Abo
  • Services:

GTA 5: Bei Rockstar North verdient die männliche Belegschaft gut

Das schottische Entwicklerstudio Rockstar North hat offenbar lange vor allem auf männliche Entwickler gesetzt: Jedenfalls zeigt eine staatliche Untersuchung bei der Firma hinter GTA 5 besonders auffällige Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern.

Artikel veröffentlicht am ,
Szene aus der Kampagne von GTA 5.
Szene aus der Kampagne von GTA 5. (Bild: Rockstar Games)

In Großbritannien sorgt eine staatlich angeordnete Großuntersuchung über Gehaltsunterschiede zwischen den Geschlechtern für Diskussionen. Speziell aus Sicht der Spielebranche besonders auffällig ist Rockstar North. Die weiblichen Angestellten dort verdienen durchschnittlich 64 Prozent weniger als ihre männlichen Kollegen. In dem Zeitraum, in dem der durchschnittliche Mann bei dem Studio 1 Britisches Pfund bekommt, erhält die durchschnittliche Frau gerade mal 0,36 Britische Pfund.

Stellenmarkt
  1. Kraftwerke Mainz-Wiesbaden AG, Mainz
  2. Bosch Gruppe, Frankfurt am Main

Dafür gibt es Gründe, trotzdem ist auffällig: In der Spielebranche steht Rockstar North im Vergleich mit den direkten Wettbewerbern vor Ort auffällig schlecht da. Bei der britischen Niederlassung von Electronic Arts verdient die weibliche Belegschaft 13,7 Prozent weniger, bei Sony sind es 12,8 Prozent, bei Namco 14,5 Prozent und bei Microsoft 6,6 Prozent.

Für die Untersuchung mussten alle britischen Firmen mit mindestens 250 Mitarbeitern Daten wie die Verteilung der Gehälter nach Geschlechtern melden. Die Ergebnisse lassen sich für jedes einzelne Unternehmen im Detail über eine simple Datenbankabfrage aufrufen. Über alle Unternehmen und Branchen hinweg bekommen Männer durchschnittlich 9,7 Prozent mehr Gehalt. Es gibt einige wenige Firmen, bei denen es umgekehrt ist: Beim Autobauer Tesla Motors etwa erhalten Frauen 4,6 Prozent mehr Lohn als Männer.

Die Gründe für die großen Unterschiede bei Rockstar North erklärt die Firma in einem offiziellen Zusatzdokument selbst: Bei den lange angestellten Mitarbeitern handele es sich um überproportional viele Männer, die nach entsprechend langer Karriere viele der gut bezahlten Führungspositionen erreicht hätten. Das am besten bezahlte Viertel der Belegschaft besteht bei Rockstar North zu 92 Prozent aus Männern - in den anderen Besoldungsgruppen ist der Anteil männlicher Angestellter aber ebenfalls auffällig hoch.

"Wir sind bestrebt, gleiche Chancen für beide Geschlechter bei all unseren Studioaktivitäten aufzubauen", schreibt der zuständige Manager. Immerhin, bei den ausbezahlten Boni sind die Unterschiede schon deutlich kleiner: 89 Prozent der männlichen und 83,9 Prozent der weiblichen "Rockstars" erhalten Sonderzahlungen - wobei hier anzumerken ist, dass die tatsächliche Höhe der Beträge bei den Frauen geringer als bei den Männer ist. Mit Rockstar North sind übrigens neben der mit Abstand größeren, zentral für GTA 5 zuständigen Niederlassung im schottischen Edinburgh auch die Teams in Leeds, Lincoln und London gemeint.

Das offizielle Material bietet noch viele weitere Daten, etwa über Gehaltsunterschiede, die nach dem Mittelwert (Median) statt über den Durchschnittswert ermittelt wurden. Dadurch lässt sich das Bild über die Bezahlung in der britischen Spieleindustrie allgemein und bei Rockstar Games zwar noch erheblich weiter ausdifferenzieren, der Gesamteindruck ändert sich aber kaum: Es gibt für die teils verzweifelt nach Fachkräften suchende Branche noch viel zu tun, um als Arbeitgeber attraktiver zu werden.



Anzeige
Top-Angebote
  1. (u. a. SEAGATE Expansion+ Portable, 2 TB HDD externe Festplatte 59,00€)
  2. ab 529,00€ (bei o2online.de)
  3. 1745,00€
  4. 64,89€

a user 10. Apr 2018

Auch wenn ich beim Thema es egeintlich ähnlich wie du sehe, aber man sollte vielicht...

bombinho 09. Apr 2018

Steuerklassen sind eigentlich Augenwischerei und eine schoene Vereinfachung fuer den...

Prinzeumel 09. Apr 2018

Das ist aber schlicht blödsinn meiner Meinung nach. Einige versuchen den geringen...

Achranon 08. Apr 2018

Lol, sehr gut, das ist eine der besten Antworten die ich bisher hier gelesen habe. Mu...


Folgen Sie uns
       


Samsung Galaxy S10 Plus - Test

Das Galaxy S10+ ist Samsungs neues, großes Top-Smartphone. Im Test haben wir uns besonders die neue Dreifachkamera angeschaut.

Samsung Galaxy S10 Plus - Test Video aufrufen
Uploadfilter: Der Generalangriff auf das Web 2.0
Uploadfilter
Der Generalangriff auf das Web 2.0

Die EU-Urheberrechtsreform könnte Plattformen mit nutzergenerierten Inhalten stark behindern. Die Verfechter von Uploadfiltern zeigen dabei ein Verständnis des Netzes, das mit der Realität wenig zu tun hat. Statt Lizenzen könnte es einen anderen Ausweg geben.
Eine Analyse von Friedhelm Greis

  1. Pauschallizenzen CDU will ihre eigenen Uploadfilter verhindern
  2. Uploadfilter Fast 5 Millionen Unterschriften gegen Urheberrechtsreform
  3. Uploadfilter EU-Kommission bezeichnet Reformkritiker als "Mob"

Sechs Airpods-Konkurrenten im Test: Apple hat nicht die Längsten
Sechs Airpods-Konkurrenten im Test
Apple hat nicht die Längsten

Nach dem Klangsieger und dem Bedienungssieger haben wir im dritten Test den kabellosen Bluetooth-Hörstöpsel mit der weitaus besten Akkulaufzeit gefunden. Etwas war aber wieder nicht dabei: die perfekten True Wireless In-Ears.
Ein Test von Ingo Pakalski


    Display-Technik: So funktionieren Micro-LEDs
    Display-Technik
    So funktionieren Micro-LEDs

    Nach Flüssigkristallanzeigen (LCD) mit Hintergrundbeleuchtung und OLED-Bildschirmen sind Micro-LEDs der nächste Schritt: Apple arbeitet daran für Smartwatches und Samsung hat bereits einen Fernseher vorgestellt. Die Technik hat viele Vorteile, ist aber aufwendig in der Fertigung.
    Von Mike Wobker

    1. AU Optronics Apple soll Wechsel von OLEDs zu Micro-LEDs vorbereiten

      •  /