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Hack auf Datingplattform: Sexuelle Vorlieben von Millionen Menschen veröffentlicht

Sexuelle Neigungen oder der Wunsch nach einer Affäre: Im Tor-Netzwerk sind Millionen äußerst pikante Daten von Kunden der Kontaktplattform Adult Friend Finder aufgetaucht.
/ Jörg Thoma
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Wer sich bei Adult Friend Finder angemeldet hat, muss damit rechnen, dass seine sexuellen Neigungen veröffentlicht wurden. (Bild: Screenshot Golem.de)
Wer sich bei Adult Friend Finder angemeldet hat, muss damit rechnen, dass seine sexuellen Neigungen veröffentlicht wurden. Bild: Screenshot Golem.de

Hacker haben sich Zugriff auf interne Datenbanken der Kontaktplattform Adult Friend Finder(öffnet im neuen Fenster) verschafft und in den Hidden Services des Tor-Netzwerks veröffentlicht. Dabei handelt es sich nicht nur um Zahlungsinformationen, sondern auch um sehr persönliche Informationen, darunter auch mögliche sexuelle Neigungen und Kundenwünsche nach Affären. Betroffen sind 3,9 Millionen der nach eigenen Angaben über 63 Millionen Kunden des Unternehmens.

Anschluss bekommen, Sex bekommen oder jemanden Heißes kennenlernen, so bewirbt die in Kalifornien basierte Kontaktplattform Adult Friend Finder ihre Dienste. Wer sich dort anmeldet, muss gleich ein paar pikante Details über sich verraten: Homosexualität, sexuelle Präferenzen oder auch die Art der gesuchten Beziehung. Die gestohlenen Daten sollen demnach auch verraten, wer fremdgehen will, berichtet die britische Channel 4 News(öffnet im neuen Fenster) .

Daten ehemaliger Kunden werden nicht gelöscht

Und offenbar werden die Daten auch von denjenigen nicht gelöscht, die sich bei der Plattform abgemeldet haben. Zumindest ein ehemaliger Kunde fand seine Daten in dem veröffentlichten Datensatz wieder, berichtet der britische Sender. Er habe bald gemerkt, dass die Kontaktplattform nichts für ihn sei, da er eine längerfristige Beziehung suche, teilte er mit. Er habe sein Konto dort gelöscht.

Die Datendiebe nutzen sogleich ihre Beute, um über die abgegriffenen E-Mail-Adressen Spam zu versenden. Der ehemalige Kunde berichtet von einer wahren E-Mail-Flut mit teils virenverseuchten Anhängen.

Viel mehr Männer als Frauen

Das Unternehmen hat inzwischen auf seiner Webseite(öffnet im neuen Fenster) den üblichen schmallippigen Hinweis veröffentlicht, der Vorfall werde ernst genommen und untersucht. Außerdem seien die Strafverfolgungsbehörden unterrichtet worden.

Die Analyse der Daten durch den britischen Sender ergab indes eine weitere interessante Beobachtung: Zumindest in Großbritannien haben sich weitaus mehr Männer als Frauen auf der Kontaktplattform angemeldet – im Verhältnis 16 zu 1.


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