Günstiges Elektroauto: E.Go bekommt behindertengerechte Ausstattung
E.Go Mobile hat den ersten für Menschen mit Behinderung umgebauten e.Go Life vorgestellt. Das Elektroauto wurde an zahlreichen Stellen umgestaltet.
Das Elektroauto e.Go Life gibt es jetzt auch in einer Version mit vollautomatischem Rollstuhlverladesystem oder einer klappbaren Transferhilfe für einfacheres Einsteigen und Verladen eines Rollstuhls. Auch verschiedene Fahrhilfen, zum Beispiel Linksgas, ein Multifunktions-Lenkraddrehknauf, ein Handbediengerät für Gas und Bremse, ein Dreh- und Schwenksitz für die Beifahrerseite, ein Kamerasystem für den Blick zur Seite und nach hinten bei eingeschränkter Nackendrehfunktion, orthopädische Autositze, zusätzliche Haltegriffe zum Ein- und Aussteigen und vieles mehr ist möglich.
Das Elektroauto wurde von Fahrzeugumbauer Sodermanns Automobile umgebaut. Ein Demonstrationsobjekt beinhaltet 20 verschiedene Umbauten, um zu zeigen, was möglich ist.
Das Umbau-Unternehmen teilte mit, dass auch das Drive-by-Wire-System von Paravan eingebaut werden kann. Dieses elektronische Lenk- und Bremssystem verzichtet auf die mechanische Verbindung zwischen Lenkrad und Lenkgetriebe, Impulse werden lediglich elektronisch übertragen. Das ist für Menschen mit geringerer Muskelkraft und starken motorischen Einschränkungen interessant, um das Fahrzeug dennoch sicher führen zu können.
"Damit wird Menschen mit Behinderungen eine völlig neue Kategorie der Mobilität zugänglich gemacht, nämlich die der nachhaltigen, robusten und modernen Fahrzeugkonzepte, die durch ihre Größe und die Ausstattung optimal für den Einsatz im urbanen Raum geeignet ist", so Dr. Matthias Kreimeier, Vertriebsleiter der Next.e.Go Mobile SE.
Die Kosten für den Fahrzeugumbau können bis zu 100 Prozent förderfähig sein, beispielsweise über die sogenannte Kraftfahrzeughilfe, teilte Sodermanns Automobile mit.
Der Aachener Hersteller e.Go wurde 2020 durch Industrial Investments, das zur internationalen Private-Equity-Gesellschaft ND Group gehört, vor dem Aus gerettet. Nach einer Zwangspause von 15 Monaten lief die Produktion im Juli 2021 wieder an.
Veränderungen gab es nicht nur beim Firmennamen und dem Management, sondern auch beim Fahrzeug selbst: Unter e.Go-Gründer Günther Schuh bot das Unternehmen seine Autos nur in Blau und Weiß an. Jetzt kamen Rot und Graumetallic hinzu. Zudem bekamen die Kleinwagen leistungsfähigere Lader, die mit 11 kW statt mit 3,7 kW laden.
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