Hacker-Angriffe: Seehofer warnt Abgeordnete vor IT-Angriffen im Wahljahr

Abgeordnete sind immer wieder Ziel von spezifischen Hacker-Angriffen. Der Bundesinnenminister mahnt zur Vorsicht.

Artikel veröffentlicht am , / dpa
Die Bundestagswahl könnte durch Hacker-Angriffe beeinflusst werden, befürchtet Horst Seehofer.
Die Bundestagswahl könnte durch Hacker-Angriffe beeinflusst werden, befürchtet Horst Seehofer. (Bild: Pixabay)

Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat in einem Brief an alle Bundestagsabgeordneten vor IT-Sicherheitsproblemen und damit verbundenen Gefahren im Wahljahr 2021 gewarnt. Das berichtet das Nachrichtenmagazin Der Spiegel. "In den vergangenen Wochen hat sich die Bedeutung der Informationssicherheit durch verschiedene Vorfälle - in Teilen auch Sie betreffend - gezeigt", heißt es demnach in dem Schreiben des Ministers.

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Während bei dienstlichen Geräten die Bundestagsverwaltung Sorge für die Sicherheit trage, liege die Verantwortung für die Nutzung privater Computer und Smartphones bei den Abgeordneten selbst, teilte Seehofer weiter mit. Bei Fragen stünden sein Ministerium und das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik bereit. Bei akuten Vorfällen sei rund um die Uhr ein Lagezentrum erreichbar.

Zuletzt waren durch ein Datenleck bei Facebook auch Handynummern zahlreicher Politiker öffentlich geworden. Das haben unter anderem die Sicherheitsforscher Moritz Gruber und Matteo Große-Kampmann von der Sicherheitsfirma Aware7 herausgefunden, die sich den Leak näher angesehen haben und darin auch die Informationen der Bundestagsabgeordneten gefunden haben.

Angriff auf E-Mail-Konten von Abgeordneten

Zudem wurde Ende März dieses Jahres bekannt, dass eine Hackergruppe mit dem Namen Ghostwriter versucht haben soll, in die privaten E-Mail-Accounts von Bundes- und Landtagsabgeordneten einzudringen. Berichten des Spiegel zufolge sollen die angegriffenen Politiker mehrheitlich den Regierungsparteien CDU/CSU und SPD angehören. Außerdem seien auch 31 Landtagsabgeordnete betroffen gewesen.

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Hinter der Gruppe soll der russische Geheimdienst GRU stecken. Experten weisen allerdings auch immer wieder darauf hin, dass bei Hackerangriffen falsche Spuren gelegt werden können, um die Straftaten unbeteiligten Gruppen in die Schuhe zu schieben, und eine definitive Zuschreibung des Ursprungs entsprechend schwierig ist.

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Frank1965 17. Mai 2021

..dieselbe dumpfe Propaganda. Wie die immer so genau wissen wollen, dass da "die Russen...

Emulex 15. Mai 2021

Wenn irgendjemand aus dem Volke (egal welchem) den Mailaccount eines Abgeordneten knackt...

Sharra 15. Mai 2021

Ausserdem ist es verboten!!!! Und wenn es doch passiert. Einzelfälle. Tausende und...



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