• IT-Karriere:
  • Services:

Guetzli: Google verkleinert JPEG-Bilder um ein Drittel

Der JPEG-Encoder Guetzli von Google soll Bilder mit bis zu einem Drittel kleinerer Dateigröße als die Konkurrenz erzeugen. Dabei wird schlicht auf kaum wahrnehmbare Details verzichtet. Gedacht ist Guetzli vor allem für Webseitenbetreiber.

Artikel veröffentlicht am ,
Guetzli mit Augen und sicher jeder Menge Butter.
Guetzli mit Augen und sicher jeder Menge Butter. (Bild: Häferl, Wikimedia Commons/CC-BY-SA 3.0)

Webseiten, die schneller laden und weniger Daten benötigen, wollen sowohl Betreiber als auch Nutzer. Daher stellt Google seinen JPEG-Encoder Guetzli bereit. Mit Guetzli sind JPEG-Dateien den Angaben zufolge im Schnitt zwischen 20 und 30 Prozent kleiner als die, die mit dem herkömmlichen Encoder Libjpeg erstellt werden. In einigen Fällen seien bis zu 35 Prozent kleinere Dateien möglich.

Stellenmarkt
  1. Deutsche Rentenversicherung Bund, Berlin
  2. Landeshauptstadt Stuttgart, Stuttgart

Anders als etwa Lepton von Dropbox dient Guetzli nicht allein zum Speichern von Daten, sondern wird direkt zum Erzeugen der komprimierten Bilder genutzt. Das Projekt ist damit eine direkte Konkurrenz zum JPEG-Encoder von Mozilla und soll vor allem von Webseitenbetreibern eingesetzt werden. Eine Verwendung in anderen Fällen ist schwer vorstellbar, da der Encoder vergleichsweise langsam arbeitet. Dieser Mehraufwand ist aber zu vernachlässigen, wenn das Bild nur einmal kodiert, aber möglicherweise millionenfach ausgeliefert wird.

Psychovisuelles Modell zur Verkleinerung

Guetzli nutzt zum Verkleinern der Bilder die Quantisierung, wobei ein visueller Qualitätsverlust erzeugt wird, der auch bei anderen JPEG-Encodern üblich ist. "Guetzli versucht dabei eine Balance zwischen minimalem Verlust und Dateigröße, indem ein Suchalgorithmus eingesetzt wird, der den Unterschied zwischen der psychovisuellen Modellierung des JPEG-Formats und dem psychovisuellen Modell von Guetzli überwinden will."

Das Modell zu Guetzli, das auf Butteraugli basiert, nähert Google zufolge die Farbwahrnehmung und das sogenannte Visual Masking in einer detaillierteren Weise an als dies durch einfache Farbtransformationen und die diskrete Kosinustransformation erreicht werden kann. Visual Masking bezeichnet das Überdecken oder Verändern einer Bildinformation durch einen nahe gelegenen zweiten Reiz.

Zusätzlich zur Verkleinerung der Dateien soll Guetzli im Vergleich zu Libjpeg bei ähnlichen Dateigrößen bei der Bewertung durch Menschen eine wesentlich bessere Qualität liefern. Bei der Verwendung von technischen Metriken wie SSIM oder PNSR schneidet Guetzli dagegen schlechter ab als Libjpeg. Dies wird schlicht dadurch erreicht, dass Butteraugli Bilder mit weniger Block- und Rausch-Artefakten bevorzugt.

Guetzli hilft künftig vielleicht auch Videos

Netflix setzt zum Bewerten seiner vorgehaltenen Videos und zum Kodieren dieser ebenfalls auf eine Metrik, die auf menschlicher Wahrnehmung basiert und in einigen Bereichen von den Ergebnissen von SSIM oder PSNR abweicht. Google erwartet, dass der Ansatz von Guetzli und Butteraugli künftig weitere Arbeiten an Bild- und Videokomprimierung inspiriere.

