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H & S Entwicklungsgesellschaft: Umbenanntes Terratec meldet Insolvenz an

Der Hardwarehersteller Terratec wurde umbenannt und hat einen Insolvenzantrag gestellt. Das Unternehmen soll jedoch gerettet werden, der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Stock zeigt sich zuversichtlich.
/ Christian Klaß
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Terratec hat Insolvenzantrag gestellt, soll aber gerettet werden. (Bild: Terratec)
Terratec hat Insolvenzantrag gestellt, soll aber gerettet werden. Bild: Terratec

Der Hardwarehersteller Terra Tec Electronic GmbH befindet sich seit dem 2. Oktober 2012 im Insolvenzeröffnungsverfahren. Genauer gesagt ist es die H & S Entwicklungsgesellschaft, in die sich Terratec(öffnet im neuen Fenster) noch im Vormonat umbenannt hatte. Das Unternehmen aus Nettetal ist vor allem für seine TV-Karten und seine Noxon-Internetradios bekannt.

Die hohen Entwicklungskosten für die Noxon-Produkte, die von Auftragsunternehmen in Asien gefertigt werden, sollen auch einer der Hauptgründe für steigende Verluste gewesen sein. Diese Verluste wollten oder konnten die Gesellschafter zwar nicht ausgleichen, das Unternehmen soll aber trotzdem gerettet werden. Das erklärte der vorläufige Insolvenzverwalter Eberhard Stock(öffnet im neuen Fenster) von der Kanzlei Nierung Stock Tömp.

Die Umbenennung sei darin begründet, dass die Marke Terratec nicht geschädigt werden solle - und die Markenrechte bei Dritten lägen. Denen sei aber ebenfalls daran gelegen, dass die Marken weitergeführt würden. Auch der Gesellschaft sei es wichtig, dass das Unternehmen weiter existiere. Mit einem Insolvenzplan solle das restrukturierte Terratec deshalb eine neue, tragfähige Grundlage erhalten. Bestehende Terratec-Kunden sollten sich keine Sorgen um Garantie und Gewährleistung machen müssen.

Es "sieht insgesamt recht gut aus" , so Stock. Das dürfte aber nur gelten, wenn das Weihnachtsgeschäft 2012 auch genutzt werden kann. Denn den hohen Noxon-Entwicklungskosten und der starken Konkurrenz bei TV-Tunern standen bisher offenbar auch zu geringe Abverkäufe gegenüber.


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