GTX-970-Affäre: AMD veralbert Nvidia per Twitter und verlost Grafikkarten
Den von manchen Nutzern erhofften Umtausch einer Nvidia- gegen eine AMD-Grafikkarte wird es wohl so schnell nicht geben. Nachdem AMD in den vergangenen Tagen über die sozialen Medien eine Aktion für den heutigen Freitag, den 30. Januar 2015 angekündigt hatte, gab es zahlreiche Spekulationen – bis hin zu solchen über die Veröffentlichung von konkreten Daten einer möglichen 380X oder 390X .

Herausgekommen ist bei diesem Hype aber nur eine Verlosungsaktion: Wer bis 9 Uhr morgens am 31. Januar 2015 deutscher Zeit dem Account @AMDRadeon auf Twitter folgt und einen Tweet mit dem Hashtag "#IWant4GB" abschickt, kann eine von 16 Grafikkarten gewinnen. Dabei handelt es sich um AMDs größtes Modell mit einer GPU, die Radeon R9 290X . Der Besitz einer Nvidia Geforce GTX 970 oder gar das Einschicken einer solchen Grafikkarte ist nicht nötig, dennoch ist die Aktion eine unverhohlene Anspielung auf Nvidias zuerst falsch angegebene Spezifikationen dieser Karte.
Rot tweetet gegen Grün
Über Nvidias Probleme hatte sich zuvor schon AMDs Chef des technischen Marketings, Robert Hallock, in einem Tweet(öffnet im neuen Fenster) lustig gemacht. Ein Bild der R9 290 hatte er mit "4GB means 4GB" überschrieben. Später erschien ein weiterer Tweet(öffnet im neuen Fenster) , diesmal von @AMDRadeon, der für den 30. Januar einen neuen Auftritt der Kunstfigur "Fixer" ankündigte. Mit dem Fixer hat AMD(öffnet im neuen Fenster) schon früher Nvidia scharf angegriffen, er zerlegte Nvidia-Karten mit allen möglichen Werkzeugen und beschenkte die von seinen Besuchen betroffenen Nutzer mit Radeon-Karten. Diesmal muss man seine GTX 970 immerhin nicht opfern. Teilnehmen an der Verlosung können auch volljährige deutsche Twitter-Nutzer, weitere Details finden sich in einem PDF(öffnet im neuen Fenster) , das allerdings mit Juristenenglisch gespickt ist.
Ein ähnlicher Text ist auch von Nvidia zu erwarten, das nach unbestätigten Angaben, die das Unternehmen Forennutzern gemacht haben soll, an einer Art Kompensation für Käufer der GTX 970 arbeitet. Ein entsprechender Eintrag auf Geforce.com(öffnet im neuen Fenster) von einem Nvidia-Mitarbeiter wurde inzwischen mindestens einmal überarbeitet. Zunächst hieß es dort auch, das Unternehmen wolle einen neuen Treiber veröffentlichen, der das starke Ruckeln bei Belegung von mehr als 3,5 GByte Speicher mildern soll.
Bisher hat Nvidia auf seinen Produktseiten nur die Daten der GTX 970 geändert und Stellungnahmen an Medien verschickt. Eine Erklärung der zuerst falschen Daten sowie eine Entschuldigung bei den Käufern steht aber immer noch aus. Je länger Nvidia damit wartet, desto mehr Zeit hat AMD für eigene fragwürdige Marketing-Aktionen. Um die ist sonst aber auch Nvidia nicht verlegen .
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