GTA 5: Rockstar verbietet Mods

Rockstar hat in den vergangenen Tagen mehrmals die Webseite seiner Endbenutzerlizenz ( Eula(öffnet im neuen Fenster) ) verändert und verbietet darin für alle Titel, darunter GTA 5, Modifikationen an Spielen. Ein Absatz der Eula untersagt, "die Software zurückzuentwickeln (Reverse Engineering), zu dekompilieren, zu disassemblieren, auszustellen, vorzuführen, davon abgeleitete Werke herzustellen oder in sonstiger Weise die Software in Gänze oder in Teilen zu verändern" .
In den vergangenen Tagen berichteten mehrere Spieler, sie seien temporär gebannt worden, da sie Mods verwendet haben, die das horizontale Sichtfeld (Field of View) erweitern. Obwohl Rockstar bei GTA 5 unterscheiden kann, ob die Mod im Einzel- oder Mehrspielermodus aktiv ist, scheint das Unternehmen selbst gegen Mods im Singleplayer-Betrieb übermotiviert vorzugehen. Ein per externem Programm erweitertes FoV jedoch ist ein spielerischer Vorteil und zerstört folgerichtig die Chancengleichheit in Multiplayer-Partien.

Unserer Ansicht nach hat Rockstar kein Problem mit Mods, wie beispielsweise GTA 4 zeigte, sondern das Unternehmen möchte cheatende Spieler in GTA Online ausschließen. Beim Vorgänger waren solche recht häufig anzutreffen, was für Unmut bei den fair spielenden Käufern sorgte – wie bei anderen Titeln auch. Aus Sicht der Spieler wäre es wünschenswert, wenn Rockstar im Singleplayer-Modus Mods zulassen würde, denn das FoV ist eingeschränkt.
Rockstars Entscheidung, keine Mods zu tolerieren, schlägt sich in den Nutzerbewertungen nieder: Bei Steam häufen sich negative Beiträge von Käufern, die gebannt worden sein wollen oder die Geschäftspolitik ablehnen.
Nachtrag vom 8. Mai 2015, 12:00 Uhr
Rockstar hat in einem Frage-Antwort-Katalog erklärt(öffnet im neuen Fenster) , dass Mods für den Solomodus von GTA 5 ebenso erlaubt sind wie in GTA 4. Bei GTA Online sind Mods dagegen verboten.



