Abo
  • Services:

Hackbacks: Regierung plant Innovationsagentur für Cybersicherheit

Deutschland soll offenbar selbst eigene Cyberwaffen entwickeln. Eine neue Agentur soll künftig dabei helfen, auf dem "digitalen Gefechtsfeld" zu bestehen.

Artikel veröffentlicht am ,
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Truppenbesuch in Afghanistan.
Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen bei einem Truppenbesuch in Afghanistan. (Bild: Michael Kappeler/AFP/Getty Images)

Deutsche Sicherheitsbehörden und die Bundeswehr sollen künftig die "technologische Innovationsführerschaft" zur Abwehr von Cyberangriffen erlangen. Das geht aus Plänen der Bundesregierung hervor, über die das Nachrichtenmagazin Der Spiegel berichtete. Bereits am kommenden Mittwoch solle das Bundeskabinett eine Vorlage zur Gründung einer gemeinsamen "Agentur für Innovation in der Cybersicherheit" beschließen. Sie diene "zur Stärkung der Sicherheit nach außen und im Inneren".

Stellenmarkt
  1. über unternehmensberatung monika gräter, Essen
  2. ETAS, Stuttgart

Ziel der Agentur soll es dem Bericht zufolge sein, Forschungs- und Entwicklungsvorhaben mit hohem Innovationspotenzial auf dem Gebiet der IT-Sicherheit zu fördern und zu finanzieren, soweit an diesen ein Interesse des Bundes besteht. Auf diese Weise wolle man der Entwicklung von Cyberwaffen nicht weiter hinterherlaufen. Ein Sprecher des Bundesinnenministeriums bestätigte am Sonntag auf Anfrage von Golem.de die Pläne. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen und Innen-Staatssekretär Günter Krings (beide CDU) würden Details im Anschluss an die Kabinettssitzung erläutern.

Produkte selbst entwickeln, statt einzukaufen

Laut der Kabinettsvorlage soll die neue Gesellschaft sicherstellen, dass Sicherheitsbehörden und Bundeswehr für die Abwehr von Cyberangriffen die "technologische Innovationsführerschaft" bei Schlüsseltechnologien selbst erlangen, anstatt entsprechende Produkte einkaufen zu müssen.

Die Agentur soll damit einen "nachhaltigen Beitrag zur Sicherung der Zukunft Deutschlands leisten". Laut einer vertraulichen Analyse der Bundeswehr ist die staatliche Forschung für Deutschland notwendig, um auf dem "digitalen Gefechtsfeld zu bestehen". Darüber hinaus sei sie ein "essenzieller Beitrag zur gesamtstaatlichen Sicherheitsvorsorge".

Vorbild USA und Israel

Das Verteidigungsministerium hat dem Spiegel zufolge deswegen für 2019 und 2020 je rund 50 Millionen Euro für Forschung und Technik auf diesem Sektor eingeplant. Bereits im Oktober 2016 hatte Verteidigungsministerin von der Leyen die Abteilung Cyber- und Informationstechnik (CIT) ins Leben gerufen, der künftig etwa 13.500 Soldaten und zivile Mitarbeiter angehören werden.

Dem Spiegel-Bericht zufolge orientiert sich Deutschland mit der Idee an ähnlichen staatlichen Cyber-Agenturen in den USA oder Israel. Diese identifizierten disruptive Cybertechnologien bereits in der Entwicklungsphase, investierten dann meist in die entsprechenden Startups oder Firmen und gelangten auf diese Weise an hochmoderne Cyberwaffen, noch bevor diese auf dem Markt verfügbar seien.

Nachtrag vom 14. August 2018, 10:08 Uhr

Das Bundesinnenministerium teilte am Dienstag mit, dass der für Mittwoch geplante Kabinettsbeschluss verschoben werde. Ein neuer Termin für die im Koalitionsvertrag vereinbarte Gründung der neuen Cyberagentur wurde nicht genannt.



Anzeige
Hardware-Angebote
  1. täglich neue Deals bei Alternate.de
  2. 119,90€

de0 14. Aug 2018

Allein der Begriff "hochmoderne Cyberwaffen" zeugt von absoluter Unkenntnis der Sachlage...

Mr Miyagi 13. Aug 2018

Denk and den Dresscode, rote bzw. grüne Perücke, weiße Gesichtsschminke, rote...

Riff Raff 13. Aug 2018

lol, Cyber ist ein loser Begriff der rein garnichts aussagt. Genau deshalb ist er in der...

Pfirsich_Maracuja 13. Aug 2018

iCyber!

holzi 13. Aug 2018

Und welches OS und Office setzen die wohl ein? Ich tippe auf Produkte aus Übersee. Damit...


Folgen Sie uns
       


Pocophone F1 - Test

Das Pocophone F1 gehört zu den günstigsten Topsmartphones auf dem Markt - nur 330 Euro müssen Käufer für das Gerät bezahlen. Dafür bekommen sie eine Dualkamera und einen Snapdragon 845. Wer mit ein paar Kompromissen leben kann, macht mit dem Smartphone nichts falsch.

Pocophone F1 - Test Video aufrufen
Norsepower: Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff
Norsepower
Stahlsegel helfen der Umwelt und sparen Treibstoff

Der erste Test war erfolgreich: Das finnische Unternehmen Norsepower hat zwei weitere Schiffe mit Rotorsails ausgestattet. Der erste Neubau mit dem Windhilfsantrieb ist in Planung. Neue Regeln der Seeschifffahrtsorganisation könnten bewirken, dass künftig mehr Schiffe saubere Antriebe bekommen.
Ein Bericht von Werner Pluta

  1. Car2X Volkswagen will Ampeln zuhören
  2. Innotrans Die Schiene wird velosicher
  3. Logistiktram Frankfurt liefert Pakete mit Straßenbahn aus

Künstliche Intelligenz: Wie Computer lernen
Künstliche Intelligenz
Wie Computer lernen

Künstliche Intelligenz, Machine Learning und neuronale Netze zählen zu den wichtigen Buzzwords dieses Jahres. Oft wird der Eindruck vermittelt, dass Computer bald wie Menschen denken können. Allerdings wird bei dem Thema viel durcheinandergeworfen. Wir sortieren.
Von Miroslav Stimac

  1. Informationsfreiheitsbeauftragte Algorithmen für Behörden müssen diskriminierungsfrei sein
  2. Innotrans KI-System identifiziert Schwarzfahrer
  3. USA Pentagon fordert KI-Strategie fürs Militär

Neuer Kindle Paperwhite im Hands On: Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display
Neuer Kindle Paperwhite im Hands On
Amazons wasserdichter E-Book-Reader mit planem Display

Amazon bringt einen neuen Kindle Paperwhite auf den Markt und verbessert viel. Der E-Book-Reader steckt in einem wasserdichten Gehäuse, hat eine plane Displayseite, mehr Speicher und wir können damit Audible-Hörbücher hören. Noch nie gab es so viel Kindle-Leistung für so wenig Geld.
Ein Hands on von Ingo Pakalski


      •  /