Abo
  • Services:
Anzeige
Logo von Thyssenkrupp
Logo von Thyssenkrupp (Bild: Patrik Stollarz/Getty Images)

Hackerangriff auf Thyssenkrupp: Winnti spioniert deutsche Wirtschaft aus

Logo von Thyssenkrupp
Logo von Thyssenkrupp (Bild: Patrik Stollarz/Getty Images)

Der Angriff auf Thyssenkrupp soll auf das Konto der Hackergruppe Winnti gehen, die früher Gaming-Plattformen attackiert hat. Weitere deutsche Firmen sollen betroffen sein.

Der massive Spionageangriff auf den Industriekonzern Thyssenkrupp geht nach Informationen der Wirtschaftswoche aus IT-Sicherheitskreisen offenbar auf das Konto einer Hackergruppe mit dem Codenamen Winnti. Demnach ist Winnti nicht nur in die weltweit verzweigten Firmennetze und IT-Systeme von Thyssenkrupp eingedrungen, sondern greift inzwischen auch andere deutsche Unternehmen an. Das konzerneigene Notfallzentrum (Computer Emergency Response Team/CERT) von Thyssenkrupp geht dieser Spur nach.

Anzeige

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) bestätigte der Wirtschaftswoche auf Anfrage, dass Winnti bereits einige Unternehmen in Deutschland infiltriert hat: "Es sind uns mehrere Fälle bekannt."

Bekannt durch Angriffe auf Gaming-Plattformen

Das von Thyssenkrupp erstellte Täterprofil passt auf Winnti. Die Bande ist hochprofessionell, kommt wahrscheinlich aus China oder einem anderen südostasiatischen Land und ist schon seit 2009 aktiv. Ihr Spezialgebiet ist der Einbau gut versteckter Zugänge in Netzen und IT-Systemen. Bekannt wurde Winnti durch erfolgreiche Angriffe auf Gaming-Plattformen - mit dem Ziel, das dort verwendete Spielgeld abzuzweigen und auf dem Schwarzmarkt gegen echtes Geld einzutauschen. Seit 2015 dehnt die Gruppe ihre Aktivitäten auf Cyberspionage gegen Unternehmen aus - nun offenbar auch in Deutschland.

Allerdings können die BSI-Spezialisten nicht eindeutig feststellen, ob tatsächlich nur eine einzige Hackergruppe hinter den Spionageangriffen steckt. "Mittlerweile hat sich das Einsatzspektrum so stark ausgeweitet, dass denkbar ist, dass Winnti als ein relativ fortgeschrittenes und komfortables Werkzeug von mehreren Gruppen eingesetzt wird", heißt es vom BSI. Die Experten halten es demnach für möglich, dass das Tool der Hacker die Runde macht und von weiteren kriminellen Organisationen genutzt wird.

Angst vor Cyberattacken

Welche Unternehmen und Branchen schon Opfer von Winnti in Deutschland geworden sind, hält die Behörde unter Verschluss. Es seien aber mehrere Wirtschaftszweige betroffen. In Großbritannien waren Pharma-Unternehmen das Ziel solcher Späh-Attacken. Informationen darüber, ob das auch in Deutschland der Fall ist, liegen dem BSI bisher nicht vor.

In der deutschen Wirtschaft wächst die Angst, dass weitere Technologie-Unternehmen das Opfer von professionellen Spionageattacken werden. Nach der sechsmonatigen Abwehrschlacht bei Thyssenkrupp könnten sich die Angreifer neuen Zielen zuwenden. Insbesondere die Industrie-Unternehmen wollen deshalb künftig enger zusammenarbeiten und den bisher eher informellen Austausch auf eine stabilere Grundlage stellen.

Dax-Konzerne gründen Sicherheitsorganisation

Im vergangenen Jahr gründeten die vier Dax-Konzerne Volkswagen, BASF, Bayer und die Allianz bereits die Deutsche Cyber-Sicherheitsorganisation (DCSO) mit Sitz in Berlin, die eng mit dem Bundesinnenministerium kooperiert. Zu den Mitgliedern der ersten Stunde zählt auch Thyssenkrupp. Die IT-Verantwortlichen in Essen setzten sofort einen Notruf ab, als die ersten Spuren der Cyberspione in den IT-Systemen gefunden wurden.

