Guided Missile Battleship: USA planen Trump-Schlachtschiffe

US-Präsident Donald Trump hat gemeinsam mit Verteidigungsminister Pete Hegseth ein neues Schlachtschiff-Programm vorgestellt. Die Schiffe sollen über 270 Meter lang sein und zwischen 30.000 und 40.000 Tonnen verdrängen.
Damit lägen sie zwischen den aktuellen Zerstörern und den ausgemusterten Schlachtschiffen der Iowa-Klasse. Die US-Marine und andere Nationen hatten sich eigentlich von Schlachtschiffen verabschiedet und kleinere, wendigere und auch günstigere Modelle gebaut.
Die US-Marine plant den Bau von 20 bis 24 Schiffen unter der Bezeichnung Guided Missile Battleship (BBG). Marineminister John C. Phelan erklärte, das Programm sei Teil der umfassenderen Modernisierungsinitiative Golden Fleet.
Bewaffnung und Fähigkeiten
Die Schiffe der Trump-Klasse sollen ein umfangreiches Waffenpaket erhalten, das sich deutlich von traditioneller Schlachtschiffbewaffnung unterscheidet. Jedes Schiff soll über integrierte Abschussvorrichtungen für Conventional-Prompt-Strike-Hyperschallraketen(öffnet im neuen Fenster) und 12 atomwaffenfähige Marschflugkörper verfügen. Zusätzlich ist die Installation von bis zu 128 Vertikalstartzellen für verschiedene Raketentypen geplant.
Weitere Systeme umfassen Hochleistungslaser, experimentelle Railgun-Technik und konventionelle 5-Zoll-Kanonen. Die Verteidigungssysteme beinhalten Rolling-Airframe-Missile-Werfer(öffnet im neuen Fenster) für die Nahbereichsverteidigung. Die Marine erklärte, die Schiffe hätten eine 80-mal größere Reichweite als frühere Klassen, ohne jedoch eine konkrete Vergleichsbasis zu nennen.
Trotz ihrer Größe sollen die Schiffe mit Besatzungen von etwa 850 Personen auskommen. Das Rumpfdesign legt den Schwerpunkt auf Geschwindigkeit statt auf Panzerschutz, wobei Gasturbinen- oder Nuklearantrieb in Erwägung gezogen werden. Die schwer gepanzerten Schlachtschiffe aus der Mitte des 20. Jahrhunderts kommen also nicht wieder.
Das letzte amerikanische Schlachtschiff, die USS Missouri, wurde 1992 außer Dienst gestellt. Die meisten Nationen verschrotteten ihre Schlachtschiffflotten bereits in den frühen 1960er Jahren, da sich trägergestützte Flugzeuge als effektiver erwiesen. Die Trump-Regierung scheint die taktische Lage anders zu bewerten und argumentiert, dass große Überwasserkampfschiffe in der modernen Seekriegsführung relevant bleiben würden.
Die Schiffe sollen als Teil von Träger-Kampfgruppen operieren oder unabhängige Überwasser-Aktionsgruppen anführen. Trump erwähnte das Programm bereits bei einem Treffen mit Militärführung im Oktober. Die US-Marine veröffentlichte weder Kostenschätzungen noch Bauzeitpläne für das Programm.



