GSM-R: Alcatel-Lucent baut Glasfaser im Eurotunnel aus
Der Eurotunnel braucht eine modernere Glasfaserinfrastruktur. Alcatel-Lucent baut auf GSM-R-Basis Dienste hundert Meter unter dem Meeresspiegel.
Alcatel-Lucent baut die optische Netzwerktechnik im Eurotunnel aus, um die Kommunikationsdienste und Applikationen in einem Netzwerk zusammenzufassen. Das gab der Telekommunikationsausrüster am 24. September 2015 bekannt. Darunter sind Kommunikationsdienste wie Videoüberwachung, Verkehrsmanagement, Signaltechnik, Sprachkommunikation und Nachrichten. Der Eurotunnel verbindet Großbritannien und Frankreich.
Alcatel-Lucents optische Netztechnologie, die speziell für schwierige Umweltbedingungen verstärkt wurde, wird in der nördlichen und südlichen Tunnelröhre eingesetzt. Im Eurotunnel ist bereits eine Telekommunikationsinfrastruktur installiert. Sie besteht aus Glasfaserkabeln und SDH-Systemen (Synchrone Digitale Hierarchie). Das sagte Unternehmenssprecherin Martina Grüger-Bühs Golem.de auf Anfrage. "Bei dem Projekt geht es um eine Netzaufrüstung", sagte sie. Alcatel-Lucent liefere DWDM-Systeme aus der Reihe Alcatel-Lucent 1830 PSS, die sowohl den Datenverkehr transportierten, der noch über die älteren SDH-Systeme laufe, als auch Ethernet-Daten und auch Daten aus Videoüberwachungssystemen (CCTV). "Die DWDM-Systeme aggregieren unterschiedliche Dienste und Datenquellen in ein einheitliches Datennetz", erklärte die Sprecherin. DWDM steht für Dense Wavelength Division Multiplex, zu Deutsch Dichte Wellenlängen-Multiplex.
Der Passagier- und Frachtverkehr im Eurotunnel nehme jedes Jahr zu, betonte Alcatel-Lucent. Im Jahr 2014 nutzten über 21 Millionen Reisende den Channel Tunnel.
Michel Boudoussier, Chief Operating Officer bei Concession of Eurotunnel, erklärte: "Wir konnten unseren jährlich 21 Millionen Passagieren 3G/4G-Mobilfunk 100 Meter unter dem Meeresspiegel anbieten. Die nächste Phase ist bereits eingeläutet." Dies sei anspruchsvoll, wenn man bedenkt, wie komplex die Installation von GSM-R im Tunnel sei.
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Das ging es durcheinander. Ist berichtigt.