Guardians of Peace: Sony Pictures wird erpresst

Die Hackergruppe Guardians of Peace fordert offenbar eine "finanzielle Entschädigung" von Sony Pictures. Die am Wochenende aufgetauchten Drohmails an Sony-Mitarbeiter seien jedoch nicht von ihr, schreibt die Gruppe in einer neuen Mitteilung.

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Es gibt allerlei Mutmaßungen über den Hackerangriff auf Sony. Die Nordkoreaner waren es wohl nicht.
Es gibt allerlei Mutmaßungen über den Hackerangriff auf Sony. Die Nordkoreaner waren es wohl nicht. (Bild: Screenshot Golem.de)

Aus einer internen E-Mail an Sony-Chefs geht hervor, dass die Guardians of Peace von Sony Pictures Geld erpressen. Diese E-Mails wurden durch die Hackergruppe selbst geleakt. Sie waren im Anhang einer neuen Mitteilung, in der die Gruppe außerdem schrieb, sie wisse nichts von den Drohmails, die am Wochenende an Sony-Pictures-Mitarbeiter verschickt wurden. Sie verlangte auch, der Film "The Interview" solle nicht mehr gezeigt werden, da er den "regionalen Frieden" bedrohe und mahnte Sony Pictures, ihre Forderungen zu erfüllen.

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Über die Forderungen der Guardians of Peace war bislang wenig bekannt. Laut der Webseite Mashable ist jetzt eine E-Mail aufgetaucht, in der eine "finanzielle Entschädigung" gefordert wird. Sie ist mit dem Namen "God'sApstls" unterschrieben, einem Begriff, der laut Mashable im Zusammenhang mit der Malware steht, die die Rechner der Mitarbeiter von Sony Pictures infiziert hatte und auch einen Löschbefehl des gesamten Systems enthält. Die E-Mail sei im Postfach der Sony-Pictures-Kochefin Amy Pascal gefunden worden, die die Guardians of Peace zuvor veröffentlicht hatte. Laut Mashable habe Pascal die E-Mail offenbar nicht gelesen, die wenige Tage vor den ersten Leaks eingegangen war.

Neue E-Mails wurden geleakt

Die neue Nachricht auf Github wurde veröffentlicht samt Links zu angeblich neuen Archiven mit privaten Daten von Pascal und dem Sony-Pictures-Television-Chef Steve Mosko. Es soll sich um deren Outlook-Postfächer handeln, die offenbar aus einem Backup stammen, schreibt die Webseite Ars Technica. Außerdem waren in der Mitteilung auch Links zu dem bisher veröffentlichten Material. Sie sollen aber zumindest teilweise zu mit Malware verseuchten Webseiten geführt haben.

Mit ihrer Forderung, den Film "The Interview" nicht mehr zu zeigen, rückt die Hackergruppe abermals Nordkorea in den Fokus. Einer offiziellen Mitteilung zufolge dementiert das Land jede Beteiligung an dem Hack. In einer kürzlich veröffentlichten Mitteilung hatte die Hackergruppe betont, ihr Angriff habe nichts mit dem Film zu tun. Die nach eigenen Angaben internationale Gruppe verurteilte jedoch im Nachhinein die Komödie, in der ein fiktiver Anschlag auf die nordkoreanische Führung geplant wird. Sämtliche Mitteilungen sind nach wie vor in krudem Englisch verfasst.

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Zuletzt hatten Spuren der Sony-Hacker zu einem Hotel in Thailand geführt. Von dort aus sollen die Daten aus dem Sony-Hack ins Netz gestellt worden sein. In der neuen Mitteilung betonten die Guardians of Peace jedoch: Weder "Sony noch das FBI wird uns finden."

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Endwickler 11. Dez 2014

Hier steht viel mehr drin: de.wikipedia.org

Strongground 09. Dez 2014

Um das schleppende Filmgeschäft von Microsoft anzukurbeln, ach stimmt. ; )

laceup 09. Dez 2014

Denk mal über den Namen nach. Diese Menschen handeln aus der Angst, dass dieser relativ...

Hotohori 09. Dez 2014

Sieht wohl nicht so aus, ansonsten hätten sie sich nicht bloß mit Sony Pictures angelegt...



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