Hack: Sicherheitslücken in Zoom erlauben Ausführen von Schadcode

Forschern ist es gelungen, ohne Benutzerinteraktion Schadcode per Zoom auszuführen. Präsentiert wurden die Lücken auf dem Hackerwettbewerb Pwn2own.

Artikel veröffentlicht am ,
Ob der Anrufer Böses im Schilde führt?
Ob der Anrufer Böses im Schilde führt? (Bild: Alexandra_Koch/Pixabay)

Der Hackerwettbewerb Pwn2own stand dieses Jahr ganz im Zeichen der Coronapandemie. Gehackt wurde das Videokonferenzsystem Zoom, aber auch Betriebssysteme wie Windows 10 von Microsoft oder der Chrome-Browser von Google. Veranstaltet wird der Wettbewerb durch die Zero Day Initiative (ZDI).

Stellenmarkt
  1. Support Mitarbeiter (m/w/d) für eigenentwickelte Agentursoftware
    Raven51 AG, Frankfurt am Main
  2. Software Ingenieur*in (d/m/w) Equipment Integration
    OSRAM Opto Semiconductors Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Regensburg
Detailsuche

Auf einem Rechner mit dem Videokonferenzsystem Zoom gelang es Daan Keuper und Thijs Alkemade, Schadcode aus der Ferne auszuführen - ohne jegliche Benutzerinteraktion. Dazu kombinierten sie gleich drei neue Sicherheitslücken in der Videokonferenzsoftware. Da die Lücken noch nicht geschlossen wurden, gibt es keine weiteren technischen Details zu den Zero Days.

In einer Animation des Angriffs wird jedoch gezeigt, dass die Sicherheitsforscher das Taschenrechnerprogramm auf dem angegriffenen Rechner öffnen konnten. Der Angriff soll sowohl unter Windows als auch unter MacOS funktionieren, auf iOS und Android wurde er noch nicht getestet. Die beiden Sicherheitsforscher erhalten 200.000 US-Dollar Preisgeld

Windows 10 und Chrome gehackt

Laut dem Zoom-Hersteller muss der Angriff "von einem akzeptierten externen Kontakt ausgehen oder Teil des gleichen Organisationskontos des Ziels sein". An einem Patch werde gearbeitet. "Als Best Practice empfiehlt Zoom allen Nutzern, nur Kontaktanfragen von Personen zu akzeptieren, die sie kennen und denen sie vertrauen."

Golem Akademie
  1. Elastic Stack Fundamentals – Elasticsearch, Logstash, Kibana, Beats: virtueller Drei-Tage-Workshop
    15.–17. März 2022, Virtuell
  2. Kotlin für Java-Entwickler: virtueller Zwei-Tage-Workshop
    03.–04. Februar 2022, Virtuell
Weitere IT-Trainings

Mit einem Race-Condition-Bug gelang es Tao Yan von der Sicherheitsfirma Palo Alto Networks, Administratorenrechte auf einem vollständig gepatchten Windows-10-Rechner zu erlangen. Einem weiteren Sicherheitsforscher mit dem Namen z3r09 gelang es, über einen Integer Overflow die Benutzerrechte auszuweiten. Beide Forscher erhielten eine Preisgeld von 40.000 US-Dollar. Auch unter Ubuntu gelang Hackern eine Rechte-Ausweitung, dafür gab es 30.000 US-Dollar.

Auch Safari ließ sich hacken

Die Sicherheitsforscher Bruno Keith und Niklas Baumstark von Dataflow Security konnten einen Typer-Mismatch-Bug in Chrome sowie dem ebenfalls auf Chromium basierenden Browser Edge von Microsoft ausnutzen. Dafür erhielten sie 100.000 US-Dollar Preisgeld. Auch Apples Browser Safari wurde gehackt. Jack Dates nutzte einen Integer Overflow aus und konnte damit Code auf Kernelebene ausführen. Auch Dates erhielt 100.000 US-Dollar.

In der Virtualisierungssoftware Parallels Desktop, in Microsofts Exchange Server und mehreren anderen wurden ebenfalls Sicherheitslücken entdeckt. Eine Übersicht gibt es auf der Webseite der Zero Day Initiative. Alle gefundenen Sicherheitslücken werden an die Hersteller gemeldet. Diese müssen sie innerhalb von 90 Tagen beheben.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Bundesservice Telekommunikation
Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?

Die IT-Sicherheitsexpertin Lilith Wittmann hat eine dubiose Bundesbehörde ohne Budget entdeckt. Reicht das für einen Wikipedia-Artikel?

Bundesservice Telekommunikation: Ist eine scheinexistente Behörde für Wikipedia relevant?
Artikel
  1. Neues Geschäftsmodell: Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken
    Neues Geschäftsmodell
    Luca-App plant flexible Abos und will Preise senken

    Angesichts drohender Kündigungen will die Luca-App den Bundesländern entgegenkommen.

  2. Einstieg in Python und Data Science
     
    Einstieg in Python und Data Science

    Mit zwei Workshops der Golem Akademie gelingen kompakter Einstieg oder fortgeschrittenes Eintauchen in Python - das auch im Data-Science-Kurs zentral ist.
    Sponsored Post von Golem Akademie

  3. Elektroauto: VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar
    Elektroauto
    VW e-Up ab Mitte Februar wieder bestellbar

    Der e-Up gehörte 2021 zu den meistgekauften Elektroautos. Nun will VW den Kleinwagen wieder verfügbar machen.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • Bosch Professional zu Bestpreisen • WSV bei MediaMarkt • Asus Vivobook Flip 14" 8GB 512GB SSD 567€ • Philips OLED 65" Ambilight 1.699€ • RX 6900 16GB 1.489€ • Samsung QLED-TVs günstiger • Asus Gaming-Notebook 17“ R9 RTX3060 1.599€ • Seagate 20TB SATA HDD [Werbung]
    •  /