Hack auf Datingplattform: Sexuelle Vorlieben von Millionen Menschen veröffentlicht

Sexuelle Neigungen oder der Wunsch nach einer Affäre: Im Tor-Netzwerk sind Millionen äußerst pikante Daten von Kunden der Kontaktplattform Adult Friend Finder aufgetaucht.

Artikel veröffentlicht am ,
Wer sich bei Adult Friend Finder angemeldet hat, muss damit rechnen, dass seine sexuellen Neigungen veröffentlicht wurden.
Wer sich bei Adult Friend Finder angemeldet hat, muss damit rechnen, dass seine sexuellen Neigungen veröffentlicht wurden. (Bild: Screenshot Golem.de)

Hacker haben sich Zugriff auf interne Datenbanken der Kontaktplattform Adult Friend Finder verschafft und in den Hidden Services des Tor-Netzwerks veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht nur um Zahlungsinformationen, sondern auch um sehr persönliche Informationen, darunter auch mögliche sexuelle Neigungen und Kundenwünsche nach Affären. Betroffen sind 3,9 Millionen der nach eigenen Angaben über 63 Millionen Kunden des Unternehmens.

Stellenmarkt
  1. Firewall Security Architekt (m/w/d)
    Radeberger Gruppe KG, Frankfurt am Main
  2. Senior Fullstack Engineer (m/w/d)
    Haufe Group, Freiburg
Detailsuche

Anschluss bekommen, Sex bekommen oder jemanden Heißes kennenlernen, so bewirbt die in Kalifornien basierte Kontaktplattform Adult Friend Finder ihre Dienste. Wer sich dort anmeldet, muss gleich ein paar pikante Details über sich verraten: Homosexualität, sexuelle Präferenzen oder auch die Art der gesuchten Beziehung. Die gestohlenen Daten sollen demnach auch verraten, wer fremdgehen will, berichtet die britische Channel 4 News.

Daten ehemaliger Kunden werden nicht gelöscht

Und offenbar werden die Daten auch von denjenigen nicht gelöscht, die sich bei der Plattform abgemeldet haben. Zumindest ein ehemaliger Kunde fand seine Daten in dem veröffentlichten Datensatz wieder, berichtet der britische Sender. Er habe bald gemerkt, dass die Kontaktplattform nichts für ihn sei, da er eine längerfristige Beziehung suche, teilte er mit. Er habe sein Konto dort gelöscht.

Die Datendiebe nutzen sogleich ihre Beute, um über die abgegriffenen E-Mail-Adressen Spam zu versenden. Der ehemalige Kunde berichtet von einer wahren E-Mail-Flut mit teils virenverseuchten Anhängen.

Viel mehr Männer als Frauen

Golem Akademie
  1. Microsoft 365 Security Workshop
    27.-29. Oktober 2021, Online
  2. Penetration Testing Fundamentals
    23.-24. September 2021, online
  3. IT-Fachseminare der Golem Akademie
    Live-Workshops zu Schlüsselqualifikationen
Weitere IT-Trainings

Das Unternehmen hat inzwischen auf seiner Webseite den üblichen schmallippigen Hinweis veröffentlicht, der Vorfall werde ernst genommen und untersucht. Außerdem seien die Strafverfolgungsbehörden unterrichtet worden.

Die Analyse der Daten durch den britischen Sender ergab indes eine weitere interessante Beobachtung: Zumindest in Großbritannien haben sich weitaus mehr Männer als Frauen auf der Kontaktplattform angemeldet - im Verhältnis 16 zu 1.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Software
Elon Musk verrät Teslas Tricks zur Bewältigung der Chipkrise

Teslas Autos haben viel Elektronik an Bord, doch die Chipkrise scheint dem Unternehmen nichts anzuhaben. Elon Musk erzählt, wie das geschafft wurde.

Software: Elon Musk verrät Teslas Tricks zur Bewältigung der Chipkrise
Artikel
  1. Quartalsbericht: Apple mit 36 Prozent Umsatzwachstum
    Quartalsbericht
    Apple mit 36 Prozent Umsatzwachstum

    Apple verkaufte viel mehr iPhones, iPads, Macs und Zubehör als im letzten Jahr. Der Umsatz stieg um 36 Prozent und auch der Gewinn lässt sich sehen.

  2. Energiespeicher: Tesla nennt Preis für Megapack-Akku mit 3 MWh
    Energiespeicher
    Tesla nennt Preis für Megapack-Akku mit 3 MWh

    Das Tesla Megapack ist ein industrielles Akkusystem mit einer Kapazität von 3 Megawattstunden. Nun wurde der Online-Konfiguratur online gestellt.

  3. Surface: Microsoft patentiert ungewöhnliches Scharnier für Notebooks
    Surface
    Microsoft patentiert ungewöhnliches Scharnier für Notebooks

    Baut Microsoft ein neues Surface-Gerät? Patentgrafiken zeigen zumindest ein bisher unbekanntes Gerät mit einem ungewöhnlichen Scharnier.

Chantalle47 26. Mai 2015

Imho ist das Wort "pervers" nicht zu vereinen mit sexuellen Neigungen. Wenn es beiden...

b1nary 26. Mai 2015

Das ist richtig süss. Diese "einfache" trennung ist sehr schwierig und findet meines...

Beazy 26. Mai 2015

Es wird höchste Zeit das bei einer Firma, die schludrig mit sensiblen Daten umgeht das...

DerVorhangZuUnd... 25. Mai 2015

Klar kann man alles sauber begründen. Es kommt nur drauf an zu wessen Sicherheit man das...

BLi8819 24. Mai 2015

Na, mit ein wenig Eigeninitiative findest auch du die Daten im TOR-Netz.



Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Schnäppchen • Crucial Ballistix 16GB Kit 3200MHz 66,66€ • PCGH-Gaming-PCs stark reduziert (u. a. PC mit RTX 3060 & Ryzen 5 5600X 1.400€) • Samsung 27" Curved FHD 240Hz 239,90€ • OnePlus Nord CE 5G 128GB 299,49€ • Microsoft Flight Simulator Xbox Series X 69,99€ • 3 für 2 Spiele bei MM [Werbung]
    •  /