Abo
  • Services:
Anzeige
Die Apple Watch sollte mit Saphirglas bestückt sein.
Die Apple Watch sollte mit Saphirglas bestückt sein. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

GTAT: Saphirglas-Hersteller wirft Apple Preisdiktatur vor

Die Apple Watch sollte mit Saphirglas bestückt sein.
Die Apple Watch sollte mit Saphirglas bestückt sein. (Bild: Justin Sullivan/Getty Images)

Das insolvente Unternehmen GT Advanced Technologies schiebt laut Gerichtsunterlagen Apple die Schuld für seine Pleite zu. Die Verträge zur Herstellung von Saphirglas seien sehr einseitig gewesen.

Anzeige

GTAT habe Gläubigerschutz beantragt, weil es "mit den von Apple diktierten Preisen niemals Gewinne erwirtschaften könne", sagte der GTAT-Manager Daniel Squiller laut Gerichtsunterlagen. Das zuständige Gericht für das Verfahren des Gläubigerschutzes (Chapter 11) in den USA hat die Unterlagen von Advanced Technologies (GTAT) freigeben. Da die Dokumente nach US-Recht damit öffentlich sind, hat sie Gigaom auf seiner Webseite wiedergegeben. GTAT hatte demnach seit 2012 Verträge mit Apple, für das es Saphirglas für einige iPhone-Modelle und Versionen der Apple Watch herstellen sollte.

Dazu kam es aber nicht, sagte Squiller laut den Gerichtsunterlagen, weil Apple sich weigerte, höhere Kosten für das Glas zu bezahlen. "Verschwendet nicht Eure Zeit", sollen Apple-Vertreter zu ihren Partnern bei GTAT gesagt haben, weil Apple nun einmal generell abgeschlossene Verträge mit Zulieferern nicht neu verhandle. Die Verträge bezeichnet Squiller als "einseitig".

Apple bestellt Maschinen und Strom

Die Kosten seien immer weiter gestiegen, was auch an Apple gelegen habe: Das Unternehmen habe GTAT unter anderem vorgeschrieben, welche Maschinen zur Produktion von Saphirglas eingesetzt werden sollten, und auch Verträge mit Energieversorgern selbst abgeschlossen. Dabei habe GTAT kein Mitspracherecht gehabt.

Dass sich Apple bei diesem Zulieferer so weit eingemischt hat, liegt aber wohl auch daran, dass der iPhone-Hersteller GTAT einen Kredit gewährte. Die Unterlagen bezeichnen die Summe von 439 Millionen US-Dollar nun ausdrücklich als "loan", also Kredit, nicht nur als Vorauszahlung auf künftig abgenommene Produkte.

Im Zuge einer Einigung mit Apple wird GTAT diesen Betrag nun über vier Jahre hinweg zinslos zurückzahlen. Insgesamt, so geht aus den Gerichtsunterlagen hervor, soll GTAT für die Zusammenarbeit mit Apple sogar rund 900 Millionen US-Dollar ausgegeben haben. Darin sind aber auch die Kosten für die Errichtung von zwei Fabriken enthalten. Aus der Produktion von Saphirglas hat sich GTAT inzwischen zurückgezogen, das Unternehmen will nur noch die Maschinen für die Fertigung des harten Materials bauen und verkaufen.


eye home zur Startseite
Atalanttore 13. Nov 2014

Manager wissen das halt nicht.

Sander Cohen 11. Nov 2014

Gehört halt zu Samsung Geschäftsmodell: http://www.manager-magazin.de/finanzen/artikel/a...

ger_brian 10. Nov 2014

Und warum wurde ein derartiger Vertrag überhaupt unterschrieben, wenn er doch so...

ger_brian 10. Nov 2014

Wie jedes andere Unternehmen der Welt eben auch. Kein Unternehmen wird aus reiner...



Anzeige

Stellenmarkt
  1. Axians IT Solutions GmbH, Ulm, Stuttgart, München, Nürnberg oder Karlsruhe
  2. Deloitte GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, Berlin
  3. azh Abrechnungs- und IT-Dienstleistungszentrum für Heilberufe GmbH, Aschheim Raum München
  4. gematik Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte mbH, Berlin


Anzeige
Top-Angebote
  1. 19,99€ (Bestpreis!)
  2. (u. a. LG DSH7 Soundbar 129€)
  3. Einzelne Folge für 2,99€ oder ganze Staffel für 19,99€ kaufen (Amazon Video)

Folgen Sie uns
       


  1. Airport Guide Robot

    LG lässt den Flughafenroboter los

  2. Biometrische Erkennung

    Delta lässt Passagiere mit Fingerabdruck boarden

  3. Niantic

    Keine Monster bei Pokémon-Go-Fest

  4. Essential Phone

    Rubins Smartphone soll "in den kommenden Wochen" erscheinen

  5. Counter-Strike Go

    Bei Abschuss Ransomware

  6. Hacking

    Microsoft beschlagnahmt Fancy-Bear-Infrastruktur

  7. Die Woche im Video

    Strittige Standards, entzweite Bitcoins, eine Riesenkonsole

  8. Bundesverkehrsministerium

    Dobrindt finanziert weitere Projekte zum autonomen Fahren

  9. Mobile

    Razer soll Smartphone für Gamer planen

  10. Snail Games

    Dark and Light stürmt Steam



Haben wir etwas übersehen?

E-Mail an news@golem.de


Anzeige
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test: 240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
Gaming-Monitor Viewsonic XG 2530 im Test
240 Hertz, an die man sich gewöhnen kann
  1. LG 43UD79-B LG bringt Monitor mit 42,5-Zoll-Panel für vier Signalquellen
  2. SW271 Benq bringt HDR-Display mit 10-Bit-Panel
  3. Gaming-Bildschirme Freesync-Displays von Iiyama und Viewsonic

Moto Z2 Play im Test: Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
Moto Z2 Play im Test
Bessere Kamera entschädigt nicht für kürzere Akkulaufzeit
  1. Modulares Smartphone Moto Z2 Play kostet mit Lautsprecher-Mod 520 Euro
  2. Lenovo Hochleistungs-Akku-Mod für Moto Z
  3. Moto Z Schiebetastatur-Mod hat Finanzierungsziel erreicht

Razer Lancehead im Test: Drahtlose Symmetrie mit Laser
Razer Lancehead im Test
Drahtlose Symmetrie mit Laser
  1. Razer Blade Stealth 13,3- statt 12,5-Zoll-Panel im gleichen Gehäuse
  2. Razer Core im Test Grafikbox + Ultrabook = Gaming-System
  3. Razer Lancehead Symmetrische 16.000-dpi-Maus läuft ohne Cloud-Zwang

  1. Hyperloop lockt Pseudowissenschaftler an

    Bujin | 22:23

  2. Re: Darum Internetspiele immer nur Isoliert...

    violator | 22:15

  3. Re: Längster Tunnel der Welt:

    menno | 22:09

  4. Re: Einfach Unfähig

    grumbazor | 21:42

  5. Re: Zivilisation

    sg-1 | 21:37


  1. 15:35

  2. 14:30

  3. 13:39

  4. 13:16

  5. 12:43

  6. 11:54

  7. 09:02

  8. 16:55


  1. Themen
  2. A
  3. B
  4. C
  5. D
  6. E
  7. F
  8. G
  9. H
  10. I
  11. J
  12. K
  13. L
  14. M
  15. N
  16. O
  17. P
  18. Q
  19. R
  20. S
  21. T
  22. U
  23. V
  24. W
  25. X
  26. Y
  27. Z
  28. #
 
    •  / 
    Zum Artikel