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Der IS-Kämpfer Junaid Hussain kam bei einem Luftangriff in Syrien ums Leben.
Der IS-Kämpfer Junaid Hussain kam bei einem Luftangriff in Syrien ums Leben. (Bild: Karim Sahib/Getty Images)

Das FBI kontaktierte mehrere Personen

Als Hussain den Kontakt aufnahm, stand Shm00p bereits mit dem FBI in Verbindung. Schon vor anderthalb Jahren sollen Agenten der Behörden ihn kontaktiert haben und nach seiner Vergangenheit und Verbindungen zu Team Poison gefragt haben. Das FBI hätte damit gedroht, ihn für frühere Vergehen zu verhaften und in von seiner Familie fernzuhalten, sollte er nicht mit ihnen kooperieren. Konkret wollte das FBI zunächst Informationen über zwei weitere Hacker, die mutmaßlich mit Hussain und seiner Ehefrau in Verbindung standen.

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Einer dieser Hacker war Dillon C. In einem Statement sagte der in Kalifornien lebende Amerikaner, er sei ebenfalls vom FBI kontaktiert und genötigt worden. Sein Anwalt Jay Leiderman bestätigte auf Twitter die Echtheit des Dokuments. Das lässt darauf schließen, dass das FBI tatsächlich nach möglichen Komplizen von Junaid Hussain gesucht hat und dazu Hacker aus seinem früheren Umfeld besuchte. Offenbar versuchten die Beamten zudem, Hacker wie Shm00p und Dillon C gegeneinander auszuspielen, um so an weitere Informationen zu gelangen.

Das FBI rekrutierte bereits bekannte Hacker

Dillon C verweigerte die Zusammenarbeit mit den Behörden im Gegensatz zu Shm00p. Auf der Hackerkonferenz Defcon im August dieses Jahres soll dieser nach eigenen Angaben ein verstecktes Mikrofon im Auftrag des FBI getragen haben, um Dillon C und eine weiteren Person auszuspionieren. Im Gespräch mit Motherboard sagte Jamie Cochran, Shm00p hätte sie nach seinen selbstenthüllenden Tweets kontaktiert und sie hätte keinen Grund, ihm nicht zu glauben. Auch habe ihr früherer Hacker-Buddy bereits im vergangenen Jahr darüber gescherzt, mit dem FBI zusammenzuarbeiten. Wohlgemerkt ist es die gleiche Jamie Cochran, die sich in der Vergangenheit die "Ahnungslosigkeit der Medien" zunutze machte.

Shm00p reagiert derzeit nicht auf Anfragen von Medien, sein Twitter-Account ist inzwischen still. Einige wichtige Details in der Geschichte bleiben deshalb weiterhin unklar. Was für die Echtheit spricht, sind Aussagen von Dillon C und seinem Anwalt sowie eine anonyme dritte Quelle, die Motherboard den Fall bestätigte. Dagegen sprechen die Vergangenheit der Akteure sowie die Unklarheit, wie Shm00p den Terroristen Junaid Hussain enttarnen konnte.

Erinnerungen an den Fall Sabu

In Hackerkreisen sind die Meinungen über den Fall entsprechend zwiegespalten, man will Shm00p aber nicht einfach als Lügner oder Wichtigtuer abtun. Denn die Angelegenheit ruft Erinnerungen an den Fall von Hector Monsegur, Spitzname Sabu, hervor, dem bisher wohl bekanntesten FBI-Spitzel in der Szene.

Sabu war Mitglied der Anonymous-Gruppe LulzSec, die ab 2010 unter anderem Dienste wie das Playstation-Network und Sicherheitsdienstleister wie Stratfor hackte. 2011 wurde er vom FBI verhaftet und anschließend als Informant eingesetzt. Insgesamt war Sabu drei Jahre als Spitzel tätig, seine Informationen führten unter anderem dazu, dass der Journalist Jeremy Hammond für seine mutmaßliche Zusammenarbeit mit Anonymous verurteilt wurde. Insgesamt soll Sabu 300 Cyberangriffe abgewendet haben, indem er Informationen aus Hackerkreisen an das FBI weiterleitete. In der Szene gilt er deshalb als Verräter.

Sollten sich die Enthüllungen von Shm00p bewahrheiten, wäre es ein weiterer Beweis dafür, wie die US-Behörden inzwischen Hacker rekrutieren und dabei möglicherweise vor persönlichen Bedrohungen nicht zurückschrecken. In der traditionell misstrauischen Hackerszene könnte die Entwicklung zu noch mehr Paranoia und Zwiespalt führen. Möglicherweise ist es aber auch genau das, was Shm00p und seine Mitstreiter der Rustle League vorhaben: "Wir sehen uns als das alte Anonymous, was mehr mit Spaß und dem Verarschen von Leuten zu tun hatte", sagte Jamie Cochran einst.

 Hacker und der IS: "Ich habe euch geholfen, ihn umzubringen"

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Anonymer Nutzer 25. Nov 2015

Nun, es sind wohl eher 28. http://www.reprieve.org.uk/press...



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