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H2-Produktion: BASF nimmt größten integrierten Elektrolyseur in Betrieb

Pro Stunde kann 1 Tonne grüner Wasserstoff direkt für die weiteren chemischen Prozesse am Standort Ludwigshafen weiterverwendet werden.
/ Mario Petzold
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72 einzelne Module sind zu einer Anlage zusammengeschlossen und produzieren grünen Wasserstoff. (Bild: BASF SE)
72 einzelne Module sind zu einer Anlage zusammengeschlossen und produzieren grünen Wasserstoff. Bild: BASF SE

Um den Bedarf an Wasserstoff ohne Erdgas decken zu können, hat BASF(öffnet im neuen Fenster) an seinem Hauptstandort in Ludwigshafen einen Wasserelektrolyseur mit einer Leistung von 54 Megawatt in Betrieb genommen. Dieser kann im durchgehenden Betrieb mehr als 8.000 Tonnen reinen Wasserstoff pro Jahr bereitstellen.

So spart der Konzern laut eigenen Angaben 72.000 Tonnen CO 2 im Vergleich zur Gewinnung derselben Menge aus Erdgas. Das entspricht immerhin knapp 4 Prozent(öffnet im neuen Fenster) des Gesamtausstoßes von BASF weltweit.

Erweiterung geplant

Die nun anlaufende Wasserstoffproduktion ist fest in die Prozesse des Standorts integriert und liefert den Rohstoff direkt ans gewünschte Ziel. Gleichzeitig soll die Anlage auch Erfahrungswerte für die Ausweitung der Technik und die geplante regionale Weiterleitung liefern.

Neben dem Bundeswirtschaftsministerium war auch das Land Rheinland-Pfalz finanziell an dem 150 Millionen Euro teuren System beteiligt, das als Vorlage dienen soll, um beispielsweise den Nahverkehr auf grünen Wasserstoff umstellen zu können.

Beachtliche Mengen

Die jetzt installierte Kapazität von 8.000 Tonnen H 2 jährlich würde theoretisch für 65.000 Pkw mit typischer Fahrleistung genügen. Eintausend dieser Elektrolyseure könnten also den gesamten Verbrauch von Diesel und Benzin für alle Pkws in Deutschland ausgleichen.

Da die Lagerung und der Transport von H 2 aber weiterhin vor technischen Herausforderungen stehen, dürften vor allem regional aktive Wasserstoffbusse und -züge von einer Ausweitung der Produktion profitieren. Aber bis dahin dürfte noch etwas Zeit vergehen.

Erweist sich die Anlage als verlässlich und wirtschaftlich, wäre ein großer Schritt in Richtung einer Produktion von grünem Wasserstoff in relevanten Mengen getan. Zudem gäbe es dann genügend Gelegenheiten, um die Überkapazitäten aus Wind- und Solarstrom sinnvoll zu nutzen.


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