An Guetzli arbeitet Googles europäisches Forschungsteam mit Sitz in Zürich. Die Gruppe ist auch für die Zlib-Alternative Zopfli und deren Nachfolger Brotli verantwortlich. Der Entwickler Jyrki Alakuijala ist einer der Hauptverantwortlichen dieser Projekte. Erstmals öffentlich bekannt gegeben hat Alakuijala die Offenlegung von Guetzli im vergangenen Oktober, allerdings in einem Forum, das nur einem kleinen Kreis bekannt sein dürfte. Version 1.0 von Guetzli findet sich nun auf Github.

Bitte aktivieren Sie Javascript.
Oder nutzen Sie das Golem-pur-Angebot
und lesen Golem.de
  • ohne Werbung
  • mit ausgeschaltetem Javascript
  • mit RSS-Volltext-Feed


Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. Nintendo Switch 270,00€, Gigabyte GeForce RTX 2070 Super Gaming OC für 479,00€, Zotac...
  2. 59,99€ (PC)/ 69,99€ (PS4, Xbox) - Release am 20. März
  3. 68,90€
  4. (aktuell u. a. Emtec X150 Power Plus SSD 480 GB für 52,90€, Apacer AS340 120 GB SSD für 18...

Frankss 03. Jun 2017

Auf der Seite http://guetzli.montafon.info/ kannst du Guetzli kostenlos testen.

Proctrap 21. Mär 2017

a ab ba abc ...

My1 20. Mär 2017

das ist gerade eine der tollen sachen an guetzli, das ist im prinzip nur ein extrem...

My1 20. Mär 2017

also jede auch nur halbwegs vernünftige screenshot softrware wirft PNG.

bombinho 18. Mär 2017

Also ich verwende bevorzugt PNG fuer kleine Schriftzuege oder Logos, weil die meist kaum...


Folgen Sie uns
       


Digitale Assistenten singen Weihnachtslieder (ohne Signalworte)

Wir haben Siri, den Google Assistant und Alexa aufgefordert, uns zu Weihnachten etwas vorzusingen.

Digitale Assistenten singen Weihnachtslieder (ohne Signalworte) Video aufrufen
Ryzen Mobile 4000 (Renoir): Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!
Ryzen Mobile 4000 (Renoir)
Lasst die Ära der schrottigen AMD-Notebooks enden!

Seit vielen Jahren gibt es kaum Premium-Geräte mit AMD-Chips und selbst bei vermeintlich identischer Ausstattung fehlen Eigenschaften wie eine beleuchtete Tastatur oder Thunderbolt 3. Schluss damit!
Ein IMHO von Marc Sauter

  1. HEDT-Prozessor 64-kerniger Threadripper schlägt 20.000-Dollar-Xeons
  2. Ryzen Mobile 4000 AMDs Renoir hat acht 7-nm-Kerne für Ultrabooks
  3. Zen+ AMD verkauft Ryzen 5 1600 mit flotteren CPU-Kernen

Shitrix: Das Citrix-Desaster
Shitrix
Das Citrix-Desaster

Eine Sicherheitslücke in Geräten der Firma Citrix zeigt in erschreckender Weise, wie schlecht es um die IT-Sicherheit in Behörden steht. Es fehlt an den absoluten Grundlagen.
Ein IMHO von Hanno Böck

  1. Perl-Injection Citrix-Geräte mit schwerer Sicherheitslücke und ohne Update

Digitalisierung: Aber das Faxgerät muss bleiben!
Digitalisierung
Aber das Faxgerät muss bleiben!

"Auf digitale Prozesse umstellen" ist leicht gesagt, aber in vielen Firmen ein komplexes Unterfangen. Viele Mitarbeiter und Chefs lieben ihre analogen Arbeitsmethoden und fürchten Veränderungen. Andere wiederum digitalisieren ohne Sinn und Verstand und blasen ihre Prozesse unnötig auf.
Ein Erfahrungsbericht von Marvin Engel

  1. Arbeitswelt SAP-Chef kritisiert fehlende Digitalisierung und Angst
  2. Deutscher Städte- und Gemeindebund "Raus aus der analogen Komfortzone"
  3. Digitalisierungs-Tarifvertrag Regelungen für Erreichbarkeit, Homeoffice und KI kommen

    •  /