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Hackerangriff auf Uni Gießen: Lange Schlangen für 38.000 neue E-Mail-Passwörter

Die Uni Gießen hat sämtliche Passwörter von Studenten und Mitarbeitern zurücksetzen müssen. Die Hintergründe des mutmaßlichen Hackerangriffs sind weiter unklar.

Artikel veröffentlicht am ,
Die Universität Gießen ist derzeit offline.
Die Universität Gießen ist derzeit offline. (Bild: Ralf Lotys (Sicherlich)/Attribution 2.5 Generic (CC BY 2.5))

Nach einem mutmaßlichen Hackerangriff hat die Universität Gießen sämtliche Passwörter für rund 38.000 E-Mail-Konten von Studenten und Mitarbeitern zurückgesetzt. Aus rechtlichen Gründen sei es erforderlich, sich die neuen Passwörter persönlich abzuholen, teilte die Universität am 16. Dezember 2019 mit (PDF). Hintergrund seien Vorgaben des Deutsche Forschungsnetz-Vereins (DFN), bei dem die Universität Mitglied sei. Alle Betroffenen müssten sich mit einem amtlichen Ausweis legitimieren und könnten keine Vertretung schicken.

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Vor der Passwortausgabe in einer Turnhalle bildeten sich laut Gießener Allgemeine lange Schlangen. Die am Montag gestartete Aktion soll am kommenden Freitag abgeschlossen sein. Wie Studenten bei einem aktuellen Auslandsaufenthalt an ihr Passwort gelangen sollen, wird nicht erläutert.

Seit dem 9. Dezember 2019 ist die Justus-Liebig-Universität (JLU) Gießen nach einem "schwerwiegenden IT-Sicherheitsvorfall" offline. "Internet, E-Mail-Dienst und interne Netzwerke sind nicht nutzbar", hieß es in einem offenen Brief vom 13. Dezember 2019 (PDF). Voraussichtlich könnten Ende der Woche erste gesicherte Aussagen zum Umfang des Schadens an den Servern gemacht werden, schrieb die Uni am Montag auf ihrer Notfall-Webseite.

Virenscans an Endgeräten

In der vergangenen Woche war damit begonnen worden, USB-Sticks mit einer Anti-Viren-Software zu verteilen. Damit sollen die Endgeräte der Beschäftigten gescannt werden. Inzwischen sei ein großer Teil der lokal und ohne Internetverbindung durchgeführten Scans abgeschlossen worden. Eine zweite Scan-Welle sei für den kommenden Mittwoch geplant. Dafür stünden 1.200 USB-Sticks zur Verfügung. Das Hochschulrechenzentrum sei zuversichtlich, die Anti-Viren-Scans noch in dieser Woche abschließen zu können.

Die Hintergründe des Angriffs sind weiter unklar. Nach ersten Einschätzungen habe man es offenbar "mit einer bislang unbekannten Variante einer Schadsoftware zu tun", hieß es. Wegen des Verdachts auf einen Cyber-Angriff wurde Strafanzeige gestellt. Die privaten Endgeräte der Studenten sollen nicht betroffen sein.

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Iruwen 18. Dez 2019 / Themenstart

Ich dachte im ersten Moment das sei frei erfunden.

qq1 17. Dez 2019 / Themenstart

sonst hätte ich davon nichts gewusst. auch sonst sind die gießener in solchen sachen...

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