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Daten sorgfältig aufbereitet

Es ist davon auszugehen, dass der Hacker auch bei den Konten von Politikern und Prominenten so vorgegangen ist. Der Fall erinnert an den sogenannten Hollywood-Hacker Christopher Chaney, der sich den Zugang zu E-Mail-Konten von Prominenten wie der Schauspielerin Scarlett Johansson verschaffte, indem er die Antworten auf die sogenannten Sicherheitsfragen erriet. Wie sich eine Zwei-Faktor-Authentifzierung mit Hilfe eines gehackten Mailbox-Zugangs aushebeln lässt, hat der IT-Sicherheitsexperte Martin Vigo zuletzt auf dem Hacker-Kongress 35C3 in Leipzig gezeigt.

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Was bei diesem Fall jedoch anders als beim Hollywood-Hacker ist: Die kopierten Daten wurden sorgfältig aufbereitet, so dass sie beispielsweise für politische Aktionen oder Kampagnen genutzt werden könnten. "Bei den Festnetznummern kann es durchaus auch sein, dass Mitarbeiter drangehen", steht beispielsweise in der Datei zu den Grünen. Das heißt, der Hacker geht davon aus, dass die Daten für praktische Zwecke genutzt werden. Der Leak soll auch deshalb der Polizei bekanntgeworden sein, weil einzelne Bürger tatsächlich den früheren SPD-Kanzlerkandidaten Martin Schulz auf dessen Handy anriefen.

Sollen Betroffene eingeschüchtert werden?

Ein gut organisierter Lobbyverband oder eine größere Zeitungsredaktion dürfte bereits über die entsprechenden Kontaktdaten verfügen. Aus diesem Grund hält sich die Brisanz der Daten in Grenzen. Das gilt auch für die veröffentlichten Mailing-Listen. Falls diese überhaupt von außen beliebig erreichbar sind, ließe sich ein Missbrauch durch Spammer relativ leicht eindämmen.

Anders ist es bei den persönlichen Daten wie Word-Dokumenten, Chatprotokollen, Kontodaten oder Personalausweiskopien. Deren Veröffentlichung dient höchstens der Einschüchterung oder der Verunsicherung der Betroffenen. Irgendein politischer Skandal scheint bislang ebenfalls nicht aus den Dokumenten hervorzugehen.

Strafanzeige gegen Unbekannt gestellt

Dabei hat der Hacker sogar einzelne Dokumente besonders herausgestellt. "Google, FB & Whatsapp alles Nazi-Firmen", heißt zu einem Dokument, das Grünen-Chef Robert Habeck zugeschrieben wird. Bild-Chef Julian Reichelt hat bereits angekündigt, das Material "mit Blick auf mögliche strafbare Handlungen, illegale Absprachen oder Bestechlichkeit" zu sichten.

Es ist daher nur konsequent, dass neben dem Grünen-Netzpolitiker Konstantin von Notz auch Habeck Strafanzeige gegen Unbekannt erstattet hat. Wie es zu dem Datendiebstahl kommen konnte, ist für Notz bislang nicht exakt nachvollziehbar. "Die Daten sind divers, aus unterschiedlichen Zeiträumen. Es ist sehr ärgerlich", sagte Notz der Nachrichtenagentur dpa. Da Notz Ausschussobmann der Grünen im NSA-Untersuchungsausschuss war, dürften ihm das Thema Datensicherheit und die Gefahren im Netz durchaus bekannt sein.

 Hackerangriff auf Politiker: Youtuber soll hinter Datenleak steckenBSI wusste seit Dezember von Hacks 
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sfe (Golem.de) 09. Jan 2019

Bevor der Thread noch weiter abrutscht wird er geschlossen. Sebastian Fels (golem.de)

BLi8819 07. Jan 2019

1. Youtuber haben auch noch Wissen über andere Dinge, als Youtube 2. Wer sagt, dass es...

froggery 07. Jan 2019

Die Personen mögen teilweise mit geheimen Verschlusssachen betraut sein, aber soweit...

BLi8819 07. Jan 2019

Das setzt voraus, dass man Lehrer hat, die das auch verstehen :-D Aber natürlich...

Grevier 07. Jan 2019

Richtig. :) Der Typ plustert sich auf Twitter aber auch so unnötig auf... Kein Wunder...


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