Abo
  • IT-Karriere:

GSMA: Netzbetreiber bauen in den falschen Regionen aus

Der Mobilfunk-Ausbau in Subsahara-Afrika hat vor allem ein Problem: Die große Armut in vielen der dortigen Staaten. Dazu kommen Fehler beim Netzausbau.

Artikel veröffentlicht am ,
Das Panel "Wireless technologies for Africa: the opportunity ahead" auf der ITU Telecom World in Durban - Akinwale Goodluck (zweiter von rechts)
Das Panel "Wireless technologies for Africa: the opportunity ahead" auf der ITU Telecom World in Durban - Akinwale Goodluck (zweiter von rechts) (Bild: ITU/Browne)

Mobilfunknetzbetreiber arbeiten in Afrika oft mit falschen Informationen für ländliche Gebiete; Informationen, die sie von den Regierungen erhalten. Das sagte Akinwale Goodluck, Head of Sub-Saharan Africa bei der Branchenorganisation GSMA, am 11. September 2018 auf der ITU Telecom World in Durban. "Sie bauen in Regionen aus, wo kaum Menschen leben, und nicht da, wo es dichter besiedelt ist."

Stellenmarkt
  1. Camelot ITLab GmbH, Mannheim, Köln, München
  2. GHM Gesellschaft für Handwerksmessen mbH, München

Subsahara-Afrika bezeichnet die afrikanischen Länder südlich der Sahara. Dies sind laut UNO 49 der 54 Staaten in Afrika. Es werde viel Infrastruktur in ländlichen Regionen in Subsahara-Afrika errichtet, sie könne aber wegen der Armut viel zu wenig genutzt werden. Es gebe dort eine 90-prozentige LTE-Abdeckung, aber nur 10 Prozent davon würden auch genutzt, denn die meisten Telefone beherrschen nur UMTS. "Das Ghana-Beispiel sollten wir uns alle ansehen", betonte Goodluck.

Ein positives Beispiel sei laut den Worten von Goodluck der Ausbau ländlicher Regionen in Ghana durch Huawei und MTN. Goodluck war bis Dezember 2015 Corporate Services Executive bei MTN Nigeria. Huawei und der südafrikanische Mobilfunkbetreiber MTN haben auf Drängen von Ursula Owusu-Ekuful, Ministerin für Kommunikation in Ghana, RuralStar entwickelt, eine Basisstation für Entwicklungsländer.

White Space für Versorgung mit 10 MBit/s

RuralStar nutzt als Backhaul 4G-Technik anstelle einer teuren Satellitenanbindung oder Richtfunk und kann auf einem einfachen Holzmast installiert werden. Der niedrige Energiebedarf kann mit sechs Solarpanels gedeckt werden. Das Netz für die Dörfer sei dann laut der ghanaischen Ministerin UMTS-basiert.

Veni Shone, Präsident der LTE Product Line bei Huawei Technologies, sagte: "Afrika ist ein vielversprechender Markt." Kleine Dörfer mit weniger als 100 Bewohnern zu versorgen, sei die größte Herausforderung in ländlichen Regionen. Die Basisstation Rural Star sei zu einem Drittel des üblichen Preises erhältlich. "Alle Komponenten wurden von uns auf einen sehr niedrigen Energiebedarf optimiert", erklärte Shone.

Eine Vertreterin der Afrikanischen Union betonte, dass es weiter Länder mit nur 10 Prozent Netzabdeckung in Afrika gebe. 90 Prozent der Telekommunikation in Afrika basiere auf Mobilfunk, das Festnetz sei kaum ausgebaut.

Mark Rotter, Schatzmeister der Branchenorganisation Dynamic Spectrum Alliance (DSA), erklärte, dass White Space - ungenutzte TV-Frequenzen - gut geeignet seien, um eine Versorgung mit einer Datenrate von 10 MBit/s zu erreichen. Dies werde in Südafrika eingesetzt und in Mosambik gebe es Feldversuche. Durch den geringen Energiebedarf genüge Solarenergie für den Betrieb. Die niederfrequenten Signale können über längere Strecken übermittelt werden. Den ausbauenden Unternehmen sollte es zur Auflage gemacht werden, Krankenhäuser und Schulen mitzuversorgen, forderte Rotter.

Offenlegung: Golem.de hat auf Einladung von Huawei an der ITU Telecom World in Durban/Südafrika teilgenommen. Unsere Berichterstattung ist davon nicht beeinflusst und bleibt gewohnt neutral und kritisch. Der Artikel ist, wie alle anderen auf unserem Portal, unabhängig verfasst und unterliegt keinerlei Vorgaben Dritter; diese Offenlegung dient der Transparenz.



Anzeige
Top-Angebote
  1. 4,49€
  2. (-70%) 14,99€
  3. 0,00€ im Epic Store
  4. (aktuell u. a. Asus PG279Q ROG Monitor 689€, Corsair Glaive RGB Maus 34,99€)

picky 13. Sep 2018

Bei mir das gleiche, zu 95% kann ich nur Edge nutzen, egal ob o2 oder D2 :(

asa (Golem.de) 12. Sep 2018

Na dann war es ja gut, dass für Sie rauszusuchen.


Folgen Sie uns
       


Doom Eternal angespielt

Slayer im Kampf gegen die Höllendämonen: Doom Eternal soll noch in diesem Jahr erscheinen.

Doom Eternal angespielt Video aufrufen
Super Mario Maker 2 & Co.: Vom Spieler zum Gamedesigner
Super Mario Maker 2 & Co.
Vom Spieler zum Gamedesigner

Dreams, Overwatch Workshop und Super Mario Maker 2: Editoren für Computerspiele werden immer mächtiger, inzwischen können auch Einsteiger komplexe Welten bauen. Ein Überblick.
Von Achim Fehrenbach

  1. Nintendo Akku von überarbeiteter Switch schafft bis zu 9 Stunden
  2. Hybridkonsole Nintendo überarbeitet offenbar Komponenten der Switch
  3. Handheld Nintendo stellt die Switch Lite für unterwegs vor

Radeon RX 5700 (XT) im Test: AMDs günstige Navi-Karten sind auch super
Radeon RX 5700 (XT) im Test
AMDs günstige Navi-Karten sind auch super

Die Radeon RX 5700 (XT) liefern nach einer Preissenkung vor dem Launch eine gute Leistung ab: Wer auf Hardware-Raytracing verzichten kann, erhält zwei empfehlenswerte Navi-Grafikkarten. Bei der Energie-Effizienz hapert es aber trotz moderner 7-nm-Technik immer noch etwas.
Ein Test von Marc Sauter

  1. Navi 14 Radeon RX 5600 (XT) könnte 1.536 Shader haben
  2. Radeon RX 5700 (XT) AMD senkt Navi-Preise noch vor Launch
  3. AMD Freier Navi-Treiber in Mesa eingepflegt

iPad OS im Test: Apple entdeckt den USB-Stick
iPad OS im Test
Apple entdeckt den USB-Stick

Zusammen mit iOS 13 hat Apple eine eigene Version für seine iPads vorgestellt: iPad OS verbessert die Benutzung als Tablet tatsächlich, ein Notebook-Ersatz ist ein iPad Pro damit aber immer noch nicht. Apple bringt aber endlich Funktionen, die wir teilweise seit Jahren vermisst haben.
Ein Test von Tobias Költzsch

  1. Tablets Apple bringt neues iPad Air und iPad Mini
  2. Eurasische Wirtschaftskommission Apple registriert sieben neue iPads
  3. Apple Es ändert sich einiges bei der App-Entwicklung für das iPad

    •  /