Hackerangriff in Anhalt-Bitterfeld: Politik setzt auf unbürokratische Lösungen

Nach dem Hackerangriff auf die IT-Infrastruktur des Landkreises Anhalt-Bitterfeld sollen die Folgen für die Bevölkerung abgefangen werden.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Rathaus in Köthen
Rathaus in Köthen (Bild: Michael Sander/CC-BY-SA 3.0)

Mit eher unbürokratischen Lösungen sollen die Folgen für die Bevölkerung nach dem Hackerangriff in Anhalt-Bitterfeld abgefangen werden. Die Geldleistungen etwa für Sozialhilfeempfänger in Anhalt-Bitterfeld können nach Angaben des Landkreises ausgezahlt werden. Das gilt zumindest für bestehende Ansprüche, bei Neuanträgen soll aber auch individuell geholfen werden.

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"Wir wollen und werden niemanden im Regen stehen lassen", sagte Landrat Andy Grabner (CDU) der Deutschen Presse-Agentur. Nach dem Hackerangriff in der vergangenen Woche kann die Stadtregierung bei Empfängern von Sozialhilfe weiterhin nicht auf die Datensätze zugreifen. Daher wird zunächst die Summe ausgezahlt, die im Juni überwiesen wurde.

"Wir haben ja die Leistungen im Vormonat gezahlt und wir würden dann auf diese Überweisungsträger zurückgreifen." Wenn es in der Zwischenzeit eine Abweichung von dem Betrag gab, werde zu gegebener Zeit eine Nachberechnung erfolgen, so der Landrat weiter.

Politik ist auf Mitarbeit der Betroffenen angewiesen

Auch die Barauszahlungen sollen erfolgen. Wer den Leistungsbescheid vorweisen kann, bekomme das Geld anhand dessen ausbezahlt. "Wir sind natürlich in gewisser Weise auch auf die Mithilfe von den Betroffenen angewiesen", sagte Grabner weiter.

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Auch wenn Neuanträge noch nicht abschließend bearbeitet wurden, sollen sich die Betroffenen entsprechend beim Amt melden. Die Politik will dann mögliche Lösungen suchen.

Der Landkreis erwartet, ab dem 19. Juli 2021 wieder eingeschränkt leistungsfähig zu sein. Damit wären die IT-Systeme des Landkreises etwa eine Woche nicht benutzbar gewesen. Es wird aber weiterhin Einschränkungen geben, räumte Grabner ein. Vor allem die "bürgerrelevanten Angelegenheiten", also etwa die Auszahlungen oder Kfz-Anmeldungen, sollen wieder gestartet werden.

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Nur die wenigsten Mitarbeiter sind arbeitsfähig

Denn von 900 Mitarbeitern werden zunächst nur 100 ab kommender Woche wieder arbeiten können. Da könne es natürlich sein, dass gewisse Leistungen erst einmal vernachlässigt werden. "Wir müssen jetzt erst mal Prioritäten setzen." "Es kann sein, dass ein Fischereischein beispielsweise nicht beantragt oder ausgehändigt werden kann", sagte der CDU-Mann.

Bei einem Cyberangriff, bei dem Daten verschlüsselt werden, wurden mehrere Server des Landkreises den Angaben zufolge mit sogenannter Ransomware infiziert. Die Quelle der Infektion war zunächst unklar, die Untersuchungen dazu dauern an. Mittlerweile liegt eine Lösegeldforderung in unbekannter Höhe vor. Für den Angriff soll die Windows-Sicherheitslücke Printnightmare ausgenutzt worden sein.

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