Günstiges Elektroauto: Tesla schraubt Gigacasting-Pläne zurück

Tesla will das sogenannte Gigacasting doch nicht ausweiten. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters(öffnet im neuen Fenster) . Zwei mit der Angelegenheit vertrauten Quellen zufolge beschloss das Unternehmen, seine Bemühungen um die Herstellung von Unterböden in einem einzigen Stück einzustellen und stattdessen an der bewährten dreiteiligen Methode festzuhalten.
Gigacasting ist ein Fertigungsverfahren, bei dem große Teile des Unterbodens eines Fahrzeugs mithilfe von Gussformen erzeugt werden. Der Prozess war in den vergangenen Jahren ein Schwerpunkt Teslas. Das Unternehmen wollte die Herstellung vereinfachen und die Kosten senken, indem es den Unterboden für seine neue Kleinwagenplattform, die sich Berichten zufolge im vergangenen Jahr in der Entwicklung befand, in einem einzigen Stück produzierte.
Dreiteilige Methode bleibt der Standard
Tesla entschied sich laut Reuters jedoch, die derzeitige dreiteilige Methode beizubehalten, bei der die vorderen und hinteren Teile des Unterbodens gegossen werden und ein Mittelteil aus Aluminium und Stahlrahmen zur Aufnahme der Batterien verwendet wird. Dieser Ansatz wurde bei den jüngsten Modellen des Unternehmens, etwa dem Model Y und dem Pick-up Cybertruck, erfolgreich angewandt.
Um Kosten zu senken, entließ Tesla kürzlich mehr als 10 Prozent seiner weltweiten Belegschaft.
Der Rückzug aus dem einteiligen Gigacasting fiel dem Bericht zufolge offenbar mit der Entscheidung zusammen, die Entwicklung eines neuen und günstigeren Autos, das oft als Model 2 bezeichnet wird, einzustellen. Dieses Fahrzeug, das rund 25.000 US-Dollar kosten und in der zweiten Hälfte des Jahres 2025 auf den Markt kommen sollte, wäre das erste gewesen, das mit dem einteiligen Gigacasting-Verfahren hergestellt worden wäre.