Ein Rettungsteam des DCSO rückte aus und gehörte während der gesamten, sechs Monate dauernden Abwehrschlacht zu den von Thyssenkrupp extern zurate gezogenen Sicherheitsspezialisten. Dieses Know-how kann die DCSO jetzt an die nächsten Opfer weitergeben.


eye home zur Startseite
packansack 18. Dez 2016

Kann mich nur anschließen. Das heißt rücke vor! Bis zur Schlossallee.

Proctrap 17. Dez 2016

"von Osten nix neues"

Prinzeumel 16. Dez 2016

..."verkaufen" heißt das und nicht nur einfach "weitergeben"...

Anonymer Nutzer 16. Dez 2016

Jop nix hier



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Ratbacher GmbH, Augsburg
  2. Jobware Online-Service GmbH, Paderborn
  3. HAMBURG SÜD Schifffahrtsgruppe, Hamburg
  4. Josef Meeth Fensterfabrik GmbH & Co. KG, Laufeld


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. 119,99€ (Vorbesteller-Preisgarantie)
  2. 25,99€
  3. 10% Rabatt auf ausgewählte Top Gaming Artikel mit dem Gutscheincode: PICKYOURLOOT

Folgen Sie uns
       


  1. Blue Byte

    Anno 1800 mit Straßenschlachten und dicker Luft

  2. aCar

    Elektrolaster für Afrika entsteht in München

  3. Logitech Powerplay im Test

    Die niemals leere Funk-Maus

  4. Elektroroller

    Einstieg in die Elektromobilität ab 2.000 Euro

  5. Virtuelle Maschinen

    Parallels Desktop 13 holt Touch Bar in Windows

  6. Assassin's Creed Origins Angespielt

    Ermittlungen in der stinkenden Stadt

  7. Windows 10

    Microsoft will auf Zwangsupdates verzichten

  8. Brio 4K Streaming Edition

    Logitech-Kamera für Let's Player und andere Streamer

  9. Vor Bundestagswahl

    Facebook löscht Zehntausende Spammer-Konten

  10. Bilderkennung von Google

    Erste Hinweise auf Lens in der Google-App



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Schifffahrt: Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
Schifffahrt
Yara Birkeland wird der erste autonome E-Frachter
  1. Sea Bubbles Tragflächen-Elektroboote kommen nach Paris
  2. Honolulu Strafe für Handynutzung auf der Straße
  3. Yara Birkeland Autonomes Containerschiff soll elektrisch fahren

Nach Anschlag in Charlottesville: Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
Nach Anschlag in Charlottesville
Nazis raus - aber nur aus PR-Gründen
  1. Bundesinnenministerium Neues Online-Bürgerportal kostet 500 Millionen Euro
  2. EU-Transparenz EuGH bekräftigt nachträglichen Zugang zu Gerichtsakten
  3. Rücknahmepflicht Elektronikschrott wird kaum zurückgegeben

Radeon RX Vega 64 im Test: Schnell und durstig mit Potenzial
Radeon RX Vega 64 im Test
Schnell und durstig mit Potenzial
  1. Vega 64 Strix ausprobiert Asus' Radeon macht fast alles besser
  2. Radeon RX Vega Mining-Treiber steigert MH/s deutlich
  3. Radeon RX Vega 56 im Test AMD positioniert sich in der Mitte

  1. Re: E-Roller für Führerschein A1

    grumbazor | 10:18

  2. Mi Band 2 ?!

    monosurround | 10:18

  3. Besser fände ich Energy Harvesting in der Maus

    ichbinsmalwieder | 10:18

  4. Re: Fiese Preispolitik von Niu

    durchschmidt | 10:18

  5. Re: Theoretisch eine gute Idee....aber in der Praxis?

    Tantalus | 10:17


  1. 10:00

  2. 09:33

  3. 09:00

  4. 07:45

  5. 07:30

  6. 07:15

  7. 18:04

  8. 17:49


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel