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Hacker: Weev gründet Troll-Hedgefonds

Die Aktien eines durch Sicherheitslücken in Verruf geratenen Unternehmens verlieren an Wert. Mit seinem Hedgefonds will der Hacker Weev durch sogenannte Leerverkäufe Profit aus den sinkenden Aktienkursen schlagen. Kritiker nennen das Vorgehen "schleimig."

Artikel veröffentlicht am ,
Weev will mit seinem Hedgefonds Tro LLC IT-Firmen trollen.
Weev will mit seinem Hedgefonds Tro LLC IT-Firmen trollen. (Bild: Weev/CC-BY 3.0)

Der Hacker Andrew Auernheimer alias Weev will mit seinem Hedgefonds Tro LLC einer umstrittenen Geschäftsidee nachgehen. Er wolle mit den Aktien von Unternehmen handeln, die durch Sicherheitslücken in Verruf geraten seien, sagte er in einem Interview mit dem US-Sender CNBC. Der Anwalt für Wirtschaftsrecht Frank Aquila nennt die Idee "schleimig", aber legal.

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Auernheimer will mit seinem Hedgefonds die Aktivitäten der Hacker und das Unternehmen selbst beobachten. Dazu soll beispielsweise der Handel von 0-Day-Exploits in einschlägigen russischen Foren beobachtet werden. Wirtschaftliche Informationen (Financial Intelligence) aus den Untergrund- und Internet-Communitys generieren, nennt das Auernheimer.

Profit durch Short Equities

Hat Tro LLC ein Unternehmen ausgemacht, das gravierende, aber noch nicht bekannte Sicherheitslücken in seiner IT-Infrastruktur oder in seinen Softwareprodukten hat, versucht der Hedgefonds als Shortseller so viele geliehene Aktien eines Unternehmens zu erhalten wie möglich und sie an der Börse zu verkaufen. Dann sollen die entdeckten Lücken bekanntgegeben werden. Ist der Aktienwert einer Firma auf Grund der dadurch entstehenden schlechten Reputation weit genug gesunken, will Tro LLC die Aktien zu einem niedrigeren Preis zurückkaufen und an den Verleiher zurückgeben, die sogenannte Short-Equity-Strategie. Der kassiert dafür einen Leihezins.

Er wolle damit auch Firmen unter Druck setzen, etwas für die IT-Sicherheit zu tun, beteuert Auernheimer. Er handele auch im öffentlichen Interesse. Auernheimer nennt als Vorbild die Organisation Comsumerbell, die sich drei Jahre lang bis zum 30. November 2013 für den Verbraucherschutz bei Lebensmitteln in den USA einsetzte. Allerdings trat Comsumerbell niemals als Hedgefonds auf.

Fragwürdiges Geschäftsmodell

Der Anwalt für Wirtschaftsrecht Frank Aquila hält Auernheimers Vorgehensweise zwar für legal und bei Hedgefonds für üblich, aber dennoch für fragwürdig. Er wünsche sich, dass Auernheimer sein Hackertalent besser einsetzen würde, sagte Aquila zu CNBC.

Auernheimer ist ein bekannter Hacker und Aktivist, der auch als einer der größten Trolle bekanntwurde, die sich gegen die Bloggerszene richteten. Auernheimer soll sich Zugang zu Servern des US-Telekommunikationsunternehmens AT&T verschafft und dort Passwörter gestohlen haben. Am 18. März 2013 wurde er deswegen zu 41 Monaten Haft verurteilt, jedoch am 11. April 2014 wieder entlassen, da ein höheres Gericht das Urteil verwarf. Auernheimer habe sich lediglich Zugriff auf öffentlich zugängliche Informationen verschafft.

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Anonymer Nutzer 30. Apr 2014

Ich stimme dir zu bis auf "Langzeitarbeitslosen". Soetwas mit Schmarotzer gleichzusetzen...

wkaha 30. Apr 2014

die börse hat keine moral wieso nicht aufzeigen. alle machen es und pinseln ihre motive...

savejeff 30. Apr 2014

das ist so ein misst. Alles was dabei rum kommt ist schlecht. Ich find das sollte...

jude 29. Apr 2014

Wenn die Backdoor in Cisco-Router endlich bekannt wird? was wird passieren?

Centin 29. Apr 2014

Beim letzten Satz geb ich dir Recht und genau da liegt der Hund begraben. Nicht jeder...


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