Hackerangriff: Angreifer veröffentlichen die Namen von US-Polizisten

Die Crackas With Attitude haben wieder zugeschlagen: Die Hacker, die bereits den E-Mail-Account von CIA-Direktor John Brennann geknackt haben wollen, haben jetzt zahlreiche angebliche Details über US-Agenten und Polizisten veröffentlicht. Als Grund für den Hack gaben sie die US-Politik gegenüber Israel an.

Artikel veröffentlicht am ,
Ein Screenshot des Jabs-Systems.
Ein Screenshot des Jabs-Systems. (Bild: CWA)

Eine Gruppe mit dem Namen Crackas With Attitude hat nach eigenen Angaben zahlreiche Datenbanken von US-Polizeibehörden geknackt. Die Gruppe soll bereits für den Hack und die Veröffentlichung der E-Mails von CIA-Direktor John Brennan verantwortlich sein. Um den Hack zu beweisen, hat sie die Namen zahlreicher Mitarbeiter verschiedener Polizei- und Justizbehörden veröffentlicht. Die Gruppe gibt an, eine Schwachstelle in den Systemen ausgenutzt zu haben - gibt aber keine weiteren Details bekannt.

Unter den Systemen, die die Gruppe geknackt haben will, ist das Joint Automated Booking System (Jabs), eine Datenbank über alle Verhaftungen in den USA. In der Datenbank sind auch Verhaftungen gespeichert, die von einem Gericht als geheim eingestuft wurden. Wenn diese Daten öffentlich werden, könnten unter Umständen Details von Informanten im Zeugenschutzprogramm veröffentlicht werden und diese Menschen in Gefahr bringen - auch wenn im System nach einem solchen Beschluss offensichtlich einige der Informationen maskiert werden.

Informationen über die Verhaftung von Jeremy Hammond

Die Angreifer veröffentlichten auf Twitter Screenshots aus der Datenbank, die Details zu dem für den Stratfor-Hack verurteilten Hacker Jeremy Hammond zeigen. Hammond sitzt derzeit eine Strafe von fünf Jahren ab, weil er Kundendaten des Portals veröffentlicht haben soll.

Außerdem haben die mutmaßlichen Angreifer auf Pastebin zahlreiche Informationen über Beamte verschiedener Polizei- und Justizbehörden veröffentlicht. Unter den Behörden sind das FBI, lokale Polizeibehörden, die Luftsicherheitsbehörde TSA und die US Zoll- und Grenzbehörde. Betroffen sind auch zahlreiche Beamte mit niedrigen Dienstgraden - wie einfache Polizeibeamte. Veröffentlicht wurden Dienstnummer, E-Mail-Adresse und der genaue Name der Behörde, teilweise mit Dienstort.

Als Motiv für den Angriff gibt die Gruppe - wie schon im Fall von John Brennan - die Politik der USA gegenüber Israel an. Sie wolle mit ihren Handlungen Palästina stärken. Wie die Veröffentlichung von Informationen über Angestellte mit niedrigen Dienstgraden jedoch Palästina helfen soll, wird wohl das Geheimnis von CWA bleiben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


AdrianJ 18. Dez 2015

Na toll.. Da fällt mir wirklich nur eins zu ein: http://web-bee.de/itsecaw.html...

Der Held vom... 10. Nov 2015

Erpressung setzt erst einmal voraus, dass man sich als Erpresser eine Position...

Little_Green_Bot 09. Nov 2015

Hier der Link zu dem Video, an das ich mich erinnert fühle, und das die wahre Motivation...



Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Star Wars
Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps

Eine bessere Story bekommt der legendär schlechte Film dadurch leider nicht. Bis heute lieben ihn einige Fans aber vor allem wegen seiner Absurdität.

Star Wars: Holiday Special jetzt in 4K mit 60 fps
Artikel
  1. Lohn und Gehalt: OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr
    Lohn und Gehalt
    OpenAI-Entwickler verdienen bis zu 800.000 US-Dollar im Jahr

    Die Firma hinter Chat-GPT zahlt im Vergleich zu Unternehmen wie Nvidia besonders gut. Erfahrene Forscher und Entwickler auf dem Gebiet sind Mangelware.

  2. Software-Probleme: Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt
    Software-Probleme
    Elektrischer Chevy Blazer mit Verkaufsstopp belegt

    Chevrolet hat einen Verkaufsstopp für sein neues Elektro-SUV Blazer verhängt, weil die Besitzer zahlreiche Softwareprobleme gemeldet haben.

  3. USA: Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu
    USA
    Vertikale Agri-Photovoltaik lässt weiterhin Feldnutzung zu

    Das US-Solarunternehmen iSun und der deutschen Agrivoltaik-Firma Next2Sun bauen in den USA eine Solaranlage mit vertikal aufgestellten Solarmodulen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    • Daily Deals • Crucial P5 Plus 2 TB mit Kühlkörper 114,99€ • Crucial Pro 32 GB DDR5-5600 79,99€ • Logitech G915 TKL LIGHTSYNC RGB 125,11€ • Anthem PC 0,99€ • Wochenendknaller bei MediaMarkt • MindStar: Patriot Viper VENOM 64 GB DDR5-6000 159€, XFX RX 7900 XT Speedster MERC 310 Black 789€ [Werbung]
    •  /