Zum Hauptinhalt Zur Navigation

Hackerangriff: Fast 2.000 Zugangsdaten von SPD-Computer entwendet

Die Server der SPD sind von einem unbekannten Hacker attackiert worden. Er soll mindestens 1.900 Zugangsdaten erbeutet haben. Die SPD hat Strafanzeige gestellt.
/ Ingo Pakalski
11 Kommentare News folgen (öffnet im neuen Fenster)
SPD-Homepage (Bild: Golem.de)
SPD-Homepage Bild: Golem.de

Zugangsdaten einschließlich der zugehörigen Kennwörter von mindestens 1.900 Personen hat ein unbekannter Hacker von einem Computer der SPD(öffnet im neuen Fenster) erbeutet, wie der Spiegel berichtet. Auszüge aus diesen Daten sollen im Internet veröffentlicht worden sein. Ein Parteisprecher bestätigte dem Magazin den Vorfall und betonte, dass die SPD Strafanzeige gestellt habe. Die Staatsanwaltschaft Berlin ermittele bereits wegen des "Ausspähens von Daten" .

Vor einigen Wochen soll der mutmaßliche Täter unter dem Pseudonym Zyklon B über Twitter in englischer Sprache bereits verkündet haben, die "Social Democratic Party of Germany" gehackt zu haben. Das betreffende Twitter-Konto nennt als Standort Deutschland und das Pseudonym lässt laut Spiegel auf eine rechte Gesinnung schließen. Zyklon B war ein Schädlingsbekämpfungsmittel, mit dem die Nationalsozialisten Gefangene in Konzentrationslagern umbrachten.

Angriffe auf Server der Nasa, der Esa und der US-Luftwaffe

In Deutschland sei die SPD wohl bislang das einzige Angriffsziel des Hackers, heißt es. Der gleiche Täter verkündete auf Twitter weitere Hackerangriffe auf staatliche Institutionen. So habe er die Server der US-Raumfahrtbehörde Nasa(öffnet im neuen Fenster) gehackt. Auch die Server der US-Luftwaffe(öffnet im neuen Fenster) sollen Opfer der Attacken gewesen sein. Zudem sollen die Computer der europäischen Raumfahrtbehörde Esa(öffnet im neuen Fenster) gehackt worden sein.

Es wird vermutet, dass der Hacker als Teil der Hackergruppe "The Unknowns" ("Die Unbekannten") agiert, die mit dem jüngsten Vorfall erstmals in Erscheinung tritt. Zu den jüngsten Attacken soll es eine Art Erklärung gegeben haben, in der behauptet wird, die Gruppe wolle mit den Angriffen vor allem auf Sicherheitslücken hinweisen.


Relevante Themen