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Hackertool: Flipper Zero bekommt eigenen Appstore

Besitzer eines Flipper Zero können das Hackertool über dessen mobile App neuerdings um von Drittanbietern entwickelte Funktionen erweitern.
/ Marc Stöckel
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Flipper Zero hat jetzt einen eigenen Appstore. (Bild: Flipper Zero)
Flipper Zero hat jetzt einen eigenen Appstore. Bild: Flipper Zero

Unter Bastlern hat sich der Flipper Zero zu einem beliebten Werkzeug entwickelt, das über eine Vielzahl an Schnittstellen verfügt, um darüber mit anderen Geräten zu kommunizieren und beispielsweise Penetrationstests durchzuführen. Egal ob Bluetooth, RFID, NFC, Infrarot, diverse Sub-1-GHz-Frequenzen oder auch das klassische Kabel - der Flipper Zero beherrscht sie alle. Darüber hinaus verfügt das Tool inzwischen über eine äußerst aktive Community, die ständig neue Funktionen entwickelt und diese für andere Nutzer bereitstellt.

Wer seinem Flipper Zero bislang eine neue Funktion hinzufügen wollte, musste diese üblicherweise von Github beziehen(öffnet im neuen Fenster) und sie anschließend auf die Speicherkarte des Gerätes übertragen. Wie unter anderem The Verge berichtet(öffnet im neuen Fenster) , will der Anbieter diese Funktionen jedoch über die zugehörige mobile App(öffnet im neuen Fenster) leichter zugänglich machen. Denn der Flipper Zero erhielt kürzlich einen eigenen Appstore, über den Anwender von ihrem Smartphone aus Tools und Plug-ins von Drittanbietern herunterladen und anschließend per Bluetooth auf das Hackertool übertragen können. Zum Start sollen dort rund 100 Anwendungen zum Download bereitstehen.

Anwendungen durchlaufen Sicherheitsprüfungen

Dank des neuen Marktplatzes, der in der Flipper-App auf dem Tab Hub zu finden ist, sind viele Tools nun an zentraler Stelle versammelt und dadurch leichter auffindbar. "Alle eingereichten Anwendungen durchlaufen manuelle und automatische Prüfungen, um sicherzustellen, dass sie sicher sind und die angegebenen Funktionen ausführen, ohne auf verbotene Tools, Protokolle oder Frequenzen zuzugreifen" , so der Hersteller in einer gestern veröffentlichten Mitteilung(öffnet im neuen Fenster) . Darüber hinaus sollen alle in dem Store angebotenen Anwendungen quelloffen und für jedermann frei zugänglich sein.

Für Entwickler stellt das Unternehmen Tools zur Verfügung, die die Erstellung und das Debugging ihrer in der Programmiersprache C entwickelten Anwendungen erleichtern sollen. Über 350.000 Kunden sind dem Hersteller zufolge bereits im Besitz eines Flipper Zero, "um mit drahtlosen Geräten wie IoT-Sensoren, Fernsehern und Klimaanlagen zu interagieren sowie mit Zugangskontrollsystemen wie Garagentoren, Schranken, ferngesteuerten schlüssellosen Systemen und RFID-Kartensystemen."


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