Hackerangriffe: USA will Cyberattacken mit Sanktionen bestrafen

Künftig sollen Gruppen oder staatlich unterstützte Angreifer auf IT-Infrastrukturen in den USA mit finanziellen Sanktionen belegt werden. US-Präsident Obama hat einen entsprechenden Exekutiverlass verfügt.

Artikel veröffentlicht am , /dpa
US-Präsident Barack Obama will finanzielle Sanktionen gegen Cyberangriffe.
US-Präsident Barack Obama will finanzielle Sanktionen gegen Cyberangriffe. (Bild: Mandel Ngan/AFP/Getty Images)

Die weiter zunehmende Anzahl der Hackerangriffe auf die IT-Infrastrukturen in den USA stuft US-Präsident Barack Obama als "nationalen Notfall" ein. Mit einem Exekutiverlass verfügte er am Mittwoch, die Verantwortlichen für Cyberattacken mit Sanktionen zu belegen, wie das Weiße Haus in Washington mitteilte.

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Der Erlass erlaubt dem US-Finanzministerium, Personen und Einrichtungen, die hinter Cyberangriffen oder -spionage stehen, mit Sanktionen zu belegen. Dazu zählen auch andere Staaten. Der Fokus liege vor allem auf Bedrohungen aus Übersee.

Die Bedrohungen durch Hacker gehörten zu den größten Herausforderungen für die Wirtschaft und nationale Sicherheit des Landes. Gezielte Strafmaßnahmen seien für die US-Regierung "ein neues und mächtiges Werkzeug, gegen die Schlimmsten der Schlimmsten vorzugehen", schrieb Obama in einer Begründung.

Schwierige Zuordnung

Der jüngste Erlass ist eine von vielen Maßnahmen, die die US-Regierung nach Bekanntwerden eines Einbruchs auf die Server von Sony Pictures beschlossen hat, darunter die Gründung einer Behörde gegen Cyberangriffe und die Meldepflicht für Hackerattacken. Außerdem sollen der Verkauf von Kreditkartendaten und andere Finanzinformationen unter Strafe gestellt werden. Gerichte sollen auch Anordnungen erlassen können, um Botnetze abzuschalten.

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Nach den Angriffen auf die IT-Infrastruktur von Sony Pictures hatte das FBI schnell Nordkorea als Urheber ausgemacht. Allerdings bleiben immer noch Zweifel, ob die Angreifer tatsächlich in dem abgeschotteten Land beheimatet sind. Wie schwierig es ist, solche Angriffe einer bestimmten Gruppe zuzuordnen, zeigt die Analyse des Spionagewerkzeugs Casper. Häufig hinterlassen Angreifer zwar Hinweise in ihrer Malware, ein eindeutiges Festmachen an einer Gruppe oder einer Person ist oftmals nahezu unmöglich.

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