• IT-Karriere:
  • Services:

GUI-Framework: GTK bekommt endlich Stabilitätsgarantie

Das GUI-Framework GTK soll nach den Problemen mit Version 3 künftig alle zwei Jahre eine stabile Version mit Langzeitpflege bekommen. Das geplante eigene Versionsschema sorgt allerdings schon jetzt für harsche Kritik.

Artikel veröffentlicht am ,
Gnome 3.20
Gnome 3.20 (Bild: Gnome/CC-BY 3.0)

Mit der Veröffentlichung von Gnome 3.0 hat das zuständige Team nicht nur den Desktop, sondern auch das zugrundeliegende GUI-Framework GTK weitgehend verändert. Seitdem entwickelt sich GTK im Rhythmus von sechs Monaten kontinuierlich weiter, wobei die API nicht stabil bleibt. Das ist insbesondere für externe Entwickler, die GTK verwenden, ein großes Problem. Deshalb hat das GTK-Team einen neuen Plan ankündigt, der dies verbessern soll.

Stellenmarkt
  1. Deutsches Elektronen-Synchrotron DESY, Hamburg
  2. Schaeffler Automotive Buehl GmbH & Co. KG, Bühl

Im Blog von Allison Lortie heißt es dazu, dass künftig alle zwei Jahre eine neue Major-Version von GTK erscheinen solle, bei der die Versionsnummer erhöht werde. Dies sei im Einklang mit den Veröffentlichungszyklen beliebter Linux-Distributionen. Die LTS-Versionen von Ubuntu und die stabilen Debian-Versionen erscheinen etwa in diesem Rhythmus.

Verschiedene Versionen, also zum Beispiel GTK 2, 3 und 4, sollen sich dabei parallel zueinander auf einem Rechner installieren lassen. Dies ist mit GTK 2 und 3 schon der Fall. Ebenso will das Team eine Stabilitätsgarantie für die API der Major-Versionen von GTK geben, sodass externe Entwickler das Framework künftig einfacher benutzten können sollen, als dies bisher der Fall war.

Eigenartiges Versionsschema

Die API werde aber erst mit der letzten Veröffentlichung der im Halbjahrestakt erschienenen Minor-Versionen eines Major-Zweigs als stabil deklariert. Das heißt, anders als bei vielen anderen Projekten könnten etwa die Versionen 4.0 und 4.2 zueinander inkompatible APIs aufweisen. Die garantierte API-Stabilität gilt erst mit 4.6 und darauffolgenden Versionen. Die in diesem Sinne vermutliche erste stabile Veröffentlichung des 3er-Zweigs wird laut Lortie wohl 3.26.

Der Plan folgt zwar tatsächlich einem Modell, das dem Entwicklungszyklus von Ubuntu mit seinen Langzeitversionen alle zwei Jahre und den halbjährlichen Zwischenversionen gleicht. Allerdings ist die geplante Nummerierung der Versionen sehr eigenwillig.

Diese widerspricht klar dem Konzept des Semantic Versioning, wonach ein Bruch der API-Kompatibilität mit einer neuen Major-Version einhergeht. Auch das vielfach genutzte Konzept, ungerade Zahlen für Entwicklungsversionen und gerade Zahlen für stabile Versionen zu verwenden, wird für GTK künftig weiter nur für die Minor-Versionen und nicht für die Major-Versionen gelten.

Für das geplante eigenwillige Schema der Nummerierung werden die GTK-Entwickler zum Beispiel in den Kommentaren bei dem Magazin LWN.net teils recht harsch kritisiert. Dort werden auch anderen Schemen vorgeschlagen, die deutlich besser geeignet seien, das neue Entwicklungsmodell wiederzugeben. Noch hat das GTK-Team aber einige Zeit seinen Plan zu ändern.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Spiele-Angebote
  1. (-57%) 12,99€
  2. (-83%) 9,99€

Folgen Sie uns
       


DSGVO: Nicht weniger als Staatsversagen
DSGVO
Nicht weniger als Staatsversagen

Unterfinanziert und wirkungslos - so zeigen sich die europäischen Datenschutzbehörden nach zwei Jahren DSGVO gegenüber Konzernen wie Google und Facebook.
Eine Analyse von Christiane Schulzki-Haddouti

  1. Datenschutzverstöße EuGH soll über Verbandsklagerecht entscheiden
  2. DSGVO Proton vergisst Git-Zugang auf Datenschutzwebseite
  3. DSGVO Iren sollen Facebook an EU-Datenschützer abgeben

Maneater im Test: Bissiger Blödsinn
Maneater im Test
Bissiger Blödsinn

Wer schon immer als Bullenhai auf Menschenjagd gehen wollte - hier entlang schwimmen bitte. Maneater legt aber auch die Flosse in die Wunde.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Mount and Blade 2 angespielt Der König ist tot, lang lebe der Bannerlord
  2. Arkade Blaster 3D-Shooter mit der Plastikkanone spielen
  3. Wolcen im Test Düster, lootig, wuchtig!

Minecraft Dungeons im Test: Diablo im Quadrat
Minecraft Dungeons im Test
Diablo im Quadrat

Minecraft Dungeons sieht aus wie ein Re-Skin von Diablo, ist viel einfacher aufgebaut - und fesselt uns trotzdem an den Bildschirm.
Ein Test von Peter Steinlechner

  1. Mojang Studios Mehr als 200 Millionen Einheiten von Minecraft verkauft
  2. Minecraft RTX im Test Klötzchen klotzen mit Pathtracing
  3. Raytracing Beta von Minecraft RTX startet am 16. April

    •  /