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H2Global: Deutschland importiert ab 2027 grünen Wasserstoff

Im großen Umfang wird zukünftig Ammoniak aus den Emiraten günstig eingekauft. Sicherheiten in Preis und Abnahme soll das H2Global-Programm bieten.
/ Patrick Klapetz
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Symbolbild von Wasserstoff (Bild: Pixabay)
Symbolbild von Wasserstoff Bild: Pixabay

Zwischen 2027 und 2033 werden mindestens 259.000 Tonnen grünen Ammoniaks nach Deutschland exportiert(öffnet im neuen Fenster) . Dies entspricht in der Summe mehr als zehn Prozent der jährlichen deutschen Ammoniakproduktion. Der Produktionspreis liegt bei 811 EUR je Tonne Ammoniak. Daraus kann ein Preis von weniger als 4,50 EUR pro Kilogramm grünen Wasserstoffs abgeleitet werden, heißt es in einer Pressemitteilung(öffnet im neuen Fenster) vom BMWK (Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz).

Dieser Import findet im Rahmen des H2Global-Programms statt und basiert auf verbindlichen Abnahmeverträgen. "Die deutsche Industrie benötigt große Mengen grünen Wasserstoffs und seiner Derivate zur Dekarbonisierung, dazu bedarf es sowohl außer- und innereuropäische Importe als auch eine nationale Produktion" , erklärt Bundeswirtschafts- und Klimaschutzminister Robert Habeck (Grüne) in einer Pressemitteilung.

Günstiger Einkauf, teurerer Verkauf

Der Zuschlag im ersten Ausschreibungsfenster für Ammoniak ging an das Unternehmen Fertiglobe mit Sitz in den Vereinigten Arabischen Emiraten. Die Produktion des grünen Ammoniaks, welches im Rahmen von H2Global importiert wird, erfolgt in Ägypten. Dazu werden in Ägypten 273 Megawatt erneuerbarer Energieanlagen errichtet. Dies führt zu einer jährlichen Einsparung von 93.000 Tonnen CO 2 -Emissionen, berichtet der BMWK.

Mit dem H2Global-Programm sollen grüne Wasserstoffprodukte günstig auf dem Weltmarkt eingekauft werden . In Deutschland und der EU werden sie dann meistbietend verkauft.

Den Wasserstoffexporteuren wird durch langfristige Abnahmeverträge Sicherheit für ihre Investitionsentscheidungen und den Abnehmern der Zugang zu grünen Derivaten ermöglicht. Das BMWK arbeitet an einer weiteren Importrunde im Umfang von 3,5 Milliarden Euro.


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