Viel Altes, wenig Neues bei Rock Band 4
Den Umfang von Rock Band 4 noch einmal im Detail zu beschreiben, sparen wir uns an dieser Stelle. Am Design, den Menüs und dem allgemeinen Spielgefühl hat sich seit dem dritten Serienteil nicht viel geändert. Viele Optionen bei der Individualisierung der Band und ihrer Mitglieder sind sogar weggefallen. Das Spiel kommt mit einer Songauswahl von 40 Titeln, die uns nur mittelmäßig gut gefallen. Alle Songs sind nur offline spielbar, einen Onlinemodus bietet Rock Band 4 nicht.
Mad Catz hat neue Instrumente angefertigt. Schlagzeug, Gitarre und Mikrofon machen auf uns aber keinen dramatisch besseren Eindruck als ihre Vorgänger. Sie dienen ihrem Zweck. Bemerkenswert ist der komplette Wegfall des digitalen Klicks bei der Strum-Bar des Gitarrencontrollers. So gibt es noch weniger Geräusche, aber auch weniger Feedback über die Eingaben. Wir empfinden das geräuschlose neue System nach etwas Eingewöhnung aber durchaus als angenehmer. Alle Instrumente verbinden sich über Bluetooth. Die Verarbeitung ist nahezu identisch mit den bereits sehr guten Vorgängermodellen, die allesamt mit der neuen Version kompatibel sind.
Rock Band 4 unterstützt nicht nur die alten Instrumente der Vorgänger, sondern bietet auch die Möglichkeit, bereits erworbene Songpakete und einzelne Lieder separat herunterzuladen. Während unserer Testperiode war der Shop allerdings fast nie zugänglich und wenn er es war, funktionierte er nur in Ausnahmefällen. Die Benutzerführung ist zudem sehr sperrig. Harmonix hat bereits angekündigt, an einem Patch bezüglich des Songshops zu arbeiten.
Neue Harmonie und Soli
Spielerisch gibt es zwei musikalisch relevante Neuerungen. Sänger können sich auf höheren Schwierigkeitsstufen nun an Harmonien austoben und beispielsweise eine Terz über der Gesangsstimme immer noch punkten. Rock Band 4 unterstützt zudem nun bis zu drei Sänger/innen gleichzeitig. Wir haben im Test bei einem Duett positive Erfahrungen mit der Stimmen-Evaluierung gemacht - sie funktioniert.
Die zweite Neuerung sind dynamische Soli für die Gitarristen, bei denen sie nur darauf achten müssen, die Strum-Bar im richtigen Takt zu spielen, auf den Saiten aber spielen dürfen, was sie wollen. Auf der Gitarre kann dafür auch die zweite Reihe an Knöpfen in der Gitarrenmitte genutzt werden.
Das wilde Herumklimpern führte im Test durchaus zu wohlklingenden Soloeinlagen, die zudem variieren, je nachdem, welche Kombination an Knöpfen genau gehalten wird. Der spielerische Mehrwert hält sich allerdings in Grenzen, da es immer noch ein automatisch generiertes Solo ist. Nach circa ein Dutzend Soli haben wir die Funktion daher freiwillig deaktiviert und lieber manuell nachgespielt wie früher.
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| Weniger Authentizität beim Gitarrespielen | Verfügbarkeit und Fazit |










Vielen Dank für die Antwort.
Guitar Hero und Rockband haben mit Rocksmith maximal die Oberfläche auf'm Bildschirm...
Funktionieren tatsächlich alle alten Instrumrnte mit Rock Band 4? Laut den Harmonix Foren...