.

Wie lange die Entwicklung noch dauert und was der Flipper One letztlich kosten wird, ist offen.


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