Gvisor: Google veröffentlicht Sandbox für Container

Mit Gvisor stellt Google ein Open-Source-Werkzeug bereit, das Container besser vom Hostsystem isolieren soll. Diese Container-Sandbox soll so gut schützen wie eine VM, aber weniger Ressourcen benötigen.

Artikel veröffentlicht am , /Kristian Kißling/Linux Magazin
Google will Container besser absichern.
Google will Container besser absichern. (Bild: Runner1928, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 4.0)

Auf der Kubecon- und Cloud-Native-Con-Europe hat Google mit der Container-Sandbox Gvisor ein weiteres Security-Werkzeug für den Einsatz von Containern vorgestellt. Diese neue Open-Source-Sandbox soll dem laut Google gestiegenen Verlangen nach "heterogenen und weniger vertrauenswürdigen Workloads" Rechnung tragen und dabei Container-Apps und Hostsysteme besser voneinander isolieren. Der Code steht auf Github unter der Apache-Lizenz frei zur Verfügung.

Gvisor fängt dabei die Systemaufrufe der Container-Anwendungen ab und tritt als Gastkernel auf, wobei die Anwendung selbst komplett im Userspace läuft und in Go geschrieben ist. Dieses Konzept ähnelt dabei in Teilen dem Prinzip des sogenannten User Mode Linux (UML), das bereits vor über einem Jahrzehnt erstellt worden ist und es ermöglicht, den Linux-Kernel als Anwendungsprozess laufen zu lassen.

Mit an Bord von Gvisor ist eine speziell dafür geschaffene Laufzeitumgebung namens runsc, die zu dem Standard runc der Open-Container-Initiative kompatibel sein soll und mit Docker sowie Kubernetes interagiert. Setzen Admins diese ein, führen Systemaufrufe ins Leere.

Gvisor soll laut Google verhältnismäßig schlank sein und so den Ressourcenaufwand im Vergleich zu einer echten Virtualisierung reduzieren, dabei aber eben einen vergleichbaren Grad an Isolierung bieten. Die Nutzung einer virtualisierten Umgebung für den Einsatz von Containern mag ungewöhnlich erscheinen, wird aber tatsächlich eingesetzt.

Google hofft, dass sich die eigene Software Gvisor mit anderen Sicherheitsbemühungen in diesem Feld vereinigt und sich die Sicherheit für Container-Anwendungen künftig dadurch weiter positiv entwickelt.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Aktuell auf der Startseite von Golem.de
Truppenversuch
Microsofts Kampfbrille macht Soldaten schlechter

Beim Truppenversuch der modifizierten Hololens 2 für die US-Armee hat sich herausgestellt, dass die Soldaten an Kampfkraft einbüßen und die Brillen ablehnen.

Truppenversuch: Microsofts Kampfbrille macht Soldaten schlechter
Artikel
  1. Nutzertest: Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz
    Nutzertest
    Deutsche Glasfaser erreicht 1 GBit/s nicht ganz

    Ein Kunde hat seine Hardware aufgerüstet, dennoch bekommt er statt 1 GBit/s nur 950 MBit/s im Download. Deutsche Glasfaser forscht nach.

  2. Morgan Stanley: Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter
    Morgan Stanley
    Bank reicht Whatsapp-Millionen-Strafe an Angestellte weiter

    Wegen der Nutzung von Whatsapp hatten Finanzregulatoren 2022 mehrere Banken mit hohen Strafen belegt.

  3. Deutschlandticket: 49-Euro-Ticket kommt erst zum 1. Mai
    Deutschlandticket
    49-Euro-Ticket kommt erst zum 1. Mai

    Fahrgäste können ab dem 1. Mai 2023 für 49 Euro im Monat das Deutschlandticket bundesweit nutzen. Dazu kommt ein bundesweites Jobticket zu einem günstigeren Preis.

Du willst dich mit Golem.de beruflich verändern oder weiterbilden?
Zum Stellenmarkt
Zur Akademie
Zum Coaching
  • Schnäppchen, Rabatte und Top-Angebote
    Die besten Deals des Tages
    Daily Deals • XFX RX 7900 XTX 1.199€ • WSV bei MM • Razer Viper V2 Pro 119,99€ • MindStar: XFX RX 6950 XT 799€, MSI RTX 4090 1.889€ • Epos Sennheiser Game One -55% • RAM/Graka-Preisrutsch • Razer Gaming-Stuhl -41% • 3D-Drucker 249€ • Kingston SSD 1TB 49€ • Asus RTX 4080 1.399€[Werbung]
    •  /