Gulp-Umfrage: Stundensatz der IT-Freiberufler auf 83 Euro gestiegen

Nach einer Stagnation im vergangenen Jahr ist der durchschnittliche Stundensatz von IT-Freiberuflern erneut gestiegen. Das ergab die aktuelle Freelancer Studie des Personaldienstleisters Gulp(öffnet im neuen Fenster) , an der 1.291 Experten teilgenommen haben.
Im Vergleich zum Vorjahr verlangen IT-Freiberufler durchschnittlich 2,98 Euro mehr und kommen so ohne Mehrwertsteuer auf einen Netto-Stundensatz von 83,48 Euro. "Viele Freelancer sind gezwungen, ihre Preise anzuheben" , sagte Stefan Symanek, Leiter Marketing bei Gulp. Obwohl IT-Freiberufler im Vergleich zu 2015 durchschnittlich 10,8 Prozent mehr Umsatz erzielen, sei ihr Gewinn nur um 3,8 Prozent gestiegen.
Symanek: "Altersvorsorge, Kranken- und Pflegeversicherung, Steuerberater, Fort- und Weiterbildungen, Büro und vieles mehr: Die Kosten für die Selbstständigkeit sind so hoch wie noch nie."
Konkret denken 91 Prozent darüber nach, einen höheren Stundensatz zu verlangen, größtenteils zwischen 5 und 10 Prozent mehr. Relativ gering sei der Anteil derer, die ihre Honorare senken würden. Der Bedarf an IT-Spezialisten sei stark.
Bei 48,7 Prozent der befragten Freiberufler entsprach der vereinbarte Stundensatz auch dem geforderten Betrag.
Die Umfrage wurde über sechs Monate online und anonym durchgeführt. Partner der Erhebung waren 4freelance, Computerwoche, Crosswater, IT-Freelancer Magazin, Mediafon, Goetzbuchholz.de und Rgblog.
Selbstständige im IT-Bereich waren im Vorjahr mit ihren Stundensatz-Erwartungen viel vorsichtiger geworden. 17,7 Prozent der Befragten waren der Meinung, dass sie mit ihren Honorarforderungen gefühlt eher zu hoch greifen. Das sind 0,8 Prozentpunkte mehr als im vergangenen Jahr.