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BSI wusste seit Dezember von Hacks

Inzwischen sind mehrere Behörden mit der Aufklärung der Hacks beschäftigt, darunter das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI), das Bundeskriminalamt (BKA), der Verfassungsschutz, der Bundesnachrichtendienst (BND) und die Bundespolizei. Das BSI war nach eigenen Angaben bereits länger über den Hack informiert. "Wir haben schon sehr frühzeitig im Dezember auch schon mit einzelnen Abgeordneten, die hiervon betroffen waren, dementsprechend gesprochen", sagte BSI-Präsident Arne Schönbohm am Freitag dem Fernsehsender Phoenix. Unter anderem sei ein Spezialteam für Hilfestellungen bei Betroffenen (Mobile Incident Response Team) losgeschickt worden.

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Ein betroffener Politiker sagte der Süddeutschen Zeitung, dass sein E-Mail- und sein Facebook-Konto im Sommer vergangenen Jahres von Dritten übernommen worden seien. Er habe Anzeige erstattet, jedoch habe kein Täter ermittelt werden können. Dem Bericht zufolge konnte der Mann die Kontrolle über beide Accounts wiedererlangen. Dabei habe er festgestellt, dass der oder die Täter aktiv gewesen seien: "Ich habe nachvollziehen können, dass mehrere Politiker über meine Accounts angesprochen worden sind", sagte er dem Blatt.

Keine AfD-Politiker betroffen

Bisherigen Ermittlungen zufolge seien keine Politikerinnen oder Politiker der AfD von der Veröffentlichung betroffen, teilte das Bundesinnenministerium am Freitag mit. Daher gab es Spekulationen, dass der Hacker aus der rechten Szene stammen könnte. Als Beleg für diese These wird auch die Tatsache genommen, dass der gehackte Twitter-Account Inhalte favorisiert haben soll, in denen Begriffe wie "linksversiffte Brille", "grenzdebile Gutmenschen" und "nichtsnutzige Fachkräfte" enthalten waren.

Wie viele Accounts tatsächlich gehackt wurden, ist weiterhin unklar. Bei den Grünen sind es vier Politiker, die besonders betroffen sind. Die Kontaktdaten der anderen Politiker können wiederum aus deren Adressbüchern herauskopiert worden sein. Ein erfolgreicher Angriff auf das Netz von Bundestag und Regierung wird bislang ausgeschlossen.

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Klar scheint zumindest, dass die Hacks über einen längeren Zeitraum erfolgten. Manche Dokumente scheinen veraltet zu sein, andere hochaktuell. Ungewöhnlich war in diesem Zusammenhang eher die Tatsache, dass die Daten plötzlich geballt in einem kurzen Zeitraum der Öffentlichkeit präsentiert wurden. Damit hatte offensichtlich auch das BSI nicht gerechnet, so dass andere Behörden nicht speziell über die Hacks einzelner Politiker informiert wurden. Der Linke-Abgeordnete André Hahn empörte sich darüber, dass auch das Parlamentarische Kontrollgremium nicht informiert wurde.

Völlig verhindern lassen sich solche Hacks vermutlich nie. Noch weniger verhindern lässt sich die Veröffentlichung, solange der oder die Hacker nicht entdeckt wurde. Was aber deutlich wurde: Beim Thema Datensicherheit sind vor allem die einzelnen Nutzer gefragt, die mit eigenen Sicherheitsmaßnahmen dazu beitragen können, ihre Accounts und Daten zu schützen. Eine ganze Liste solcher Maßnahmen twitterte aus gegebenem Anlass CCC-Sprecher Frank Rieger. Sein Rat am Ende: "öfter mal nachsehen, was an höchstprivaten Daten (Chatverläufe, Bilder etc.) besser gelöscht gehört ... Dann brennts wenigstens nicht gar so doll an."

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sfe (Golem.de) 09. Jan 2019

Bevor der Thread noch weiter abrutscht wird er geschlossen. Sebastian Fels (golem.de)

BLi8819 07. Jan 2019

1. Youtuber haben auch noch Wissen über andere Dinge, als Youtube 2. Wer sagt, dass es...

froggery 07. Jan 2019

Die Personen mögen teilweise mit geheimen Verschlusssachen betraut sein, aber soweit...

BLi8819 07. Jan 2019

Das setzt voraus, dass man Lehrer hat, die das auch verstehen :-D Aber natürlich...

Grevier 07. Jan 2019

Richtig. :) Der Typ plustert sich auf Twitter aber auch so unnötig auf... Kein Wunder...


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