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Mit diesen Stockfotos wirbt Hackerslist.
Mit diesen Stockfotos wirbt Hackerslist. (Bild: Screenshot: Zeit Online)

Hacker werden zu Ein-Mann-Unternehmen

Der Kriminologe David S. Wall von der Universität Durham ist ein weltweit anerkannter Experte auf dem Gebiet der Cyberkriminalität. Im Gespräch mit Zeit Online sagt er: "Diese Seiten stellen ein potenzielles Problem für die Verfolgung von Cyberkriminalität dar, weil sie jedem, der eine kriminelle Absicht hegt, erlauben, diese in die Tat umzusetzen, unabhängig von seinen IT-Kenntnissen." Es sind nur ein paar Mausklicks bis zur Cyberattacke - darin besteht die große Gefahr.

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Längst sind es nicht mehr die Geheimdienste oder kriminelle Organisationen wie die Syrische Elektronische Armee, die Cyberattacken durchführen, sondern kleine, gut ausgebildete Hackereinheiten, häufig Ein-Mann-Unternehmen, die in ihren Stuben die Sicherheitsarchitektur bedrohen.

Die Hemmschwelle im anonymen Netz ist niedrig. Die Hackergruppe Lizard Squad, die vergangenes Jahr zahlreiche Spieledienste mit DDoS-Angriffen lahmlegte, hat zum Jahreswechsel einen Service vorgestellt, mit dem jeder Attacken auf einen ausgewählten Server ausführen lassen kann. Eine Stunde soll etwa 70 US-Dollar kosten. Inzwischen wurde Lizard Squad allerdings selbst Opfer eines Hacks: Im Internet tauchten Dokumente mit "Kundendaten" auf. Zuvor hatte das FBI ein mutmaßliches Mitglied der Gruppe verhaftet.

Neue Herausforderungen für die Sicherheitsbehörden

Nach dem Erscheinen des Artikels in der New York Times wurde auch die Seite von Hackerslist von Besuchern überschwemmt. Die Server waren stundenlang überlastet. Das zeigt, dass es ein großes Interesse und eine Nachfrage gibt.

Und Hackerslist ist nicht die einzige Website. Im Netz kursieren Dutzende Seiten, sogar ein Bewertungsportal gibt es. Die Seite HackerforHire.com bietet einen Background-Check fremder Facebook-Profile an. "Finde heraus, ob dein Freund oder deine Freundin dich betrügt", heißt es. Bereits seit einigen Jahren gibt es das Angebot NeighborhoodHacker. Dessen Betreiber sagt, dass er nur "zertifizierte, ethisch handelnde Hacker" vermitteln würde.

Der Sicherheitsexperte Thomas G.A. Brown, der beim Beratungsunternehmen FTI Consulting in New York für globale Risiken zuständig ist, sagt: "Die Tatsache, dass man Hacker anonym anheuern kann, um bösartige Angriffe durchzuführen, macht die Nutzung von Computern unsicherer." Das Hackers-for-Hire-Phänomen stellt die Sicherheitsbehörden vor große Herausforderungen. Der Cyberangriff auf Sony war für alle wahrnehmbar und löste ein mediales Echo aus. Die eigentliche Gefahr ist unsichtbar. Sie lauert im Alltag - und kommt auf leisen Sohlen daher.

 Hackerslist: Rent a Hacker

eye home zur Startseite
Dwalinn 22. Jan 2015

Oder einfach 30 Cent in einen Umschlag stecken und per Post verschicken wenns dir so...

Dwalinn 22. Jan 2015

Vor 2 jahren wurde auch ein Hacker geholt um unsere Sicherheit zu teste... Ergebnis war...

TC 21. Jan 2015

ich wollt damit eher sagen, das sie ihre Stock-Fotos nicht represantiv ausgewählt haben ;P

Jasmin26 21. Jan 2015

..... und wo sind jetzt die ähmmmmm ...profis ?

Zombonia 21. Jan 2015

Was immer noch falsch vermittelt wird: https://stallman.org/articles/on-hacking.html



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